Elisabeth Buchs hat geschrieben: ↑3. Mai 2005 18:20
Bei den Nirmed-Publikationen (
www.nirmed.org) findet man das Nirmed-Positionspapier TNO-Studie vom August 2004 und dort folgende interessante Empfehlungen der NIRMED-Aerzte mit Prof. Berz und Prof. Gebbers von der "Aerztlichen Sprechstunde Mobilfunk" zur Replikation der TNO-Studie:
Zuerst nur männliche Probanden von 20 bis 40 Jahren mit Einschlusskriterien wie normale Schilddrüsenfunktion, Leberfunktion, Nichtraucher etc.
"Psychoprofil" jedes Probanden, gründliche klinische Laboruntersuchung, Erhebung von Blutdruck, Adrenalin- und Cortisolwerten.
Elektrosensiblen-Gruppe ebenfalls aus männlichen Probanden
Ausschluss anderer Stressfaktoren
Vermeidung von Exposition durch andere elektromagnetische Felder
Frage, ob Probanden das Vorhandensein eines Feldes "gespürt" haben
Es fehlt auch Hintergrundinformation, die erklären kann, warum Veränderungen in den untersuchten Fähigkeiten gesundheitliche Relevanz besitzen sollen.
Die wissen nämlich genau, worauf zu achten wäre, dass bei dieser Studie durch strenge Ausschlusskriterien möglichst wenig „gefunden“ würde und geben sogar Empfehlungen heraus, ganz auf die Replikation zu verzichten, wohl weil sie dennoch „kalte Füsse“ bekommen haben und um ihre UMTS-Antennen fürchten. Auch mit den verwendeten UMTS-und GSM-Signalen liesse sich vermutlich das Ergebnis beeinflussen und sollte beobachtet werden.
Dass junge gesunde Männer zu den beliebtesten Probanden zählen, wenn nichts gefunden werden soll, ist bekannt. An den Ausschlusskriterien erkennt man, dass sie vermutlich wissen, dass Frauen, über 40- jährige (die über 60-jährigen sind ausgeschlossen worden), Menschen mit beispielsweise eingeschränkter Leberfunktion, Menschen mit sonst stressbelastetem Leben, die durch andere elektromagnetische Felder exponiert sind, weniger belastbar wären. Und noch etwas, wenn sich gefundene physiologische Veränderungen nicht mehr abstreiten lassen, kommt die Befürworterseite nun damit, das besitze keine gesundheitliche Relevanz. Zum „Spüren“ eines elektromagnetischen Feldes: auch Menschen, welche die Felder nicht bewusst wahrnehmen, können davon krank werden wie mein Kollege, der nicht sagen kann, ob ein Feld da ist oder nicht, jedoch mit immer eingeschränkterer Leistungsfähigkeit und chronischer Müdigkeit darauf reagiert.
Beim Lesen dieses NIRMED-Positionspapiers kommt mir „Pervertierung des Aerztegelöbnisses“ in den Sinn, Aerzte, die Ihre Kompetenz nicht zum Wohl der Menschen einsetzen, sondern zu dessen Gegenteil.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs