von Erwin » 15. August 2020 19:04
Beobachter hat geschrieben: ↑15. August 2020 10:01
Erwin hat geschrieben: ↑14. August 2020 23:15
Beobachter hat geschrieben: ↑14. August 2020 13:50
Stellen Sie in Frage, dass es eine Bedeutung hat, was in der Leber der Mäuse in der Studie ankam?
Nein, ich kenne von der Studie nur den Abstract. Mein Hinweis bezieht sich auf das Handy am Ohr. Wenn es dort ist, kommt an der Leber wegen dem ungleich größeren Abstand und der Dämpfung durch Körpergewebe nur ein winziger Bruchteil von dem an, was das Ohr abkriegt. Heißt: Niemand muss Leberschäden befürchten, wenn er sein Handy benutzt.
In der Schlussfolgerung im Abstract wird Vorsicht empfohlen.
Ja, aber nicht wegen Handy am Ohr, sondern wegen einer Ganzkörperbefeldung der Versuchstiere mit WiFi, wodurch dem einwirkenden Funkfeld 0,01 W/kg Leistung entzogen wird, also 1/8 des für Menschen gültigen Ganzkörpergrenzwert von 0,08 W/kg. Klar, auch Handys haben WiFi, nur, da sind wir uns inzwischen ja einig, dann dürfen Sie nicht den Grenzwert der Ganzkörperbefeldung als Maßstab nehmen, sondern den der Teilkörperbefeldung (2 W/kg am Kopf), wobei zu beachten ist, dass WiFi mit maximal 100 mW Strahlungsleistung niemals 2 W/kg Leistung dem Funkfeld entziehen kann. Der hohe Wert von 2 W/kg wird nur mit Mobilfunk (GSM900) bei maximaler Sendeleistung (2 W) entzogen.
Zu beachten ist außerdem, dass SAR-Werteangaben stets Mittelwerte sind, welche Spitzenwerte bei den Ratten in der Leber aufgetreten sind ist dem Abstract nicht zu entnehmen. Und nicht zuletzt ist es natürlich richtig, dass sich Tierstudien nicht 1:1 auf Menschen übertragen lassen. Das ist im konkreten Fall schon wegen der Körperabmessungen einleuchtend. Weil eine Ratte im Vergleich zu einem Menschen klein ist, kriegt die Rattenleber viel mehr Strahlung ab als die Leber eines Menschen bei gleich starker Befeldung, da beim Menschen zwischen Haut und Leber erheblich mehr Muskel-, Fett- und anders Körpergewebe durchdrungen werden muss, bevor die Strahlung die Leber erreichen kann. Auf diesem Weg wird die Strahlungsstärke stark reduziert
Heißt im Klartext, auch wenn manche das nicht wahr haben wollen, wenn eine Ratte bei 0,01 W/kg Leberschäden davon trägt, heißt dies noch lange nicht, dass dies auch beim Menschen so ist. Die beiden ägyptischen Autoren sehen dies zwar anders, Ägypter haben jedoch auch anderweitig Einschätzungen, die Westeuropäer befremden. So sind 43 Prozent der ägyptischen Männer davon überzeugt, dass Frauen es mögen, sexuell belästigt zu werden. Oder: 70 Prozent der Ägypter (66,2 Mio.) und 56 Prozent der Ägypterinnen befürworten die weibliche Genitalverstümmelung (
Quelle). Ich würde das Votum der beiden Studienautoren nur mit größter Vorsicht interpretieren, solange Ihnen keine Details der Studie vorliegen. Besorgen Sie sich ggf. diese Details für 41,5 Dollar, dann können wir weiter reden.
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Stellen Sie in Frage, dass es eine Bedeutung hat, was in der Leber der Mäuse in der Studie ankam?
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Nein, ich kenne von der Studie nur den Abstract. Mein Hinweis bezieht sich auf das Handy am Ohr. Wenn es dort ist, kommt an der Leber wegen dem ungleich größeren Abstand und der Dämpfung durch Körpergewebe nur ein winziger Bruchteil von dem an, was das Ohr abkriegt. Heißt: Niemand muss Leberschäden befürchten, wenn er sein Handy benutzt.[/quote]
In der Schlussfolgerung im Abstract wird Vorsicht empfohlen.[/quote]Ja, aber nicht wegen Handy am Ohr, sondern wegen einer Ganzkörperbefeldung der Versuchstiere mit WiFi, wodurch dem einwirkenden Funkfeld 0,01 W/kg Leistung entzogen wird, also 1/8 des für Menschen gültigen Ganzkörpergrenzwert von 0,08 W/kg. Klar, auch Handys haben WiFi, nur, da sind wir uns inzwischen ja einig, dann dürfen Sie nicht den Grenzwert der Ganzkörperbefeldung als Maßstab nehmen, sondern den der Teilkörperbefeldung (2 W/kg am Kopf), wobei zu beachten ist, dass WiFi mit maximal 100 mW Strahlungsleistung niemals 2 W/kg Leistung dem Funkfeld entziehen kann. Der hohe Wert von 2 W/kg wird nur mit Mobilfunk (GSM900) bei maximaler Sendeleistung (2 W) entzogen.
Zu beachten ist außerdem, dass SAR-Werteangaben stets Mittelwerte sind, welche Spitzenwerte bei den Ratten in der Leber aufgetreten sind ist dem Abstract nicht zu entnehmen. Und nicht zuletzt ist es natürlich richtig, dass sich Tierstudien nicht 1:1 auf Menschen übertragen lassen. Das ist im konkreten Fall schon wegen der Körperabmessungen einleuchtend. Weil eine Ratte im Vergleich zu einem Menschen klein ist, kriegt die Rattenleber viel mehr Strahlung ab als die Leber eines Menschen bei gleich starker Befeldung, da beim Menschen zwischen Haut und Leber erheblich mehr Muskel-, Fett- und anders Körpergewebe durchdrungen werden muss, bevor die Strahlung die Leber erreichen kann. Auf diesem Weg wird die Strahlungsstärke stark reduziert
Heißt im Klartext, auch wenn manche das nicht wahr haben wollen, wenn eine Ratte bei 0,01 W/kg Leberschäden davon trägt, heißt dies noch lange nicht, dass dies auch beim Menschen so ist. Die beiden ägyptischen Autoren sehen dies zwar anders, Ägypter haben jedoch auch anderweitig Einschätzungen, die Westeuropäer befremden. So sind 43 Prozent der ägyptischen Männer davon überzeugt, dass Frauen es mögen, sexuell belästigt zu werden. Oder: 70 Prozent der Ägypter (66,2 Mio.) und 56 Prozent der Ägypterinnen befürworten die weibliche Genitalverstümmelung ([url=https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sexuelle-belaestigung-in-aegypten-fast-jede-frau-betroffen-a-1183910.html]Quelle[/url]). Ich würde das Votum der beiden Studienautoren nur mit größter Vorsicht interpretieren, solange Ihnen keine Details der Studie vorliegen. Besorgen Sie sich ggf. diese Details für 41,5 Dollar, dann können wir weiter reden.