von Elisabeth Buchs » 16. November 2005 20:06
Soeben habe ich ein Mail einer schwer betroffenen elektrosensiblen Frau erhalten, welche an den Publikumsrat und Frau Karlich geschrieben hat und diesen Brief ins Gigaherz-Forum stellen möchte. (Ausserdem habe ich nun die Telefonnnummer von Erika G. und werde nach unserem Kongress mit ihr Kontakt aufnehmen).
Sehr geehrte Frau Karlich,
gestern Nachmittag, 15.11.05, rief mich eine Bekannte an und sagte, dass gerade in Ihrer Sendung über Elektrosmog diskutiert würde und dass eine Elektrosensible über ihre Gesundheitsprobleme berichtet – das sei doch auch für mich interessant.
Ja, es ist für mich interessant, denn auch ich bin massiv betroffen.
Also schaltete ich sofort den Fernseher an – es war kurz nach 16 Uhr, die Sendung hatte schon angefangen.
Als interessierte Betroffene habe ich die unglaubliche Verspottung einer verzweifelten Elektrosmoggeschädigten Erika G. miterlebt – immer darauf wartend, dass Herr Dr. Oberfeld noch einmal das Wort erteilt bekommt.
Was Sie gestern veranstaltet haben, verehrte Frau Kahrlich, das war keine Talk-Show, das war ein Menschenversuch: Sie haben einen Menschen vorgeführt, der an einer politisch unerwünschten Erkrankung leidet. Damit dem Zuschauer blinden Auges eine Verknüpfung zur politisch gewünschten Diagnose „Neurasthenie“ bzw. „Hypochondrie“ möglich ist, wurden zwei weitere Krankheitsbilder vorgestellt, die – aus laienhafter Sicht – zum Thema
„Einbildung ist heilbar“ passten. Alle drei Krankheitsbilder wurden dann der Meute zum Fraß vorgeworfen. Die Meute bestand aus Ihren Experten der Gruppe „Hirn falsch gepolt“ und „Einbildung ist eine anerkannte Krankheit“, sowie aus Lebenskünstlern aus der Esoterikecke. Nichts gegen Esoterik – aber in diesem Fall ging es nicht um das seriöse Abfragen einer nicht einfach zu verstehenden Geheimlehre, sondern um die Erzeugung von Lächerlichkeit auf der ganzen Linie. Ihre Lebenskünstler einschließlich Ihrer Experten auf dem Gebiet der Hypochondrie haben Frau Erika G. mit Ratschlägen bombardiert, die unseriös und absolut lebensfremd sind.
Herr Dr. Oberfeld, der die Patientin Erika G. kannte, erfüllte mehr oder weniger eine Alibi-Funktion, die Sie durch rechtzeitigen Wortentzug unter Kontrolle hielten.
Nach einer Stunde dieses menschenverachtenden Abschaums bleibt bei mir folgender Eindruck zurück:
Ihre Veranstaltung von gestern Nachmittag wurde von der Mobilfunkindustrie gesponsert. Sie diente einzig und allein dem Zweck, die nicht gesellschaftsfähige Diagnose „Intoxikation durch Hochfrequenzstrahlung“ in aller Öffentlichkeit und mithilfe sog. Experten durch eine politisch erwünschte Erkrankung zu ersetzen.
Dadurch, dass ich dem Kind einen anderen Namen gebe, verändere ich noch lange nicht seinen Charakter:
Auch mein Lebensumfeld ist mittlerweile durch elektromagnetische Strahlung so belastet, dass ich quasi nur noch im Hochfrequenzstrahlenanzug vor die Tür gehen kann. (s. Bild) Glauben Sie, den trag ich zur Gaudi??! Oder weil ich mich weigere zu einem Facharzt für „Hypochondrie“ zu gehen und mich mit Psychopharmaka voll pumpen zu lassen?! Das habe ich alles hinter mir. Es hat leider nichts geholfen. Abhilfe und eine normale Lebensführung ist mir nur in einem Umfeld möglich, das frei von elektromagnetischer Strahlung ist.
