Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und MCS

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Re: (Elektro)-Hypersensivität = Allergie?

von jochen » 3. Januar 2006 21:11

Nein, Amalgamprobleme haben Rinder nicht, es sei denn, sie kriegen auch Zahnplomben für ihre kaputten Zähne :-)
Trotzdem könnten sie schwermetallbelastet sein.
Googelt doch mal unter "Palladiumbericht" und lest mal.
Da werden seit Jahrzehnten und in zunehmendem Maß "hochpersistente Stoffe" in die straßennahe Atmosphäre emittiert.

Würde mich nicht wundern, wenn dies die Ursache für "chronische Intoxikationen" wäre, die dann zu Entzündungen im Organismus führen.

..und der wird dann " hypersensitiv" gegen Dinge, die ihn vorher überhaupt nicht gestört haben, z.B. Nahrungsmittel, Pollen, EMF...

Die Öffentlichkeit ktiegt nicht mal mit, wenn die Industrie ihren Chemie-Cocktail ändert und z.B. statt Platin Palladium in den Katalysatoren einsetzt.

DA gegen könnte man eigentlich auch mal protestieren. Müssen laut Gesetz nicht alle chemischen Stoffe, die auf die Bevökerung losgelassen werden, im Tierversuch als unbedenklich erklärt werden?

mfG
jochen

Re: (Elektro)-Hypersensivität = Allergie?

von Helmut Breunig » 28. Dezember 2005 09:05

Eine Gleichsetzung von Allergien gegenüber Nahrungsmitteln mit gesundheitlichen Störungen, die durch technische EMF hervorgerufen werden, halte ich für problematisch.

Zumiondest theoeretisch hatte die Menschheit in gewissem Grade die Möglichkeit, sich während der Evolution mit den als Nahrungsmittel dienenden Pflanzen auseinanderzusetzen und womöglich anzupassen.
Bei technischen EMF ist dies in keiner Weise der Fall.

Ausserdem konnten in früherer Zeit nicht Nüsse andauernd in grossen Mengen gegessen werden, einfach weil sie nicht zur Verfügung standen..

Bez. Allergien gegenüber Nahrungsmitteln ist die Frage offen, inwieweit sie eine Folgereaktion darstellen, d.h. durch andere Faktoren getriggert (veranlasst) werden als durch das Nahrungsmittel selbst.

Insofern bleibt auch für "ES" zu fragen, ob es sich dabei i.e.S. um eine "krankhafte" Allergie handeln kann.
Die Tatsache, auf EMF mit Symptomen zu reagieren, kann nicht von vorne herein als krankhaft bezeichnet werden.

Sonst wäre es auch möglich zu behaupten, dass die Entwicklung von Lungenkrebs u.a. Erkrankungen als Folge von aktivem und passivem Rauchen mit zu reagieren, selbst eine Krankheit sei.

Das oft gebrachte Arbument, dass die ganz überwiegende Zahl der "Elektrosenibilitäten" eine "Vorgeschichte" hätten, verfängt nicht, denn wer hätte keine?

Amalgamprobleme hatten immerhin die Rinder der Rinderstudien nicht.

Re: (Elektro)-Hypersensivität = Allergie?

von jochen » 27. Dezember 2005 14:30

...ist nicht auch dieser Vergleich naheliegend?
Manche Leute prahlen fast damit, daß es ihnen besser geht je mehr Mobilfunkantennen in ihrer Nähe stehen und andere werden schon durch eine einzige Antenne krank.
Bei Nahrungsmittelallergien ist es ja auch so,daß manche Leute ( ich z.B) Nüsse pfundweise essen könnten, und andere werden schon durch winzige, unsichtbare Spuren davon (z.B. in Schokolade) krank.
Könnte man Allergien nicht durch Hauttests nachweisen würde man sie vielleicht auch für Einbildung und Hypochondrie halten.

Re: "Elektrosensibilität" u.a. Erkrankungen

von Helmut Breunig » 27. Dezember 2005 12:33

Nicht nur "ES" scheint mir durch "Vorgeschichten" bei den einzelenen Betroffenen zumindest oft mitbedingt zu sein.
Das Bleibenzin, das die gesamte motorisierte Zivilisation sehr lange Zeit eingeatmet hat, scheint auch seine Spuren hinterlassen zu haben im Kollektiv.
Die Generation der Mobilfunkanbieter und -nutzer war über Eltern und selbst davon betroffen.
Dass Blei dumm machen kann, ist wissenschaftlich unumstritten.

Insofern stellt sich die Frage, wie hier Ansätze zu individueller Problemlösung und kollktive Entwicklungen zusammenhängen bzw. zusammenspielen können.

Umgekehrt wird eine Frage (noch?) zu selten gestellt:
In welchem Umfang sind an "üblichen" Krankheiten leidende Menschen auch gegenüber EMF reagibel (und zugleich allerdings nicht unbedingt sensitiv gegenüber den Feldern) d.h. es bestehen gut möglich bisher unerkannte Wecheslwirkungen mit Expositionen.

