Smarte graue Überwachungswelt

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Re: Smarte graue Überwachungswelt

von conviva » 4. Oktober 2018 21:21

Technologischer Einfluss - Chinas wahre Macht
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 31090.html
"Westliche Analytiker missverstehen oft Chinas Stärke. Sie erkennen sie in der schieren Größe der Bevölkerung, die größere Mengen an Daten liefert, und am nicht vorhandenen Datenschutz. Viel wichtiger aber ist die Fülle an Daten über jeden einzelnen Nutzer - nämlich die realen Tätigkeiten der Chinesen, die sich digital für einen Algorithmus verwerten lassen", schreibt Lee.
Er meint damit die Tatsache, dass Chinesen heute für sehr viele alltägliche Dinge Handy-Apps nutzen - etwa für Lebensmitteleinkäufe, Arzttermine, Stromrechnungen oder Kleinkredite. Demgegenüber wüssten westliche Unternehmen über ihre Nutzer meist nur, was sie über Google, YouTube, Facebook oder Amazon tun.

Dass das oft nicht reicht, weiß auch der deutsche Manager Chris Reitermann, Chef der US-amerikanischen Werbeagentur Ogilvy in Peking. Chinesische Nutzer würden ihre privaten Daten sehr bereitwillig gegen konkrete Dienstleitungen und andere Vorteile eintauschen. Nutzer in den USA und Europa legten hingegen mehr wert auf privaten Datenschutz. Das Ergebnis stellt sich für Reitermann so dar: "In vielen Bereichen hat China heute die Technologieführerschaft. Eine Reise aus China in die USA oder nach Europa fühlt sich wie eine Reise in die Vergangenheit an."

Das führt unweigerlich zu der erschütternden Frage: :cry: Verliert der Westen den Anschluss?


Datenhandel
Video: Du bist das Produkt.
Ein Film von Studenten der DHBW Mannheim

https://www.diagnose-funk.org/publikati ... ewsid=1310

Die SmartCity-Pläne, die gegenwärtig in allen Kommunen geschmiedet werden, dienen v.a. dazu, Daten zu sammeln. BigData soll die Grundlage der Steuerung aller politischen und sozialen Vorgänge werden. Die Privatsphäre wird aufgehoben, der Bürger gläsern. Was das bedeutet, stellen Studierende des Lehrstuhls von Prof. Gerald Lembke (Mannheim) in einem Video dar.
Ein wunderbarer Film der StudentInnen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim im Rahmen eines Medienprojektes von Prof. Dr. Gerald Lembke 2018.


Solche Sorgen gab's schon länger.
Offenbarung, 13
(16) Und es macht, daß die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte-allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, (17) daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens.

mehr: https://bibeltext.com/l12/revelation/13.htm

Re: Smarte graue Überwachungswelt

von conviva » 29. September 2018 20:47

Lebensversicherer verlangt, dass Kunden Fitness-Tracker nutzen
Zeitenwende: Ein traditionsreicher Konzern in Amerika bietet keine klassische Lebensversicherung mehr an. Verbraucher müssen künftig mehr von sich preisgeben.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/d ... intPreview
Fundstelle: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/newsblog, 24.09.2018

In China ist man direkter und etabliert gleich ein "Sozialkreditsystem".

Statistik ist ein Kunst, mit der man manches begründen kann.
Insgesamt hätten Teilnehmer an Vitality-Programmen eine um 13 bis 21 Jahre höhere Lebenserwartung als andere Versicherte, und die von ihnen verursachen Kosten für Krankenhausaufenthalte seien um 30 Prozent niedriger.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/d ... intPreview
Wie wurde geprüft, ob die Teilnehmenr am Programm v.a. diejenigen waren, die mit besserer Vitalität ausgestattet sowieso mehr Sport machen, seltener krank werden und sich deshalb bessere Chancen ausrechnen mit dem Programm Vergütungen zu ergattern und sich selbst zu bestätigen als jene, die weniger vital sind, daher weniger Sport machen und sich daher weniger Vorteilsmitnahme versprechen?

