von Andreas » 21. Februar 2006 19:20
Folgenden Zeitungsausschnitt habe ich soeben in der unabhängigen Zeitschrift "Israel heute" gelesen:
Ein Forscherteam des Haifaer Technion ging kürzlich in einer Studie der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen Mikrowellenstrahlung, wie sie auch von Handys freigesetzt wird, und verschiedenen Augenschäden besteht.
Die Forscher gingen von der Annahme aus, dass nicht nur die Dauer, in der man der Strahlung ausgesetzt ist, sondern auch deren intensität für Schäden massgebend ist. Die Forscher der Rappaport-Fakultät des Technions stiessen auf eine bisher unbekannte Beziehung zwischen Mikrowellenstrahlung und der Entstehung von Katarakten. Man bestrahlte dazu einzelne Rinderaugen mit Mikrowellen. Zwei Wochen lang wurden die Linsen mit einer Frequenz von 1.1GHz und einer Leistung von 2mW rund um die Uhr bestrahlt, alle 50 Minuten wurde eine 10 Minütige Pause eingelegt. Die Linsen wurden regelmässig unter dem Mikroskop untersucht und mit unbestrahlten Linsen verglichen.
Es gab eine ganze Reihe interessanter Beobachtungen:
1. Wird die Augenlinse permanent einer Strahlung wie oben beschrieben ausgesetzt, wird ihr makroskopischer Schaden zugefügt, der ihre optischen Eigenschaften beeinträchtigt. Je intensiver die Bestrahlung, desto grösser der Schaden. Wird die Bestrahlung jedoch unterbrochen, bildet sich die Schädigung langsam zurück. Ein ähnlicher Vorfall wurde beobachtet, als die Linsen mit der Hälfte der Strahlungsmenge bestrahlt wurden und hierbei auch der Maximalschaden erreicht wurde. In diesem Fall jedoch dauerte der Heilungsprozess doppelt so lang.
2. Weitere Schäden: Durch die direkte Bestrahlung bildeten sich auf der Linse kleine Bläschen, die jedoch nichts mit der Hitze zu tun hatten, die in der Linse während dieses Vorgangs entstand. Die Forscher vermuten, dass der Mechanismus, der die Bläschen entstehen lässt, die mikroskopische Reibung zwischen verschiedenen, elektromagnetischer Strahlung ausgesetzter Zellen ist. Anders als bei makroskopischem Schaden keine Anzeichen einer Heilung, nach dem die Bestrahlung unterbrochen worden war.
Die Forschungsergebnisse könnten Auslöser dafür werden, dass die Richtlinien für den Umgang mit Mikrowellenstrahlung überarbeitet werden müssen. Professor Levi Schachter, der an dem Projekt mitarbeitete, meint, dass das Augenmerk nicht wie bisher nur auf den spezifischen Absorbtionswert (SAR), sondern auch auf die totale absorbierte Energie im Gewebe (SA) gelegt werden müsse. Letzteres wird von den dafür zuständigen Behörden derzeit noch nicht kontrolliert.
[Quelle: Israel heute Nr.330 03/06]
www.israelheute.com
Folgenden Zeitungsausschnitt habe ich soeben in der unabhängigen Zeitschrift "Israel heute" gelesen:
Ein Forscherteam des Haifaer Technion ging kürzlich in einer Studie der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen Mikrowellenstrahlung, wie sie auch von Handys freigesetzt wird, und verschiedenen Augenschäden besteht.
Die Forscher gingen von der Annahme aus, dass nicht nur die Dauer, in der man der Strahlung ausgesetzt ist, sondern auch deren intensität für Schäden massgebend ist. Die Forscher der Rappaport-Fakultät des Technions stiessen auf eine bisher unbekannte Beziehung zwischen Mikrowellenstrahlung und der Entstehung von Katarakten. Man bestrahlte dazu einzelne Rinderaugen mit Mikrowellen. Zwei Wochen lang wurden die Linsen mit einer Frequenz von 1.1GHz und einer Leistung von 2mW rund um die Uhr bestrahlt, alle 50 Minuten wurde eine 10 Minütige Pause eingelegt. Die Linsen wurden regelmässig unter dem Mikroskop untersucht und mit unbestrahlten Linsen verglichen.
Es gab eine ganze Reihe interessanter Beobachtungen:
1. Wird die Augenlinse permanent einer Strahlung wie oben beschrieben ausgesetzt, wird ihr makroskopischer Schaden zugefügt, der ihre optischen Eigenschaften beeinträchtigt. Je intensiver die Bestrahlung, desto grösser der Schaden. Wird die Bestrahlung jedoch unterbrochen, bildet sich die Schädigung langsam zurück. Ein ähnlicher Vorfall wurde beobachtet, als die Linsen mit der Hälfte der Strahlungsmenge bestrahlt wurden und hierbei auch der Maximalschaden erreicht wurde. In diesem Fall jedoch dauerte der Heilungsprozess doppelt so lang.
2. Weitere Schäden: Durch die direkte Bestrahlung bildeten sich auf der Linse kleine Bläschen, die jedoch nichts mit der Hitze zu tun hatten, die in der Linse während dieses Vorgangs entstand. Die Forscher vermuten, dass der Mechanismus, der die Bläschen entstehen lässt, die mikroskopische Reibung zwischen verschiedenen, elektromagnetischer Strahlung ausgesetzter Zellen ist. Anders als bei makroskopischem Schaden keine Anzeichen einer Heilung, nach dem die Bestrahlung unterbrochen worden war.
Die Forschungsergebnisse könnten Auslöser dafür werden, dass die Richtlinien für den Umgang mit Mikrowellenstrahlung überarbeitet werden müssen. Professor Levi Schachter, der an dem Projekt mitarbeitete, meint, dass das Augenmerk nicht wie bisher nur auf den spezifischen Absorbtionswert (SAR), sondern auch auf die totale absorbierte Energie im Gewebe (SA) gelegt werden müsse. Letzteres wird von den dafür zuständigen Behörden derzeit noch nicht kontrolliert.
[Quelle: Israel heute Nr.330 03/06] www.israelheute.com