Meine Bioelektronik kommt durch die Einwirkung der gepulsten Hochfrequenzen derartig durcheinander, dass mein Calcium-Spiegel (im Blut nachmessbar) bis zur Tetanie abfällt.
Da bleibt dann keine Zeit, um barfuß im Schnee zu tanzen oder Gitarre zu spielen, um die „negativen Energien“ zu vertreiben. Wenn sich aufgrund hochfrequenzinduzierter Hypokalziämie alle Muskeln bis hin zum Zwerchfell verkrampfen, da ist keine Zeit für Atemübungen und andere Experimente! Da hilft nur noch der Notarzt mit einer lebensrettenden intravenösen Calcium-Spritze – und zwar sofort - sonst Exitus.
Ich bewundere den Gleichmut und die milde Nachsicht, mit der Erika G. Ihrem arroganten Verhalten und der Überheblichkeit Ihrer Fachleute begegnete. Ich an Frau G.’s Stelle hätte die Veranstaltung sofort und unter Protest verlassen.
Mit freundlichen Grüßen
PS:
Verehrte Frau Karlich, fahren Sie doch einfach mal zu Familie Kind nach Dresden in die Alfred-Thiele-Straße, Hausnummer 40. Das Haus der Familie Kind bietet viel Platz, denn es steht leer. Platz genug für Sie und Ihre Fachleute mit dem netten „Sie-müssen-nur-gesund werden-wollen“-Lächeln. Auch dem lebenslustigen Johann wird das Barfußlaufen im Garten dieses Hauses vergehen. Bleiben Sie 14 Tage dort – im Hauptstrahl einer UMTS-Antenne. Und dann wiederholen Sie die obige Sendung mit den gleichen Leuten. Aber nicht schummeln – 14 Tage Dauerbestrahlung in dieser Größenordnung hinterlassen ihre dunklen Spuren – auch auf der hellsten Seele.
Soeben habe ich ein Mail einer schwer betroffenen elektrosensiblen Frau erhalten, welche an den Publikumsrat und Frau Karlich geschrieben hat und diesen Brief ins Gigaherz-Forum stellen möchte. (Ausserdem habe ich nun die Telefonnnummer von Erika G. und werde nach unserem Kongress mit ihr Kontakt aufnehmen).
Sehr geehrte Frau Karlich,
gestern Nachmittag, 15.11.05, rief mich eine Bekannte an und sagte, dass gerade in Ihrer Sendung über Elektrosmog diskutiert würde und dass eine Elektrosensible über ihre Gesundheitsprobleme berichtet – das sei doch auch für mich interessant.
Ja, es ist für mich interessant, denn auch ich bin massiv betroffen.
Also schaltete ich sofort den Fernseher an – es war kurz nach 16 Uhr, die Sendung hatte schon angefangen.
Als interessierte Betroffene habe ich die unglaubliche Verspottung einer verzweifelten Elektrosmoggeschädigten Erika G. miterlebt – immer darauf wartend, dass Herr Dr. Oberfeld noch einmal das Wort erteilt bekommt.
Was Sie gestern veranstaltet haben, verehrte Frau Kahrlich, das war keine Talk-Show, das war ein Menschenversuch: Sie haben einen Menschen vorgeführt, der an einer politisch unerwünschten Erkrankung leidet. Damit dem Zuschauer blinden Auges eine Verknüpfung zur politisch gewünschten Diagnose „Neurasthenie“ bzw. „Hypochondrie“ möglich ist, wurden zwei weitere Krankheitsbilder vorgestellt, die – aus laienhafter Sicht – zum Thema
„Einbildung ist heilbar“ passten. Alle drei Krankheitsbilder wurden dann der Meute zum Fraß vorgeworfen. Die Meute bestand aus Ihren Experten der Gruppe „Hirn falsch gepolt“ und „Einbildung ist eine anerkannte Krankheit“, sowie aus Lebenskünstlern aus der Esoterikecke. Nichts gegen Esoterik – aber in diesem Fall ging es nicht um das seriöse Abfragen einer nicht einfach zu verstehenden Geheimlehre, sondern um die Erzeugung von Lächerlichkeit auf der ganzen Linie. Ihre Lebenskünstler einschließlich Ihrer Experten auf dem Gebiet der Hypochondrie haben Frau Erika G. mit Ratschlägen bombardiert, die unseriös und absolut lebensfremd sind.