Re: Smarte graue Überwachungswelt

von conviva » 26. März 2018 14:03

Die Dauerbestrahlung wird so viele Leute kirre machen, dass vielfach nichts rechtes mehr zustande gebracht werden wird (s. BER usw), Strahlung reduzieren schon gar nicht. Verblödung propagiert sich selbst.

Re: Smarte graue Überwachungswelt

von Eva Weber » 25. März 2018 18:33

conviva hat geschrieben: Yu Ganqing ist genervt, dass er heute ins Bürgeramt muss. Seine Arbeit unterbrechen, Dinge liegenlassen. Aber anders geht es nicht. Yu Ganqing benötigt eine Bescheinigung über seine "soziale Vertrauenswürdigkeit". Das Führungszeugnis muss sich der 30-Jährige auf dem Bürgeramt in Rongcheng ausdrucken lassen. Es enthält einen Punktestand. Diese Benotung errechnen die Behörden mit einem weltweit beispiellosen Sozialkredit-System, das die kommunistische Führung bis 2020 in ganz China einführen will. Es trennt zwischen guten und schlechten Bürgern. "Ich brauche das Papier, um den Kredit für eine Wohnung zu beantragen", sagt der Angestellte.
Nebenbei, bei uns ist bekannt, dass ältere Bürger trotz untadeliger Lebensführung, sicherer Einnahme, keine Schulden, sogar mit Besitz, also eigentlich mit einem guten Punktekonto, keine Chance haben einen Bankkredit zu bekommen. Auch nicht, wenn sie sich stets sozial engagierten. Liest man immer wieder in den Zeitungen.

Und nun zum eigentlichen Thema: Ich meine sogar, dass das chinesische Volk, diese Art der Bevormundung von Mao her noch in sich trägt, also ihm gar nichts Unbekanntes widerfährt. Es ist eine andere Mentalität in der der Einzelne eigentlich als relativ unwichtig angesehen wird. Vielleicht kommt es auch von der großen Bevölkerungsdichte, dass der einzelne Mensch nahezu nichts ist. Durch dieses Punktesystem, dem keiner entfliehen kann, ist es möglich, mit der Zeit höher zu kommen und sich vielleicht sogar Ansehen zu erwerben. Daher m.E. die große Zustimmung.

Zu befürchten ist aber, dass diese Bevormundung und Totalüberwachung nicht nur in China - dort findet dies sogar Befürwortung - sondern weltweit Schule macht. Bei uns monieren noch ab und zu Datenschutzbeauftragte, aber das könnte sich ändern mangels Interesse der breiten Bevölkerung. Die meisten Nutzer finden auch hier zu Lande nichts dabei, wenn sie überall mit allem Möglichen irgendwo registriert sind. Ein Hinweis auf die mittlerweile fortschreitende Durchsichtigkeit des Bürgers wird meistens so beantwortet: Ich habe doch nichts zu verbergen. Das ist eben unsere Zeit! Wenn in 10-15 Jahren heute junge stets mit Funktechnik Beschäftigte und Bestrahlte übernehmen, findet wahrscheinlich keiner mehr etwas dabei, wenn ihm eine Stimme im voraus sagt, was er übermorgen tun wird! Sie setzen sich jetzt schon ganz bewusst eine Siri oder Alexa ins Haus. Und so etwas macht sie happy, schon allein deswegen, weil es eine Supertechnik ist und weil man "in" ist. Lange ist es her, aber ich bedauerte dereinst die Bewohner der DDR, denn sie wussten nicht, ob und wo im Haus eine Wanze sitzt.