Wieso wird zu einem Zeitpunkt, zu dem niemand die biologisch-medizinischen Zusammenhänge umfänglich zu überblicken in der Lage ist, von Elektro-Hyper-Sensibilität gesprochen werden?
Für die Bewertung "Hyper-" braucht man einen Massstab, dieser ist aber noch gar nicht erarbeitet.
Insofern liegt auch der Verdacht nahe, dass damit von vorne herein eine "Ausgrenzungsterminologie" geschaffen wurde.
Dies stellt für mich die Berechtigung der Benutzung dieses Bergriffs in Frage.

Ich setelle daher auch in diesem Forum die Frage und Bitte, die Bildung und die Einführung dieses Begriffs zu klären.
Für Hinweise jeglicher Art, die auf dem Weg zu einer Klärung hilfreich sein könnten, wäre ich dankbar.

Helmut Breunig

Re: Omega3-Öle

von Carlo » 25. Dezember 2005 15:07

Hallo Charles,

> Omega 3 gibt es auch in bestimmte Öle, wie z.B. RapsÖl oder LeinsamenÖl.
> Wir nehmen so zweimals Tags einen Schluck aus der Flasche.

Diese Pflanzenöle enthalten aber nur die Vorstufe (Alpha-Linolensäure ALA) der eigentlich entzündungshemmenden Eicosapentaensäure EPA. ALA wird zu höchstens 10% in EPA umgewandelt, und auch nur wenn man genug von diversen Vitaminen und Mineralstoffen hat, die für die Umwandlung nötig sind (das ist bei vielen Leuten nicht erfüllt). Für die Tagesdosis EPA müsste man also mindestens 22 Gramm Leinöl trinken, für die therapeutische Dosis etwa 66-132 Gramm -- schon an der Grenze der erträglichen Gesamtfettmenge... Bei Rapsöl bräuchte man die 7-fache Menge, kann man also vergessen...
Fischöl ist eher zu empfehlen, da es direkt EPA enthält. Aber die handelsüblichen Kapseln sind so tief dosiert, dass man etwa 20 pro Tag nehmen müsste. :-(

Gruss,
Carlo

Re: Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und MCS

von charles claessens » 24. Dezember 2005 14:06

Hallo Carlo,

Omega 3 gibt es auch in bestimmte Öle, wie z.B. RapsÖl oder LeinsamenÖl.
Wir nehmen so zweimals Tags einen Schluck aus der Flasche.
Die werden hier sogar mit Omega3 Werbung in Supermarkte verkauft.

Nur Menschen mit eine Vorgeschichte werden Elektrosensible oder bekommen MCS.
Wenn man das Buch von Cutler, *Aamalgam Illness* liest, wird es deutlich welche Sorten und Arten von Krankheiten man alleine schon vom Queckselber bekommen kann.
Das Problem ist die Ausscheidung der schädliche Stoffe und Toxinen.
Speziell MCS Patienten können ihre Toxinen nicht los werden, und die häufen sich immer wieder im Körper auf.

Man soll sich www.bioray2000.com mal ansehen. Die haben NDF, welches Quecksilber gut ausleiten soll.

Seit eine Woche haben wir ein Fussbad, welche positive und negative Ionen anfertigt, welche durch Osmose verschiedene schädliche Stoffe aus den Körper ausleitet.
An die jeweilige Farben im Wasser kann man feststellen um was es sich handelt und woher sie kommen (Galle, Leber, Nieren, Gelenke, Lympfe, usw.)
Bis jetzt sind wir über die Resultate sehr zufrieden, obwohl es erst nach eine Woche ist. Man muss natürlich über eine längere Periode betrachten.
Erstaunlicherweise nimmt die Elektrosensibilität auch ab.
Ja, es gibt mehrere Wege, die zum Rom führen.


Charles Claessens

Re: Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und MCS

von Mungg » 24. Dezember 2005 07:34

Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang mit chronischen Infektionen. Stress belastet das Immunsystem. Da unser Organismus durch die Strahlen gestresst wird, wird er möglicherweise mit bisher für den Menschen in der Regel harmlosen Erregern (Viren und Bakterien) nicht mehr fertig. Das Immusystem wird chronisch aktiviert (siehe obigen Beitrag), was dann zu einer Vielzahl von Beschwerden führt.

Re: Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und MCS

von Carlo » 22. Dezember 2005 23:27

Entzündliche Prozesse hängen auch mit einem Mangel an Omega3-Fettsäuren und einem Überschuss an Omega6-Fetten in der Nahrung zusammen. Vielleicht könnt Ihr ja mal eine Umfrage diesbezüglich unter den Elektrosensiblen machen.

Mir ging's erheblich besser nach hohen Dosen Omega3. Gemeinerweise wurden diese durch eine von der Pharmaindustrie durchgedrückte neue EU-Richtlinie ab Sommer '05 verboten(!), und das infame BAG zog nach, obwohl wir nicht in der EU sind. Jetzt sind nurnoch stark unterdosierte Omega3-Präparate (1/10 der therapeutischen Tagesdosis) erlaubt. Also nichtmal, wer's weiss, darf gesund werden/bleiben...

