von HKB » 30. Mai 2015 13:53
Symptomatischer Journalismus einer defekten Demokratie
HKB hat geschrieben:„Wir wollen auf die mobilen Endgeräte“, sagt Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF.
http://www.taz.de/!160030/
Dieser Satz zeigt, wohin es allgemein mit den Medien gehen soll.
Welche Wege zur gesellschaftlichen Aufklärung über die Risiken bleiben unter dem Umstand, dass die Medien selbst Gewinne aus der Nutzung einer Technik ziehen, deren Vergiftungswirkung in der Kritik steht?
"... die politische Macht hat, wer über die Zulassung von Themen zur Öffentlichkeit entscheidet."
Ulrich Beck in "
Europa braucht einen neuen Traum"
http://www.bpb.de/apuz/180364/europa-br ... raum?p=all
Der Einfluss der Medien wächst,
„doch damit wächst auch ihr blinder Fleck - und die Notwendigkeit zu verstehen, nach welchen Regeln sie Themen auswählen und wie sie darüber berichten. Gelingt uns dies nicht, werden wir möglicherweise bald wie Blinde von unbekannten Mächten durch die Landschaften des Politischen geführt. Jedenfalls ist es bereits heute so, dass wir permanent akribisch über alle möglichen Kanäle recherchieren müssen, wenn wir überhaupt die Chance haben wollen, medial vermittelte Schilderungen zu überprüfen.”
"Um ihren demokratischen Anspruch einzulösen, unterhalten moderne, unübersichtliche Gesellschaften mit ihren Massenmedien ein System der (so hofft man) objektiven Selbstbeobachtung. Journalisten sollen - und so sehen sie es in ihrer Mehrheit tatsächlich bis heute - treuhänderisch dafür sorgen, dass Demokratien sich insgesamt neutral über sich selbst aufklären können. Wo diese Aufgabe jedoch unerledigt bleibt oder systematisch verzerrte Ergebnisse liefert, entstehen defekte Demokratien. Eine intakte Öffentlichkeit ist für die Demokratie daher nicht weniger notwendig als intakte politische Institutionen."
Thomas Meyer in „Die Unbelangbaren - Wie politische Journalisten mitregieren. Wer kontrolliert die Vierte Gewalt?“
http://www.suhrkamp.de/buecher/die_unbe ... 12692.html
[b]Symptomatischer Journalismus einer defekten Demokratie[/b]
[quote="HKB"][i]„Wir wollen auf die mobilen Endgeräte“, sagt Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF. [/i]
http://www.taz.de/!160030/
Dieser Satz zeigt, wohin es allgemein mit den Medien gehen soll.
[i][b]Welche Wege zur gesellschaftlichen Aufklärung über die Risiken bleiben unter dem Umstand, dass die Medien selbst Gewinne aus der Nutzung einer Technik ziehen, deren Vergiftungswirkung in der Kritik steht?[/b][/i][/quote]
[i]"... die politische Macht hat, wer über die Zulassung von Themen zur Öffentlichkeit entscheidet."[/i]
Ulrich Beck in "[i]Europa braucht einen neuen Traum[/i]"
http://www.bpb.de/apuz/180364/europa-braucht-einen-neuen-traum?p=all
Der Einfluss der Medien wächst, [i]„doch damit wächst auch ihr blinder Fleck - und die Notwendigkeit zu verstehen, nach welchen Regeln sie Themen auswählen und wie sie darüber berichten. Gelingt uns dies nicht, werden wir möglicherweise bald wie Blinde von unbekannten Mächten durch die Landschaften des Politischen geführt. Jedenfalls ist es bereits heute so, dass wir permanent akribisch über alle möglichen Kanäle recherchieren müssen, wenn wir überhaupt die Chance haben wollen, medial vermittelte Schilderungen zu überprüfen.”[/i]
[i]"Um ihren demokratischen Anspruch einzulösen, unterhalten moderne, unübersichtliche Gesellschaften mit ihren Massenmedien ein System der (so hofft man) objektiven Selbstbeobachtung. Journalisten sollen - und so sehen sie es in ihrer Mehrheit tatsächlich bis heute - treuhänderisch dafür sorgen, dass Demokratien sich insgesamt neutral über sich selbst aufklären können. [color=#0000FF]Wo diese Aufgabe jedoch unerledigt bleibt oder systematisch verzerrte Ergebnisse liefert, entstehen defekte Demokratien.[/color] Eine intakte Öffentlichkeit ist für die Demokratie daher nicht weniger notwendig als intakte politische Institutionen." [/i]
Thomas Meyer in „Die Unbelangbaren - Wie politische Journalisten mitregieren. Wer kontrolliert die Vierte Gewalt?“
http://www.suhrkamp.de/buecher/die_unbelangbaren-thomas_meyer_12692.html