TA-Leserbrief : UMTS lastet auf der Volksgesundheit

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TA-Leserbrief : UMTS lastet auf der Volksgesundheit

von la vie pure » 25. September 2005 13:14

Liebes Gigaherz-Forum,
hier sei mein vollständiger Leserbrief veröffentlicht, den der Tagi am Do 22 Sep 2005 abgedruckt hat. Zu Gunsten einer Bebilderung hat der Tagi leider den Text gekürzt - hier nun die ungekürzte Fassung:



Leserbrief zum Artikel „UMTS lastet auf Profitabilität“, TA vom 19.9.2005

UMTS lastet auf der Volksgesundheit


Swisscom-Mobile-Chef Carsten Schloter beklagt sich im Interview „Wir haben Jahr für Jahr einen dreistelligen Millionen-Betrag verloren...“; weiter „Es (UMTS) macht unser Geschäft bestimmt nicht rentabler“.

Bei solchen Aussagen komme ich als Mitglied dieses sonderbaren Gesellschafts- und Wirtschaftssystems nun gar nicht mehr draus. Dass rücksichtslose Akteure (frei! von Regulierungen) mit entfesselter Gewinngier wortwörtlich „über Leichen gehen“ ist nichts neues.

Mit UMTS durchleben wir nun eine ganz neue Dimension rücksichtslosen Verhaltens: Obwohl UMTS nicht einmal rentiert, stürzt es alle Menschen, die sich im Umkreis von 400 m einer Antennenanlage aufhalten, in ein mehrfaches Krebsrisiko.

Zum Glück haben Jens Alder und Carsten Schloter ihren Wohnsitz so gewählt, dass die nächste UMTS-Antennenanlage gute 1,5 km entfernt ist. So ein Privileg hat nicht jeder von uns, wie auf der vom BUWAL angegebenen Internet-Seite www.funksender.ch nachgeschlagen werden kann.

Weiter schreibt das BUWAL in seiner Broschüre „Elektrosmog und Gesundheit“: „Weil die Wissenschaft nicht abschätzen kann, wie schädlich diese Effekte (nichtionisierender Strahlung auf die menschliche Gesundheit) sind, ist Vorsicht das beste Rezept.“

Aber wer müsste nun Vorsicht walten lassen? Etwa all die Menschen, die gar nicht per TV-Handy dabei sein wollen, wenn irgendwo grad ein Elfmeter aufs Tor geschossen wird? Oder nicht eher der Gesetzgeber, der verantwortungslos die heikle Frage Experten überlassen hat.

Die Grenzwerte sind faktisch „Erlaubniswerte“, die vielleicht gar um das Hundertfache zu hoch angesetzt sind. Weil es anders gar nicht möglich wäre, Mobiltelefonie unterbruchsfrei (und somit kompetitiv) zu betreiben.

Swisscom, Sunrise und Orange sei gesagt: Die beklagten „Verluste“ werden alles Dagewesene übersteigen. Das Worst-case-Szenario könnte schon bald bittere Realität werden:

Massiver Anstieg von Neuerkrankungen bei Leukämie, Gehirntumoren, beim Nerven- und Fortpflanzungssystem. Ferner bei den typischen Funkfrequenzkrankheiten wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Übelkeit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Störungen der Sinnesorgane.

Kein einziger Mobile-TV-Penalty, Musik- oder Game-Download ist es wert zu riskieren, dass ein einziger Mensch deswegen in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird oder gar sterben muss. Traurige Realität: Ein rasant wachsender Teil der Bevölkerung ist landesweit und flächendeckend unfreiwillig Opfer hochfrequenter Strahlung. Braucht es Tausende Tote bis die Politik endlich eingreift?

Andreas Witschi, Bremgarten

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