Re: Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und MCS

von Helmut Breunig » 22. Dezember 2005 08:35

Die Parallelen gehen sogar so weit, dass man von MCS als einer weitern Eisbäreart sprechen könnte, die von einigen Kreisen am liebsten in der Wüste gesucht werden.

Re: Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und MCS

von mips » 21. Dezember 2005 22:47

Mir gegnüber hat kürzlich ein MCS- Betroffener ausgesagt, das gegen die Hälfte aller MCS- Betroffefn auch Elektrosensibel seien.

MCS- Betroffene kämpfen auch dafür, dass ihre Umweltkrankheit anerkannt wird und sind verzweifelt auf der Suche nach Orten an denen sie ein einigermassen beschwerdefreies Leben führen kennen.

Die Parallelen von MCS und EHS gehen sehr weit.

Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und MCS

von Elisabeth Buchs » 21. Dezember 2005 21:34

Aus "Objektivierungen von Erkrankungen in Folge von chronischen Intoxikationen", Tino Merz, Wolfgang Huber, Thilo M. Messerschmitt, Volker Remmers und Johannes Bohl
umwelt-medizin-gesellschaft/17/4/2004

Wegen der zentralen Rolle systemischer Entzündungen, als der Weg von der toxischen Schädigung der Zellen zur chronischen Erkrankung, wird mit deren Darstellung begonnen. Entzündungen bedingen einen erhöhten Energieverbrauch des Organismus bei gleichzeitiger Störung der Energieversorgung der Zelle. Da ein höherer Bedarf eine niedrigere Produktion zur Folge hat, entwickelt sich diese Stoffwechselstörung zum Selbstläufer.

Ort des Geschehens sind die Mitochondrien, abgeschlossene Bereiche in jeder Zelle, in denen über den Krebs- oder Citrat-Cyclus aus Kohlehydraten und Fettsäuren CO2 abgespalten wird (Ende der Atmungskette). Die freiwerdende Energie wird dem Stoffwechsel zur Verfügung gestellt in Form von energiereichen Substanzen wie ATP sowie stark reduzierend wirkenden Substanzen wie Glutathion, NADH und FADH2, deren Konzentration das zelluläre Redoxpotential bestimmt. Analytisch-diagnostisch weisen systemische wie lokale Entzündungen ein typisches Muster an Veränderungen im Zellstoffwechsel auf, das als Entzündungssyndrom zusammengefasst werden kann. Es wird erkennbar durch Indikatoren des oxidativen Stresses, wie erhöhter Plasmaspiegel an Homocystein und Malondialdehyd, sowie Aktivierung von Proteasen, C Reaktiven Proteinen et. Es treten vermehrt zerstörerische reaktive Oxidantion wie Peroxide, Superoxide, Hypochlorid und Radikale auf. Das zelluläre Redox-Potential verschiebt sich zur oxidierten Seite. Dies ist messbar an der Abnahme des Verhältnisses an reduziertem Glutathion zu oxidiertem dimerem Glutathion und der Senkung der zellulären Konzentration an Gesamtglutathion. Damit verbunden erniedrigt sich auch der Gehalt an den anderen energietragenden, stark reduzierenden Substanzen, wie z.B. der antioxidativen Vitamine (C,E), welche zusammen als Redoxpool das zelluläre und damit die Vitalität der Zelle ergeben.

Eine zentrale Bedeutung in den Entzündungsprozessen hat der beschleunigte katabole Stoffwechsel der schwefelhaltigen Aminosäuren mit Verlust an Glutathion, Liponsäure, Redox Enzymen und Immunglobulinen und vermehrte Ausscheidung von Schwefel als Sulfat oder Taurin. Mit dem Verlust an energietragendem Thiol-Schwefel, der Verschiebung des Redoxpotentials und dem Ansteigen der aggressiven Oxidantien wird die Versorgung mit Zellenergie durch die Mitochondrien gestört. Mit den genannten Ergebnissen der Mitochondrialmedizin ist der Pathomechanismus für CFS weitgehend aufgeklärt.

Solange solche und andere Mechanismen der Elektrosensibilität nicht geklärt sind d.h. diesbezüglich ungenügende wissenschaftliche Grundlagen vorhanden sind, hat die WHO keine Berechtigung zur Aussage, auch wenn sie entsprechend formuliert ist, dass sie sich wenn nötig elegant rausreden können "es gibt keine wissenschaftliche Grundlage, EHS-Symptome mit EMF-Exposition zu verbinden". Und erst noch mit hinterlistigen Andeutungen verbunden wie "um alternative psychiatrisch/psychologische Bedingungen, die für die Symptome verantwortlich sind, zu erkennen". Was würde man wohl zu einem Gerichtsfall sagen, wo jemand verurteilt würde, ohne wichtige Beweismittel angesehen zu haben?

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

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