Münsingen: David gegen Goliath/Solothurn: Neues Baugesuch fü

Antwort erstellen


Um automatische Eingaben zu unterbinden, müssen Sie die nachfolgende Aufgabe lösen.
Smilies
:D :) :( :o :shock: :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[flash] ist ausgeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smilies sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Münsingen: David gegen Goliath/Solothurn: Neues Baugesuch fü

Re: Münsingen: David gegen Goliath/Solothurn: Neues Baugesuc

von Evi » 27. Januar 2006 21:05

Die Verlegung des Stromkabels würde 180 Millionen kosten (wenn's überhaupt wirklich wahr ist!). Was macht da schon die Gesundheit und das Leben von einigen hundert Einwohnern aus? Die kann man doch bedenkenlos gefährden, sogar opfern. So sieht die Moral der Industrie, hier der hochwohllöblichen BKW aus! Gibt es noch eine Steigerung der Menschenverachtung?

Den Könizern und den anderen Gemeinden, die betroffen sind, wünsche ich genügend Unerschrockenheit und einen langen Atem. Sie kämpfen um nicht mehr und nicht weniger als um ihre Gesundheit und ihr Leben. Und da lohnt es sich allemal, hartnäckig zu bleiben.

Ähnlich kaltblütig auch die Sunrise im Fall Münsingen. Vergessen die Mobilfunkfirmen eigentlich total, dass sie sich auf längere Sicht ihre eigene Kundschaft vergraulen?
Auch dort: Vor so viel Arroganz sollte sich niemand beugen und halt das Portemonnaie öffnen. Nach Erstellung einer solchen Strahlenschleuder könnte es, wenn die Gesundheit angegriffen oder sogar runiniert ist, noch viel teurer werden, ohne dass diese wiedererlangt werden kann.

Evi

Münsingen: David gegen Goliath/Solothurn: Neues Baugesuch fü

von The Future's black » 27. Januar 2006 12:37

© Berner Zeitung; 27.01.2006; Seite 26

BZ-Region Bern

leserbrief

David gegen Goliath

diverse Artikel

UMTS-Antennen in Münsingen

Der Streit um die Erstellung einer UMTS-Sendeanlage mitten im Wohnquartier Sägematte in Münsingen geht in eine neue Runde. Nachdem über 700 Anwohner Einsprache erhoben hatten, wurde das Gesuch von Sunrise abgelehnt. Kurz vor Ablauf der Rechtsfrist hat nun Sunrise vor Gericht Klage gegen diesen Entscheid erhoben. Gleichzeitig erhielten die Einsprecher eine Mitteilung von Sunrise, in der in arroganter Weise mit rechtlichen Folgen und hohen Gerichtskosten für die unterliegende Partei gedroht wurde. In keiner Art wird in diesem Schreiben auf die Ängste der Anwohner eingegangen, noch wird Stellung genommen zu den Fehlern bei der Bauausschreibung.

Es zeigt sich einmal mehr, dass sich die Mobilfunkkonzerne zwar in der Werbung als die Heilsbringer unserer Zeit darstellen, sich aber in Wahrheit nicht um den Willen oder um die Gesundheit der Bevölkerung scheren. Sunrise taxiert unser Quartier als «nicht schutzwürdig, nicht in einem Schutzperimeter liegend und ohne ortsbildrelevante Qualitäten».

Ein Lichtblick ist die couragierte Reaktion der Gemeinde, die den Handel voraussichtlich vor Gericht ausfechten wird. Viele private Einsprecher hingegen haben nach der Ankündigung von Sunrise bereits resigniert das Handtuch geworfen. Es ist zu hoffen, dass die Verbliebenen genug Mut und auch Budget haben um Sunrise entgegenzuhalten.

Rolf Gurtner

Münsingen
.............................................................................................

© Solothurner Zeitung / MLZ; 27.01.2006

Solothurn Zeitung

Nachrichten

Neues Baugesuch für Antenne

An der Allmendstrasse 2A will die Swiss-com Mobile AG eine Mobilfunkantenne für GSM und UMTS erstellen. Jetzt erfolgt eine zweite Baupublikation, weil die Sendeleistungen geändert worden sind. Nun macht das Stadtbauamt darauf aufmerksam, dass sämtliche Einsprecher und Beschwerdeführer gegen das ursprüngliche Projekt am Verfahren beteiligt bleiben und nicht neu Einsprache erheben müssen. Das Stadtbauamt stützt sich auf eine Verfügung des Bau- und Justizdepartements im Dezember 2005. Neue Einsprecher haben eine Frist bis am 9. Februar. (mgt)

.............................................................................................

