von Eva Weber » 3. Dezember 2015 22:38
Eine Weihnachtsgeschichte, nicht etwa von dieser Strahlenphobikerin Eva W. erfunden, sondern tatsächlich so erlebt. Wohlgemerkt einen Becher Feuerzangenbowle habe ich erst anschließend getrunken.
Einmal muss ich ja zum Weihnachtsmarkt in der Nähe gehen, so ging ich also heute. Ich weiß von jemandem, der das ganze Jahr über Krippen baut. Es hieß, Kinder würden dort zusammen mit einem Krippenbauer Kripperl bauen. So ging ich dort hin und war erstaunt, dass es tatsächlich die Person war, die ich vermutete, die sich hier mit Kindern und Krippenbasteleien beschäftigte. Sechs Kinder saßen da um einen Tisch herum und werkelten unter Anleitung des Krippenbauers. Auf der Bank unter den Kindern saß eine junge Mutter. Sie hatte ihr Smartphone und wischte und wischte. Was die Kinder taten interessierte sie nicht. Sie sah nicht auf. Da dort noch mehrere Stände waren mit schönen handwerklichen Basteleien, schaute ich mich ca. eine Viertelstunde um. Ich beobachtete diese junge Mutter. Kein Aufschauen von ihrem Smartphone. Die Kinder und ihre Mühe etwas zu basteln interessierten sie nicht. Ich ging an den Tisch und sprach sie an. "Entschuldigen sie, sie sitzen hier unter den Kindern (das Jüngste wird wohl drei Jahre gewesen sein) und dabei wissen sie doch, dass Ihr Smartphone ständig strahlt. Wäre das so schlimm, wenn sie es der Kinder wegen ausschalten?"
Die Antwort überraschte mich ziemlich, denn es kam als erstes eine Provokation: "Nein, das kann ich nicht ausmachen, denn ich kann ohne es nicht sein!" Es verschlug mir ein bisschen die Sprache und eh ich eine Antwort wusste, ging es weiter: "Mein Vater ist Arzt und der weiß genau was Sache ist, und das macht nichts und wenn sie raus gehen auf den Hof, dann haben sie viel mehr Strahlung als hier herinnen und meinem kleinen Handy." Zack, das war's!
Ja, die Information der Ärzte durch die entsprechenden Umweltmediziner sowie Behörden funktioniert offensichtlich bestens. Vor soviel Wissen muss man einfach kapitulieren. Es muss ja auch zum Wohle der Technik genauso sein, dass Kinder möglichst früh bestrahlt werden und elektronisches Spielzeug schon im jüngstem Alter zur Selbstverständlichkeit wird. Früh übt sich......
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Man kann es allerorten beobachten, dass Kinder im Kinderwagen sich völlig selbst überlassen sind, ob auf der Straße, in öffentlichen Verkehrmitteln, die Mütter sind mit ihren Smartphones beschäftigt.
Nachdem ich nun einen Becher Feuerzangenbowle intus habe, kommt mir tatsächlich der Gedanke, ob es nicht sinnvoller wäre, allen diese elektronischen Teile zu empfehlen und zwar Tag und Nacht, weil sie ja das Wichtigste für echtes Leben zu sein scheinen und ohne sie kein Leben ist, und die Strahlung ist ja so gering, kaum messbar. Man soll niemanden an seinem Lebensglück hindern! Aber nein, vielleicht sollte ich noch einen zweiten Becher Feuerzangenbowle trinken, damit diese bösen Gedanken der Rache verschwinden - aber das ist ja nicht möglich, denn ich bin schon wieder zu Hause. Ich werde mir nun meinen Schlafplatz herrichten, mit 4 Rettungsdecken, und hoffe wieder einmal, dass ich ein wenig Schlaf finde und es nicht wieder vibriert wie verrückt.
Eva Weber
Eine Weihnachtsgeschichte, nicht etwa von dieser Strahlenphobikerin Eva W. erfunden, sondern tatsächlich so erlebt. Wohlgemerkt einen Becher Feuerzangenbowle habe ich erst anschließend getrunken.
Einmal muss ich ja zum Weihnachtsmarkt in der Nähe gehen, so ging ich also heute. Ich weiß von jemandem, der das ganze Jahr über Krippen baut. Es hieß, Kinder würden dort zusammen mit einem Krippenbauer Kripperl bauen. So ging ich dort hin und war erstaunt, dass es tatsächlich die Person war, die ich vermutete, die sich hier mit Kindern und Krippenbasteleien beschäftigte. Sechs Kinder saßen da um einen Tisch herum und werkelten unter Anleitung des Krippenbauers. Auf der Bank unter den Kindern saß eine junge Mutter. Sie hatte ihr Smartphone und wischte und wischte. Was die Kinder taten interessierte sie nicht. Sie sah nicht auf. Da dort noch mehrere Stände waren mit schönen handwerklichen Basteleien, schaute ich mich ca. eine Viertelstunde um. Ich beobachtete diese junge Mutter. Kein Aufschauen von ihrem Smartphone. Die Kinder und ihre Mühe etwas zu basteln interessierten sie nicht. Ich ging an den Tisch und sprach sie an. "Entschuldigen sie, sie sitzen hier unter den Kindern (das Jüngste wird wohl drei Jahre gewesen sein) und dabei wissen sie doch, dass Ihr Smartphone ständig strahlt. Wäre das so schlimm, wenn sie es der Kinder wegen ausschalten?"
Die Antwort überraschte mich ziemlich, denn es kam als erstes eine Provokation: "Nein, das kann ich nicht ausmachen, denn ich kann ohne es nicht sein!" Es verschlug mir ein bisschen die Sprache und eh ich eine Antwort wusste, ging es weiter: "Mein Vater ist Arzt und der weiß genau was Sache ist, und das macht nichts und wenn sie raus gehen auf den Hof, dann haben sie viel mehr Strahlung als hier herinnen und meinem kleinen Handy." Zack, das war's!
Ja, die Information der Ärzte durch die entsprechenden Umweltmediziner sowie Behörden funktioniert offensichtlich bestens. Vor soviel Wissen muss man einfach kapitulieren. Es muss ja auch zum Wohle der Technik genauso sein, dass Kinder möglichst früh bestrahlt werden und elektronisches Spielzeug schon im jüngstem Alter zur Selbstverständlichkeit wird. Früh übt sich......
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Man kann es allerorten beobachten, dass Kinder im Kinderwagen sich völlig selbst überlassen sind, ob auf der Straße, in öffentlichen Verkehrmitteln, die Mütter sind mit ihren Smartphones beschäftigt.
Nachdem ich nun einen Becher Feuerzangenbowle intus habe, kommt mir tatsächlich der Gedanke, ob es nicht sinnvoller wäre, allen diese elektronischen Teile zu empfehlen und zwar Tag und Nacht, weil sie ja das Wichtigste für echtes Leben zu sein scheinen und ohne sie kein Leben ist, und die Strahlung ist ja so gering, kaum messbar. Man soll niemanden an seinem Lebensglück hindern! Aber nein, vielleicht sollte ich noch einen zweiten Becher Feuerzangenbowle trinken, damit diese bösen Gedanken der Rache verschwinden - aber das ist ja nicht möglich, denn ich bin schon wieder zu Hause. Ich werde mir nun meinen Schlafplatz herrichten, mit 4 Rettungsdecken, und hoffe wieder einmal, dass ich ein wenig Schlaf finde und es nicht wieder vibriert wie verrückt.
Eva Weber