von nobody » 19. Oktober 2014 17:28
Ich möchte an dieser Stelle etwas näher auf die Medienberichte (unter oben eingestellten Links) eingehen.
BAV-Sprecher Andreas Windlinger sagt zur Zeitung: «Verbesserter Handy-Empfang ist im Interesse der Kunden»
Wirklich interessannt ist, dass ein beachtlicher Haufen Leserbriefschreiber bezüglich eines
früher erschienenen Artikels auf 20min gegen dieses Vorhaben ist. Von "wer das will soll es selber bezahlen" bis zu "unnötiger Luxus" gibt's einiges zu lesen.
In Sachen Handy-Empfang im Regionalverkehr ist die Schweiz an einigen Orten noch ein Entwicklungsland. Jüngste Tests der Fachzeitschrift «Connect» zeigten: Im Zürcher Regionalverkehr flogen die Tester bei jedem zehnten Anruf aus der Leitung.
Ooh, die armen Junks. Tja, ohne die Streamingdienste hätte das Netz sicher heute schon genügend Kapazitäten. Aber nur, weil man sich nicht immer und überall mit seinem Lieblingsfilm vergnügen kann, ab und zu aus der Leitung fliegt, sind wir ein "Entwicklungsland"? Und dazu, dass der Vergleich an sich schon daneben ist, sage ich hier lieber nichts.
...planen bis 2020 Investitionen in Höhe von 300 Millionen Franken.
SBB, Swisscom, Sunrise und Orange hatten im September angekündigt, dass sie diese Summe in einen besseren Handy-Empfang im Regionalverkehr investieren möchten - unter der Bedingung, dass Kantone und Bund sich beteiligen.
Der (von mir) hervorgehobene Satz ist der Gipfel der Dreistigkeit. Andernorts würde man so etwas Erpressung nennen, aber hier? Hm, haben sich die Anbieter derart massloss überschätzt und soviel Geld für die Verstrahlungslizenzen ausgegeben, so dass sie jetzt kein Geld mehr für die Infrastruktur locker haben und beim Staat (in frechster Weise) Unterstützung einfordern müssen? Nein, dass diese Unternehmen mit ihrem giftigen Geschäft abartige Gewinne einfahren und die notwendige(?) Infrastruktur locker selber berappen könnten, das ist die Wahrheit. Aber eben, wie jammerte nochmal Dagobert Duck so treffend, als Seine Gewinne um 0,1% zurück gingen: "Wenn das so weiter geht, bin ich in 123456 Jahren pleite". Sprich, diese 'Armen' stehen kurz vor dem Ruin, wenn man ihnen nicht unter die Arme greift.
Ich möchte an dieser Stelle etwas näher auf die Medienberichte (unter oben eingestellten Links) eingehen.
[quote]BAV-Sprecher Andreas Windlinger sagt zur Zeitung: «Verbesserter Handy-Empfang ist im Interesse der Kunden»[/quote]
Wirklich interessannt ist, dass ein beachtlicher Haufen Leserbriefschreiber bezüglich eines [url=http://www.20min.ch/schweiz/news/story/10565969]früher erschienenen Artikels auf 20min[/url] gegen dieses Vorhaben ist. Von "wer das will soll es selber bezahlen" bis zu "unnötiger Luxus" gibt's einiges zu lesen.
[quote]In Sachen Handy-Empfang im Regionalverkehr ist die Schweiz an einigen Orten noch ein Entwicklungsland. Jüngste Tests der Fachzeitschrift «Connect» zeigten: Im Zürcher Regionalverkehr flogen die Tester bei jedem zehnten Anruf aus der Leitung.[/quote]
Ooh, die armen Junks. Tja, ohne die Streamingdienste hätte das Netz sicher heute schon genügend Kapazitäten. Aber nur, weil man sich nicht immer und überall mit seinem Lieblingsfilm vergnügen kann, ab und zu aus der Leitung fliegt, sind wir ein "Entwicklungsland"? Und dazu, dass der Vergleich an sich schon daneben ist, sage ich hier lieber nichts.
[quote]...planen bis 2020 Investitionen in Höhe von 300 Millionen Franken.
SBB, Swisscom, Sunrise und Orange hatten im September angekündigt, dass sie diese Summe in einen besseren Handy-Empfang im Regionalverkehr investieren möchten - [b]unter der Bedingung, dass Kantone und Bund sich beteiligen[/b].[/quote]
Der (von mir) hervorgehobene Satz ist der Gipfel der Dreistigkeit. Andernorts würde man so etwas Erpressung nennen, aber hier? Hm, haben sich die Anbieter derart massloss überschätzt und soviel Geld für die Verstrahlungslizenzen ausgegeben, so dass sie jetzt kein Geld mehr für die Infrastruktur locker haben und beim Staat (in frechster Weise) Unterstützung einfordern müssen? Nein, dass diese Unternehmen mit ihrem giftigen Geschäft abartige Gewinne einfahren und die notwendige(?) Infrastruktur locker selber berappen könnten, das ist die Wahrheit. Aber eben, wie jammerte nochmal Dagobert Duck so treffend, als Seine Gewinne um 0,1% zurück gingen: "Wenn das so weiter geht, bin ich in 123456 Jahren pleite". Sprich, diese 'Armen' stehen kurz vor dem Ruin, wenn man ihnen nicht unter die Arme greift.