von Elisabeth Buchs » 12. März 2006 22:53
Da man z.B. auf Versammlungen mit Studien konfrontiert wird, die keine Ergebnisse gezeigt haben, sollte man sich auch mit diesen befassen. In letzter Zeit fällt mir auf, dass alles unternommen wird, um die Elektrosensiblen unglaubwürdig zu machen. Das erste war das "Fact Sheet" von der WHO (Repacholi), im Sinne von kein Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beschwerden und EMF. Dann ging es weiter mit der Veröffentlichung der Kurzfassung der EPROS-Schlafstudie, Mobilfunkantennen beeinträchtigen den Schlaf nicht.
Jetzt ist eine Studie von den Psychiatern Rubin und Wessely erschienen, bereits bekannt von den 31 Studien des Herrn Repacholi, auf die er sich nebst dem Workshop in Prag bei seinen Aussagen vor allem abgestützt hat.
Ich habe zuerst das Abstract dieser Studie gelesen, dann die Vollversion (leider nur in Englisch vorhanden).
http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/ ... 19850.55v1
So wie ich das verstanden habe wurden 60 Elektrosensible und 60 Kontollpersonen an drei Tagen während je 50 Minuten mit GSM-Signal, ungepulstem Signal und Schein-Signal befeldet. Die Beschwerden der Elektrosensiblen sollen im Verlauf der Versuchszeit zugenommen haben, aber es soll sich keine Signifikanz gezeigt haben, dass GSM grössere Beschwerden verursacht habe.
Da ich immer mehr davon ausgehe, dass uns Elektrosensiblen kaum jemand aufrichtig helfen will, sondern es aus Profitgründen darum geht, dass ja kein Zusammenhang zwischen unseren Gesundheitsbeschwerden und dem Elektrosmog gefunden werden soll, frage ich mich, wo kann bei einer solchen Studie der Haken liegen, dass nichts gefunden wurde.
Die erste Frage ist deshalb: Werden diese Studien durch eine unabhängige Instanz kontrolliert, sonst könnte man als Ergebnis ja irgendetwas schreiben.
Wie sieht es aus mit den verwendeten Signalen bei dieser Studie. Mit einem etwas anderen GSM-Signal, einem Pseudo-kontinuierlichen Signal und einem unechten Schein-Signal liesse sich einiges in die gewünschte Richtung leiten. Ueber die Schein-Exposition steht nämlich folgender Satz: For the sham exposure, a continuous wave signal was generated to ensure that the system heated up to the same degree as the active exposures but was diverted to an internal load instead of being transmitted througt the antenna, only minimal leakage of this signal ocurred (SAR weniger 0,002 W/kg).
Wie sieht es aus mit den vorhandenen Feldern am Studienort? 30 Minuten Angewöhnungszeit, etwas kurz. Diese könnten auch hereinspielen, dass es den Sensiblen zwar immer schlechter ging, aber sie nicht unterscheiden konnten, weshalb.
Zum Schluss der Studie wird auf den Nocebo-Effekt und die für Rubin typische Verhaltenstherapie hingewiesen. Doch ist der Nocebo-Effekt nicht wie der Placebo-Effekt etwas bei allen Menschen, nicht nur Elektrosensiblen vorhandenes? Siehe die Geschichte (weiss nicht ob sie stimmt) von einem Mann, der in einem Tiefkühlraum eingeschlossen gewesen sei, der jedoch nicht in Betrieb war, der Mann sei dennoch am Morgen tot aufgefunden worden. Was zu sagen ist, sehr viele Elektrosensible hatten keine Angst vor Antennen, bzw. kannten dieses Risiko gar nicht, waren unwissend und wurden trotzdem krank.
Vielleicht liest ja noch jemand anderes diese Studie und findet weitere Punkte.
Jedenfalls wäre es sehr entscheidend etwas zu tun, damit wir Elektrosensiblen nicht definitiv in die Psychoecke geschoben werden. Eigene Versuche? Woher nehmen wir das Geld und die Wissenschaftler?