© Neue Luzerner Zeitung; 27.01.2006; Seite 21

Schwyzer Zeitung Aufschlag

Kanton Schwyz

Schwyz strahlt weniger stark

Die Strahlenbelastung in Schwyz ist geringer als in anderen Kantonen.

Dies unter anderem weil im Kanton grössere Agglomerationen fehlen.

Eine Prognose zur Entwicklung lässt sich jedoch kaum stellen.

«Mit dem Projekt "NIS-

Monitoring" erhalten wir ein starkes Werkzeug.»

Urs Eggenberger,

Leiter Umweltschutz

Schwyz leidet weniger unter Elektrosmog als andere

Kantone. Dies kann sich

jedoch in Zukunft ändern.

von Andreas Oppliger
Bereits vor drei Jahren hat das Amt für Umweltschutz (AfU) des Kantons Schwyz die Belastung durch nichtionisierende Strahlen (NIS, siehe Box) gemessen. «Zu unserer Verwunderung gab es bei den damaligen Messungen insgesamt kaum Überraschungen. Lediglich in einem Fall stellten wir eine minimale Übertretung der gesetzlichen Grenzwerte fest», erklärt Eggenberger. Im Vergleich zu anderen Kantonen stehe der Kanton Schwyz also sehr gut da. «Es gibt bei uns keine grösseren Agglomerationen, wie zum Beispiel Luzern oder Zug, die eine sehr hohe Strahlenbelastung aufweisen», so Eggenberger weiter. «Der Kanton Schwyz weist ein verhältnismässig wenig dichtes Netz von Strahlenquellen auf.»

Reduktion dank Fortschritt

Dies könnte sich jedoch noch ändern, denn die Anzahl der Mobilfunkantennen nimmt nach wie vor zu. «In diesem Bereich eine Prognose zu stellen, ist relativ schwierig, da man nicht genau weiss, welche Dienste von den Leuten in nächster Zeit verstärkt genutzt werden», erklärt Eggenberger. «Digitales Radio und Fernsehen werden bald eine gewisse Verbreitung finden, auch ein weiterer Ausbau des GPS-Netzes wird erwartet.» Hingegen sei es fraglich, ob sich die mobilen Internetdienste im erwarteten Ausmass durchsetzen werden. Man hoffe zudem, dass mit dem technischen Fortschritt die Belastung abnehmen werde. «Es ist vergleichbar mit der Entwicklung in der Autoindustrie. Die Anzahl der Autos hat zwar zugenommen, der Immissionswert pro Fahrzeug nahm jedoch ab», erklärt Eggenberger.

Ausführlicher informieren

Das Projekt «NIS-Monitoring» der Zentralschweizer Umweltdirektionen (siehe Box) ermögliche es dem Kanton Schwyz auf Ressourcen zurückzugreifen, die er selber in diesem Umfang nicht aufbringen könne. «Mit dem Projekt erhalten wir ein starkes Werkzeug um unser Wissen zu verdichten und um genauere Statistiken erstellen zu können», so Eggenberger. «Dank dem Informationskonzept können wir zudem die Bevölkerung ausführlicher über die Strahlenbelastung informieren, als wenn wir dies alleine täten.» Die Messungen, welche der Kanton Schwyz vor drei Jahren durchführte, kosteten insgesamt rund 200 000 Franken. Das Projekt «NIS-Monitoring» kostet nach Aussagen von Projektleiter Urs Aschwanden insgesamt drei bis vier Mal soviel. Mit einem Verteilschlüssel werden die Kosten den einzelnen Kantone zugewiesen.
...............................................................................................
© Der Bund; 27.01.2006; Seite 29

Kanton

Der Bund

Burgdorf hält an Moratorium fest

MOBILFUNK · Burgdorf hält an der Sistierung der Baugesuche für neue UMTS-Mobilfunkantennen fest. Der Gemeinderat begründet dies mit den ungeklärten Auswirkungen der Antennenstrahlung. Am gemeindeeigenen Moratorium wird festgehelten, bis die angekündigte Studie der ETH Zürich über die Auswirkungen der UMTS- Strahlen auf die menschliche Gesundheit vorliegt, wie es in einer Mitteilung der Stadt vom Donnerstag heisst. Gestützt auf ein Bundesgerichtsurteil hatte der Gemeinderat im November die vorläufige Sistierung der Baugesuche beschlossen. Inzwischen hat das Bundesamt für Umwelt das erforderliche neue Überwachungs- und Kontrollkonzept genehmigt. Gestützt darauf hob der Kanton Mitte Januar sein eigenes Bewilligungsmoratorium auf. (sda)
...........................................................................................