Ich musste kürzlich in die Stadt. Termin nicht anders möglich als frühmorgens. Also öffentliche Verkehrsmittel zur Hauptverkehrszeit. Voller konnte der Bus nicht sein. Mir gegenüber zwei junge Leute, blass, total müde, langsam am Smartphone wischend. Neben mir eine junge Dame das selbe. Über mir Smartphones durch stehende Fahrgäste. Smartphones wohin ich auch sah. Eine Horrorfahrt fast eine halbe Stunde wobei mir schier der Kopf platzte. Stoische, abwesende, müde Menschen. Ich denke, dass man sie bald völlig in der Hand hat, wenn es nicht schon gänzlich der Fall ist.

Da ist China nicht weit. Nur solch offene Fleißpunkte, wie in China kann man sich hier nicht vorstellen. Das könnte doch auch so sein, dass einer gute Berufschancen hat und der Andere nicht, trotz Ehrlichkeit und Fleiß. Er wird kaum dahinterkommen, was über ihn irgendwo gespeichert ist bzw. ein Logarithmus ermittelt hat. Wenn dieses System nicht vorher zusammenbricht, dann ade schöne Welt! Ganz abgesehen davon, dass Mensch und Umwelt krank werden.

Eva Weber

Re: Smarte graue Überwachungswelt

von conviva » 25. März 2018 14:15

Chinas SozialkreditsystemBis 2020 möchte China ein System aufbauen, das das Verhalten seiner Bürger bewertet. Alle Informationen über jeden Bürger sollen in einer Datenbank zusammen gefasst werden: Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten und soziales Verhalten. Chinas Kommunistische Partei möchte damit den moralisch einwandfreien und ehrlichen Bürger schaffen.
Podcast 25:07 Min. http://www.hr-inforadio.de/podcast/die- ... 23158.html

Hörenswert! Sie meinen es ernst, ggf. auch todernst.
Möglicherweise wird das ohne Handyzwang auf Dauer nicht durchführbar sein.
Weitere Berichte:

Digitale Belohnung und Bestrafung
Die chinesische Regierung baut ein lückenloses "Sozialkredit-Punktesystem" zur Belohnung und Bestrafung des Sozialverhaltens ihrer Bürger auf. Wer in einer Bewertung schlecht abschneidet, kann in allen Lebensbereichen eingeschränkt werden.

http://www.manager-magazin.de/politik/a ... 94590.html

China schafft digitales Punktesystem für den "besseren" Menschen
Ein digitales Punktekonto soll flächendeckend in China eingeführt werden und gute von schlechten Bürgern unterscheiden. Die soziale Bewertung des Einzelnen hat jedoch weitreichende Konsequenzen für sein Leben. Viele Chinesen finden es trotzdem gut.
Yu Ganqing ist genervt, dass er heute ins Bürgeramt muss. Seine Arbeit unterbrechen, Dinge liegenlassen. Aber anders geht es nicht. Yu Ganqing benötigt eine Bescheinigung über seine "soziale Vertrauenswürdigkeit". Das Führungszeugnis muss sich der 30-Jährige auf dem Bürgeramt in Rongcheng ausdrucken lassen. Es enthält einen Punktestand. Diese Benotung errechnen die Behörden mit einem weltweit beispiellosen Sozialkredit-System, das die kommunistische Führung bis 2020 in ganz China einführen will. Es trennt zwischen guten und schlechten Bürgern. "Ich brauche das Papier, um den Kredit für eine Wohnung zu beantragen", sagt der Angestellte.


Wem es bis hier noch nicht übel ist, findet hier mehr: https://www.heise.de/newsticker/meldung ... ?seite=all

Die Folgen für andere Gesellschaften weltweit sowie deren Beziehungen zu China werden beträchtlich sein. Denn gerade Chinesen im Ausland sollen sich mindestens ebenso "anständig" verhalten. Mit welchen Menschen aus und in China werden es Menschen aus anderen Weltregionen künftig zu tun haben. Wie wahnsinnig muss eine Herrschaftsclique sein, diese Totalüberwachung zu versuchen. Hybris pur. Aber anscheinend ist dies aus deren Sicht unvermeidbar, weil ausweglos, wenn die Art der Machtausübung erhalten werden soll, wie sie die zur Herrschaft gekommenen zum Wohle des Volkes auszuüben gedenken.

