von Elisabeth Buchs » 1. Februar 2006 17:54
Wie solche Veranstaltungen ablaufen, hängt nebst der Auswahl der Referenten zu einem grossen Teil von der jeweiligen Moderation ab, bzw. welche Moderation vom Veranstalter bewussst oder in Unkenntnis ausgewählt wird. Entscheidend ist einmal, dass gleich viele Referenten der Pro- und Kontra-Seite auf dem Podium mit gleich langer Redezeit vorhanden sind. Moderatoren sollten nicht durch spitze Bemerkungen entsprechende Stimmung zu machen versuchen.
Negativerfahrungen diesbezüglich ist die Moderation von Sonja Hasler im Wissenschaftscafé, niemand von der Gegnerseite auf dem Podium und wir in der Zuhörerrolle standen wenn man die Moderatorin auch dazu rechnet vier Befürwortern auf dem Podium gegenüber, dennoch ist es uns vor allem dank einem versierten und dezidierten Gegner, den ich angefragt hatte, als auskam, mit welcher Uebermacht wir zu rechnen haben und der Mithilfe von uns allen gelungen die Befürworter auszubremsen.
Ein weiteres Beispiel war in Bolligen, meine erste Veranstaltung dieser Art, das Votum eines Gegners wurde nach kurzer Zeit gestoppt, es gelang ihm noch, eine Folie mit kritischem Inhalt auf den Hellraumprojektor aufzulegen, die dann rasch von jemandem der Befürworterseite weggenommen wurde, die Zuhörer haben sie jedoch noch lesen können.
Ein weiteres Negativbeispiel war die SIB-Veranstaltung unter der Moderation von Beat Glogger, der jemanden der Gegenseite attakierte und mir (zum Glück erfolglos) die Frage nach der Pulsung von UMTS an Herrn Dr. Virnich verhindern wollte. Amüsant war jedoch, wie der Physiker Volker Schorpp Herrn Dürrenberger die Physik erklärt hat. Nach der Totenstille im Saal nach dem Vortrag von Volker Schorpp versuchte Herr Glogger eine blöde Bemerkung, wie Volker Schorpp denn all die EMF an der ETH ertrage, wenn er doch so geschädigt sein soll. Volker Schorpp antwortet: er schaffe das nur durch Einnahme von Medikamenten und habe einmal bei einem Vortrag einen Zusammenbruch bekommen, er nehme jedoch dies alles in Kauf, weil es ihm wichtig sei, die Leute über die gesundheitlichen Gefahren von Mobilfunk aufzuklären. Da blieb dann auch Herr Glogger nur das Schweigen.
Im Grund genommen bringen solche Veranstaltungen nicht viel, die Meinungen sind sicher praktisch immer gemacht, bezahlte Befürworter, die zu solchen Veranstaltungen aufgeboten werden stehen in emotionell aufgeladenem Klima den aufgebrachten Antennengegnern gegenüber. Wenn überhaupt kommt es manchmal nach einer solchen Veranstaltung zu interessanten Gesprächen von einzelnen Personen der beiden Parteien. Statt solcher Veranstaltungen sollte man endlich begreifen, dass grosse Teile der Bevölkerung keine weiteren Antennen mehr wollen und schon gar nicht in Wohngebieten.
Elisabeth Buchs
Wie solche Veranstaltungen ablaufen, hängt nebst der Auswahl der Referenten zu einem grossen Teil von der jeweiligen Moderation ab, bzw. welche Moderation vom Veranstalter bewussst oder in Unkenntnis ausgewählt wird. Entscheidend ist einmal, dass gleich viele Referenten der Pro- und Kontra-Seite auf dem Podium mit gleich langer Redezeit vorhanden sind. Moderatoren sollten nicht durch spitze Bemerkungen entsprechende Stimmung zu machen versuchen.
Negativerfahrungen diesbezüglich ist die Moderation von Sonja Hasler im Wissenschaftscafé, niemand von der Gegnerseite auf dem Podium und wir in der Zuhörerrolle standen wenn man die Moderatorin auch dazu rechnet vier Befürwortern auf dem Podium gegenüber, dennoch ist es uns vor allem dank einem versierten und dezidierten Gegner, den ich angefragt hatte, als auskam, mit welcher Uebermacht wir zu rechnen haben und der Mithilfe von uns allen gelungen die Befürworter auszubremsen.
Ein weiteres Beispiel war in Bolligen, meine erste Veranstaltung dieser Art, das Votum eines Gegners wurde nach kurzer Zeit gestoppt, es gelang ihm noch, eine Folie mit kritischem Inhalt auf den Hellraumprojektor aufzulegen, die dann rasch von jemandem der Befürworterseite weggenommen wurde, die Zuhörer haben sie jedoch noch lesen können.
Ein weiteres Negativbeispiel war die SIB-Veranstaltung unter der Moderation von Beat Glogger, der jemanden der Gegenseite attakierte und mir (zum Glück erfolglos) die Frage nach der Pulsung von UMTS an Herrn Dr. Virnich verhindern wollte. Amüsant war jedoch, wie der Physiker Volker Schorpp Herrn Dürrenberger die Physik erklärt hat. Nach der Totenstille im Saal nach dem Vortrag von Volker Schorpp versuchte Herr Glogger eine blöde Bemerkung, wie Volker Schorpp denn all die EMF an der ETH ertrage, wenn er doch so geschädigt sein soll. Volker Schorpp antwortet: er schaffe das nur durch Einnahme von Medikamenten und habe einmal bei einem Vortrag einen Zusammenbruch bekommen, er nehme jedoch dies alles in Kauf, weil es ihm wichtig sei, die Leute über die gesundheitlichen Gefahren von Mobilfunk aufzuklären. Da blieb dann auch Herr Glogger nur das Schweigen.
Im Grund genommen bringen solche Veranstaltungen nicht viel, die Meinungen sind sicher praktisch immer gemacht, bezahlte Befürworter, die zu solchen Veranstaltungen aufgeboten werden stehen in emotionell aufgeladenem Klima den aufgebrachten Antennengegnern gegenüber. Wenn überhaupt kommt es manchmal nach einer solchen Veranstaltung zu interessanten Gesprächen von einzelnen Personen der beiden Parteien. Statt solcher Veranstaltungen sollte man endlich begreifen, dass grosse Teile der Bevölkerung keine weiteren Antennen mehr wollen und schon gar nicht in Wohngebieten.
Elisabeth Buchs