© Der Bund; 27.01.2006; Seite 27

Stadt-Region

Der Bund

Die Spannung steigt

Das Starkstrominspektorat sagt Ja zur BKW-Leitung zwischen Mühleberg und Gasel

Der Ball liegt beim Bundesamt für Energie: Die eine Hälfte der höchst umstrittenen BKW-Stromleitung zwischen Mühleberg und Wattenwil erfüllt die Vorschriften, sagen die Fachleute. Nun muss das Bundesamt über die Baubewilligung entscheiden.

Renzo Ruf
Es hat seine Zeit gedauert. Fast zwei Jahre lang beschäftigten sich die Fachleute im Eidgenössischen Starkstrominspektorat mit der geplanten neuen Hochspannungsleitung der BKW Energie AG zwischen Mühleberg und Wattenwil. Doch nun steht fest: Ein Teil der höchst umstrittenen Leitung, der Abschnitt von Mühleberg bis Gasel in der Gemeinde Köniz, erfüllt alle gesetzlichen Vorschriften. Aus diesem Grund hat das Starkstrominspektorat laut Chefingenieur Dario Marty die Akten gestern dem Bundesamt für Energie übergeben. Dieses ist zuständig für die Erteilung der Baubewilligung. Marty sagt allerdings, dass bei diesem Entscheid die Stellungnahme seiner Behörde - der Überweisungsbericht - eine gewichtige Rolle spielen wird. «Das Bundesamt folgt meist unserem Antrag.» Und im Fall BKW-Leitung lautet der Antrag «Genehmigen», wie Marty sagt. Der Bedarf für den Ausbau der Leitung sei da.

Signale aus Köniz

Anders sehen das die Opponenten, meist künftige Anwohner der geplanten Leitung, die sich in einer Interessengemeinschaft (IG) sammeln. Seitdem das Gesuch der BKW zu Jahresbeginn 2004 publiziert wurde, laufen sie Sturm gegen das 40-Millionen-Franken-Projekt. Rund 10 Gemeinden und etwa 300 Einzelpersonen und Organisationen haben damals Einsprache gegen das Bauvorhaben eingereicht.

Zwei Hauptgründe lassen sich ausmachen: gesundheitliche Bedenken und ästhetische Vorbehalte. Da mit der neuen Leitung die Spannung von 132 auf 220 Kilovolt erhöht würde, haben viele Anwohner Angst vor einer Beeinträchtigung der eigenen Gesundheit durch die Strahlung. Auch wird bemängelt, dass die bis zu 90 Meter hohen Strommasten die liebliche Landschaft verschandeln würden. Betroffene wie Politiker fordern deshalb, dass die Leitung (wenigstens teilweise) in den Boden verlegt werden solle. Bekannteste Befürworter dieses Vorschlags: der Könizer Gemeindepräsident Luc Mentha (sp) und die neue Könizer Planungsvorsteherin Katrin Sedlmayer (sp).

Die wirkliche Konfrontation zwischen Befürwortern und Gegnern der Stromleitung steht aus diesem Grund noch an. Das Bundesamt für Energie wird in einem ersten Schritt den Bericht des Starkstrominspektorats allen Opponenten zugänglich machen. Ein besonderes Augenmerk wird in diesem Moment auf Köniz liegen: Wie auch immer die weitaus grösste Gemeinde zwischen Mühleberg und Wattenwil sich verhalten wird, der Entscheid aus Köniz hat Signalwirkung. Dem Vernehmen nach sprechen die Gemeinden bereits heute das weitere Vorgehen hinter den Kulissen ab. Sedlmayer sagt, am Kurs des Gemeinderats habe sich nichts geändert. «Wir wollen uns für eine Verlegung der Leitung unter die Erde engagieren.»

Diese Forderung hat auch Fachmann Dario Marty geprüft. Das Starkstrominspektorat sei aber zum Schluss gekommen, dass eine Freileitung die bessere Lösung darstelle, sagt er. Eine unterirdische Stromleitung verursache grössere Probleme, als dies die IG-Vertreter wahrhaben wollten - beispielsweise die Austrocknung des Bodens. Die BKW selber liefert ein weiteres Argument gegen Stromkabel unter der Erde: die Kosten von 180 Millionen Franken.

Wann das Bundesamt für Energie entscheiden wird, ist aufgrund der verhärteten Fronten noch offen. Im Normalfall wäre mit einer Baubewilligung noch in diesem Jahr zu rechnen - die wenigsten rechnen aber damit, dass der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werden kann.

Rümligen: Warten auf Studie

Das gilt auch für die zweite Etappe der insgesamt 33 Kilometer langen Leitung. Nach wie vor wird zwischen Gasel und Wattenwil untersucht, ob eine andere Linienführung möglich ist. Es geht dabei um den Abschnitt bei Rümligen. An einer Studie über eine mögliche Verlegung der Stromleitung unter die Erde wird gemäss Marty immer noch gearbeitet.

Nach oben