Schon heute kommen Agenten zu Verantwortlichen von NGO oder Redaktionen außerhalb Chinas (!), um ihnen "bessere", Informationen anzubieten, wenn die von diesen Stellen verbreiteten Informationen nicht im Sinne der chinesischen Regierung sind.

Wurde vor einiger Zeit nicht auch ein australischer Elektroingeneur bei der WHO mit besseren Informationen vorstellig ... :o

Smarte graue Überwachungswelt

von conviva » 14. Dezember 2017 17:49

https://www.wired.de/collection/life/ch ... d-effektiv
Ein Reporter der BBC hat sich in China als Verdächtiger in eine Überwachungsdatenbank eintragen lassen. Dann machte er einen Spaziergang. Sonderlich lange dauerte das Experiment nicht.

Die Volksrepublik China besitzt das weitreichendste Überwachungsnetz der Welt. Die Bevölkerung des Landes wird derzeit von 170 Millionen Kameras observiert. In den nächsten zwei Jahren soll sich diese Zahl mehr als verdoppeln. Viele davon sind schon mit Technologie zur Gesichtserkennung ausgestattet und mit Datenbanken gekoppelt, die mit Bildern von Verdächtigen, Verbrechen, gesuchten Personen aber auch unbescholtenen Bürgern gefüttert sind. Niemand soll in der Öffentlichkeit unbeobachtet bleiben. Wie schnell und vor allem effizient dieses System schon jetzt funktioniert, hat ein Experiment des BBC-Korrespondeten John Sudworth gezeigt.

In der 3,4-Millionen-Stadt Guiyang ist jeder Einwohner mit einem biometrischen Lichtbild bei der Polizei registriert. In der Überwachungszentrale der Metropole hat sich Sudworth als „Verdächtiger“ zur Testfahndung ausschreiben lassen. Dafür wurde einfach eine Aufnahme seines Gesichts ins Überwachungssystem eingespeist und die Suche aktiviert. Dann wollte der Brite einen Spaziergang durch die Stadt wagen, um zu überprüfen, wie lange er unentdeckt bleibt. Nach nur wenigen Minuten wurde er vom System, das die Bilder der unzähligen Überwachungskameras parallel auswertet, identifiziert. Nach sieben Minuten hatten ihn mehrere Beamte an einem Busbahnhof eingekreist.

Derzeit plant die Regierung in Peking gleichsam ein Bewertungssystem, das alle chinesischen Bürger mit einem Punktestand versehen soll. Dazu könnte künftig auch die allgegenwärtige Kameraüberwachung beitragen. Wer über eine rote Ampel fährt, könnte Minus-Punkte kassieren. Wer hingegen mit dem Rad zum Einkaufen geht, könnten Plus-Punkte einfahren.


Bereits seit mehreren Jahren wird in China die Überwachungstechnologie stark vorangetrieben, wobei vergleichsweise wenig Sorge um Datenschutz besteht. Wie die Polizistin Xu Yan im BBC-Bericht angibt, würden zwar sämtliche Informationen der Bürger in einer Datenbank gespeichert, aber schließlich „nur genutzt, wenn wir sie brauchen“ oder die Betroffenen „unsere Hilfe benötigen.“
Hierzulande soll man bald ohne Smartphone, Smarthome, Smartmeter etc. nicht mehr leben und nur mit Sondererlaubnis ohne automatisiertes Auto fahren können. Schülerleistungen werden nach einem Diagnosesystem ausgewertet, künftige Fähigkeiten prognostiziert und die Leistungsdaten in Datenbanken für vielfach mögliche Auswertungen eingespeist.
Uns helfe Gott helfe uns!

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