Austria: Schulen sollen handyfrei werden

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Re: Austria: Schulen sollen handyfrei werden

von Evi » 19. Oktober 2005 13:38

Aha, Schuldirektoren in Österreich bringen also fertig, was Gefängnisdirektoren offenbar nicht zustande bringen: ein Handyverbot.
Auch die Schulleitungen in der Schweiz könnten sich hier ein Beispiel nehmen. Und zwar nicht nur wegen der ständigen Störungen, wegen der Unaufmerksamkeit der Schüler und wegen der Schummelmöglichkeiten. Im Vordergrund steht der gefährliche genotoxische Effekt, der die Gesundheit der Kinder und Jugendliche bedroht. Wenn dieser schon kein Thema für Eltern zu sein scheint, die den Wünschen ihres Nachwuchses nach einem Handy ohne Sorge um dessen Gesundheit nachgeben, so macht es doch jetzt die Schule vor und leistet ihren Beitrag.

Evi

Apropos Gefängnis: Es dürfte doch für Gefängnisinsassen hinter Gittern bei weitem schwieriger sein, in den Besitz eines Handys zu gelangen als für Schüler. Hier geht es also, warum dort nicht?

Austria: Schulen sollen handyfrei werden

von The Future's black » 19. Oktober 2005 13:17

Schulen sollen handyfrei werden

An vielen Pflichtschulen wird das Handy-Verbot bereits praktiziert – aus Gesundheitsgründen und um ein "Schummeln" per SMS zu verhindern.

http://kurier.at/chronik/1148508.php
http://www.kurier.at/chronik/1148508.php

Wiens Schulärzte haben gesprochen. Geht es nach ihnen, werden alle Schulen zu handyfreien Zonen. Die Schulärzte empfehlen den Schuldirektoren, ein Handyverbot in die Hausordnungen aufzunehmen. Denn die Handy-Strahlung könne jungen Menschen schaden, was nicht erwiesen ist. Andererseits fehlt aber auch der klare Gegenbeweis. Also meinen die Schulärzte: "Sicher ist sicher!"

Die kürzlich ausgesprochene Empfehlung der Schulärzte wurde in einem Kreis von AHS-Schuldirektoren bei einer Dienstbesprechung mit dem Schulärztlichen Dienst zunächst mündlich getätigt. Begründet wurde sie mit dem Vorliegen einer Studie, die einen negativen Effekt der Mobilfunkstrahlen speziell auf junge Menschen befürchtet.
Die Mobilfunkbetreiber wiesen diese Studie zurück und verwiesen darauf, dass alle WHO-Richtlinien eingehalten würden. Dennoch nahm die Wiener Ärztekammer ebendiese Studie im Sommer zum Anlass für Warnungen vor dem übermäßigen Handy-Gebrauch. Logischerweise stellten sich die Schulärzte auf den selben Standpunkt.

Gentoxischer Effekt

Nun wurde aus der mündlichen Empfehlung eines Handy-Verbots eine schriftliche: Der Stadtschulrat erklärte sich "gern" bereit, die Empfehlung schriftlich an die AHS-Direktoren weiterzuleiten. In diesem Schreiben steht: "Eine kürzlich präsentierte Studie weist eindeutig einen gentoxischen Effekt von Mobilfunkstrahlen nach. Daher hat die Wiener Ärztekammer. . . ausdrücklich vor übermäßigem Handy-Telefonieren vor allem bei Kindern gewarnt. . . Solange nicht eindeutig das Gegenteil bewiesen ist, empfehlen wir die Schulordnung/Hausordnung ihrer Schule zu überprüfen und wenn möglich ein Handyverbot auszusprechen. Sicher ist sicher!" Des Weiteren zählt das auf Stadtschulrat-Papier verschickte Schreiben Empfehlungen der Ärztekammer zum Gebrauch von Handys.

"Die Empfehlung gilt natürlich auch für die Pflichtschulen", erklärt man im Stadtschulrat. Die praktizieren ein Handy-Verbot – mehr oder weniger streng – seit geraumer Zeit.

Schaumgebremst wendet es Direktor Jürgen Peters von der Franz-Jonas-Europaschule in der Floridsdorfer Deublergasse an: "Bei uns darf man ein Handy zwar mithaben – es muss aber unhör- und unsichtbar bleiben. Bei Verstößen wird das Handy kassiert und nur den Eltern ausgefolgt. Bei der Gelegenheit erkläre ich ihnen freundlich den Sinn des Verbots."



Artikel vom 18.10.2005 |KURIER-Printausgabe

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