Herr Dr. Oberfeld, der die Patientin Erika G. kannte, erfüllte mehr oder weniger eine Alibi-Funktion, die Sie durch rechtzeitigen Wortentzug unter Kontrolle hielten.
Nach einer Stunde dieses menschenverachtenden Abschaums bleibt bei mir folgender Eindruck zurück:
Ihre Veranstaltung von gestern Nachmittag wurde von der Mobilfunkindustrie gesponsert. Sie diente einzig und allein dem Zweck, die nicht gesellschaftsfähige Diagnose „Intoxikation durch Hochfrequenzstrahlung“ in aller Öffentlichkeit und mithilfe sog. Experten durch eine politisch erwünschte Erkrankung zu ersetzen.
Dadurch, dass ich dem Kind einen anderen Namen gebe, verändere ich noch lange nicht seinen Charakter:
Auch mein Lebensumfeld ist mittlerweile durch elektromagnetische Strahlung so belastet, dass ich quasi nur noch im Hochfrequenzstrahlenanzug vor die Tür gehen kann. (s. Bild) Glauben Sie, den trag ich zur Gaudi??! Oder weil ich mich weigere zu einem Facharzt für „Hypochondrie“ zu gehen und mich mit Psychopharmaka voll pumpen zu lassen?! Das habe ich alles hinter mir. Es hat leider nichts geholfen. Abhilfe und eine normale Lebensführung ist mir nur in einem Umfeld möglich, das frei von elektromagnetischer Strahlung ist.
Meine Bioelektronik kommt durch die Einwirkung der gepulsten Hochfrequenzen derartig durcheinander, dass mein Calcium-Spiegel (im Blut nachmessbar) bis zur Tetanie abfällt.
Da bleibt dann keine Zeit, um barfuß im Schnee zu tanzen oder Gitarre zu spielen, um die „negativen Energien“ zu vertreiben. Wenn sich aufgrund hochfrequenzinduzierter Hypokalziämie alle Muskeln bis hin zum Zwerchfell verkrampfen, da ist keine Zeit für Atemübungen und andere Experimente! Da hilft nur noch der Notarzt mit einer lebensrettenden intravenösen Calcium-Spritze – und zwar sofort - sonst Exitus.
Ich bewundere den Gleichmut und die milde Nachsicht, mit der Erika G. Ihrem arroganten Verhalten und der Überheblichkeit Ihrer Fachleute begegnete. Ich an Frau G.’s Stelle hätte die Veranstaltung sofort und unter Protest verlassen.
Mit freundlichen Grüßen
PS:
Verehrte Frau Karlich, fahren Sie doch einfach mal zu Familie Kind nach Dresden in die Alfred-Thiele-Straße, Hausnummer 40. Das Haus der Familie Kind bietet viel Platz, denn es steht leer. Platz genug für Sie und Ihre Fachleute mit dem netten „Sie-müssen-nur-gesund werden-wollen“-Lächeln. Auch dem lebenslustigen Johann wird das Barfußlaufen im Garten dieses Hauses vergehen. Bleiben Sie 14 Tage dort – im Hauptstrahl einer UMTS-Antenne. Und dann wiederholen Sie die obige Sendung mit den gleichen Leuten. Aber nicht schummeln – 14 Tage Dauerbestrahlung in dieser Größenordnung hinterlassen ihre dunklen Spuren – auch auf der hellsten Seele.