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DAB steht für Digital Audio Broadcasting und ist ein Verfahren zur digitalen Übertragung von Radiosignalen. DAB ist die Übertragungstechnologie der Zukunft, die mittel- bis langfristig das analoge UKW-Radio ablösen soll.
Bereits können 60% der Bevölkerung in der Schweiz digitales Radio nach dem DAB-Standard (Digital Audio Broadcasting) empfangen.
Diesen Standard haben alle europäischen Länder, Australien, einige Länder Asiens und Amerikas (ohne die USA) eingeführt.
In England, wo DAB am weitesten fortgeschritten ist, wurden letztes Jahr erstmals mehr DAB-Empfänger als UKW-Radios verkauft.
Zügiger Ausbau
Für die Schweiz bestehen konkrete Ausbaupläne. Nach den Regionen um Basel, Bern, den Genfersee und Zürich sowie die Hauptverkehrsachse Ost-West, die bereits erschlossen sind, kommen schrittweise die Ostschweiz, die Innerschweiz, das Tessin, Wallis und Graubünden dazu. Bis im Jahr 2010 soll DAB im ganzen Land empfangbar sein.
Ausgestrahlt werden zur Zeit 14 Programme, allesamt von der SRG. Darunter sind neben DRS 1,2 und 3 die Musigwälle, Virus, die Klassik-, Jazz- und Popradios sowie französisch-, italienisch- und romanischsprachige Programme, je nach Sprachregion in unterschiedlicher Zusammenstellung.
Ab diesem Jahr wollen auch private Radios Sendungen über DAB anbieten. Hierzu hat sich ein Konsortium von Radiotele, SRG und Tamedia gebildet, das mit Programmangeboten, die es nur auf DAB geben wird, die Attraktivität des Mediums erhöhen will.
Digitale Vorteile
DAB bietet gegenüber dem analogen Rundfunk einige Vorteile. So können pro Frequenz 10 Programme ausgestrahlt werden.
Dank digitaler Fehlerkorrekur lassen sich Störungen – Rauschen, Knistern, Lautstärkeschwankungen, Überlagerungen – in einem grossen Umfang korrigieren, so dass der Empfang eine gleichbleibende Qualität aufweist oder ganz ausfällt.
DAB eignet sich auch für den mobilen Empfang und hat entsprechend zuerst in Autoradios Einzug gehalten.
Mit der digitalen Übertragung ist es möglich, neben dem eigentlichen Programm zusätzliche Informationen zu übermitteln, beispielsweise Songtitel, Interpreten oder Bilder.
Darüber hinaus können die Empfänger mit Zusatzfunktionen ausgestattet werden, ähnlich wie sie von DVD-Recordern bekannt sind. Hierzu gehören etwa eine Pausentaste, mit der das Programm angehalten und später an der gleichen Stelle fortgeführt werden kann oder eine Aufnahmeprogrammierung.
Grosse Gerätepalette
Zunächst aber ist DAB für den mobilen Empfang geeignet. Entsprechend hat die SRG die Ost-West-Verkehrsachse zuerst für den Empfang ausgebaut und auch die Nord-Süd-Achse wird beim weiteren Ausbau bevorzugt.
Autoradios oder Zusatzboxen für den Ausbau der bestehenden Empfänger im Auto bieten viele Firmen an, darunter alle bekannten Marken. Zu beachten ist, dass der Empfang mit einer Dachantenne besser ist als mit einer Scheibenantenne. Dies wegen der zur Zeit noch geringen Sendeleistung.
Beim Heimempfang von DAB sind die örtlich unterschiedlichen Empfangsbedingungen zu berücksichtigen. Wegen der noch bescheidenen Sendeleistung kann in einer Wohnung in einem Raum ein guter Empfang möglich sein, während er in einem anderen Raum vollständig ausfällt.
Eine Besserung ist 2007 in Sicht, wenn aufgrund internationaler Vereinbarungen die Sendeleistung erhöht wird. Ab diesem Zeitpunkt reicht für den Empfang zu Hause die Zimmerantenne überall.
Eine DAB-Dachantenne nur für die kurze Übergangszeit zu insatllieren, ist wohl etwas zu kostspielig. Mit der erhöhten Sendeleistung wird auch der Empfang mit portablen Radios möglich sein, die die Antenne im Kopfhörerkabel integriert haben.
Das Angebot an stationären DAB-Tunern ist gross, vom eingebauten Empfänger in der Mini-Anlage bis zu sehr vielen Modellen im gehobenen HiFi-Sektor. Die Gerätepallette wächst in rasantem Tempo. Die meisten Modelle bieten sowohl DAB- als auch UKW-Empfang.