Elisabeth Buchs
Da man z.B. auf Versammlungen mit Studien konfrontiert wird, die keine Ergebnisse gezeigt haben, sollte man sich auch mit diesen befassen. In letzter Zeit fällt mir auf, dass alles unternommen wird, um die Elektrosensiblen unglaubwürdig zu machen. Das erste war das "Fact Sheet" von der WHO (Repacholi), im Sinne von kein Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beschwerden und EMF. Dann ging es weiter mit der Veröffentlichung der Kurzfassung der EPROS-Schlafstudie, Mobilfunkantennen beeinträchtigen den Schlaf nicht.
Jetzt ist eine Studie von den Psychiatern Rubin und Wessely erschienen, bereits bekannt von den 31 Studien des Herrn Repacholi, auf die er sich nebst dem Workshop in Prag bei seinen Aussagen vor allem abgestützt hat.
Ich habe zuerst das Abstract dieser Studie gelesen, dann die Vollversion (leider nur in Englisch vorhanden).
http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/abstract/bmj.38765.519850.55v1
So wie ich das verstanden habe wurden 60 Elektrosensible und 60 Kontollpersonen an drei Tagen während je 50 Minuten mit GSM-Signal, ungepulstem Signal und Schein-Signal befeldet. Die Beschwerden der Elektrosensiblen sollen im Verlauf der Versuchszeit zugenommen haben, aber es soll sich keine Signifikanz gezeigt haben, dass GSM grössere Beschwerden verursacht habe.
Da ich immer mehr davon ausgehe, dass uns Elektrosensiblen kaum jemand aufrichtig helfen will, sondern es aus Profitgründen darum geht, dass ja kein Zusammenhang zwischen unseren Gesundheitsbeschwerden und dem Elektrosmog gefunden werden soll, frage ich mich, wo kann bei einer solchen Studie der Haken liegen, dass nichts gefunden wurde.
Die erste Frage ist deshalb: Werden diese Studien durch eine unabhängige Instanz kontrolliert, sonst könnte man als Ergebnis ja irgendetwas schreiben.
Wie sieht es aus mit den verwendeten Signalen bei dieser Studie. Mit einem etwas anderen GSM-Signal, einem Pseudo-kontinuierlichen Signal und einem unechten Schein-Signal liesse sich einiges in die gewünschte Richtung leiten. Ueber die Schein-Exposition steht nämlich folgender Satz: For the sham exposure, a continuous wave signal was generated to ensure that the system heated up to the same degree as the active exposures but was diverted to an internal load instead of being transmitted througt the antenna, only minimal leakage of this signal ocurred (SAR weniger 0,002 W/kg).
Wie sieht es aus mit den vorhandenen Feldern am Studienort? 30 Minuten Angewöhnungszeit, etwas kurz. Diese könnten auch hereinspielen, dass es den Sensiblen zwar immer schlechter ging, aber sie nicht unterscheiden konnten, weshalb.
Zum Schluss der Studie wird auf den Nocebo-Effekt und die für Rubin typische Verhaltenstherapie hingewiesen. Doch ist der Nocebo-Effekt nicht wie der Placebo-Effekt etwas bei allen Menschen, nicht nur Elektrosensiblen vorhandenes? Siehe die Geschichte (weiss nicht ob sie stimmt) von einem Mann, der in einem Tiefkühlraum eingeschlossen gewesen sei, der jedoch nicht in Betrieb war, der Mann sei dennoch am Morgen tot aufgefunden worden. Was zu sagen ist, sehr viele Elektrosensible hatten keine Angst vor Antennen, bzw. kannten dieses Risiko gar nicht, waren unwissend und wurden trotzdem krank.
Vielleicht liest ja noch jemand anderes diese Studie und findet weitere Punkte.
Jedenfalls wäre es sehr entscheidend etwas zu tun, damit wir Elektrosensiblen nicht definitiv in die Psychoecke geschoben werden. Eigene Versuche? Woher nehmen wir das Geld und die Wissenschaftler?
Elisabeth Buchs