von Elisabeth Buchs » 21. März 2006 13:13
Thuner Tagblatt vom 21. März 2006:
KANTON MACHT DRUCK
Trotz Widerstand: Neue Natelantennen in Thun
Wohl vergeblicher Widerstand in Thun gegen Natelantennen: Vier Baubewilligungen werden schon bald erteilt.
In Thun waren Baubewilligungsverfahren für fünf neue Natelantennen hängig. Nun hat das zuständige Amt für Wirtschaft beco die Berichte zur Einhaltung der Strahlengrenzwerte abgeliefert, alle mit positivem Resultat. Das bedeutet im Klartext, dass in Kürze die Baubewilligungen für die folgenden Natelantennen in Thun erteilt werden: Die Sunrise-Projekte an der Seestrasse, am Jägerweg und an der Feuerwerkerstrasse sowie die Swisscom-Anlage an der Uttigenstrasse. Gegen die vier Bauvorhaben, speziell jene im Wohngebiet, hagelte es Einsprachen. «Die Anlagen sind alle in Ordnung und rechtskonform», erklärt Hansueli Maurer vom Thuner Bauinspektorat. Das fünfte Baugesuch für eine Natelantenne auf dem schützenswerten Gebäude an der Aare-strasse 38 B wurde nach Einwänden der Denkmalpflege vorerst sistiert.
Mit einem scharfen Brief fordert die Justizdirektion des Kantons Bern die Gemeinden auf, Baugesuche für Mobil- funkantennen weiter zu prüfen. Die Betreiberfirmen hätten Rechtsanspruch auf ein ordnungsgemässes Verfahren, so das gestrige Schreiben: «Die Gemeinden sind aufgefordert, hängige Baugesuche zu bearbeiten und die Verfahren mit einem Bauentscheid abzu-schliessen.» Die angesprochenen Gemeinden zeigen sich wenig beeindruckt und denken nicht daran, das Moratorium zu lockern.
Die Telefonfirmen begrüssen die Intervention des Kantons. Sie müssten sämtliche Vorschriften genau einhalten: «Wir erwarten, dass dies auch die Gemeinden tun», so der Sunrise-Sprecher.jss/gum
Sowohl auf der Titelseite wie auf Seite 3 und 21 des Thuner Tagblatts ist Mobilfunk ein Thema:
Die Gemeinden wollen hart bleiben:
Fast alle Gemeinden, die keine neuen Mobilfunkantennen mehr bewilligen, pfeifen auf den Brief das Kantons Bern.
Für die Stadt Bern ändert sich nichts, erklärte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Auch wenn der Kanton in Einzelfällen zum Schluss komme, die Sistierung der Antennen sei nicht rechtens, werde die Stadt hart bleiben. Dann lehnen wir die Baugesuche vermutlich ab. Gemäss Bundesgerichtsurteil haben Anwohner einen Anspruch auf ein objektiv überprüfbare Einhaltung der Grenzwerte, so Tschäppät. Das von den Kantonen entwickelte Qualitätssicherungssystem erfülle diese Anforderungen nicht, da es nur alle 24 Stunden die Strahlung messe. Es muss rund um die Uhr gemessen werden, so Tschäppät. Auch Burgdorf will hart bleiben. Das Parlament von Ostermundigen hat im September - gegen den Willen des Gemeinderates - eine Volksmotion "Gegen den Wildwuchs von Antennen gutgeheissen.
Kommentar: Ich frage mich immer mehr, welches Interesse der Bundesrat, das Parlament und der Kanton (Justizdirektion, Amt für Wirtschaft BECO, Herr Matti) haben, gegen den Willen von Gemeinden und grossen Teilen der Bevölkerung immer noch mehr Antennen aufstellen zu lassen und und ob da wohl Zuwendungen, gut Deutsch Schmiergelder eine Rolle spielen.
Elisabeth Buchs
Thuner Tagblatt vom 21. März 2006:
KANTON MACHT DRUCK
Trotz Widerstand: Neue Natelantennen in Thun
Wohl vergeblicher Widerstand in Thun gegen Natelantennen: Vier Baubewilligungen werden schon bald erteilt.
In Thun waren Baubewilligungsverfahren für fünf neue Natelantennen hängig. Nun hat das zuständige Amt für Wirtschaft beco die Berichte zur Einhaltung der Strahlengrenzwerte abgeliefert, alle mit positivem Resultat. Das bedeutet im Klartext, dass in Kürze die Baubewilligungen für die folgenden Natelantennen in Thun erteilt werden: Die Sunrise-Projekte an der Seestrasse, am Jägerweg und an der Feuerwerkerstrasse sowie die Swisscom-Anlage an der Uttigenstrasse. Gegen die vier Bauvorhaben, speziell jene im Wohngebiet, hagelte es Einsprachen. «Die Anlagen sind alle in Ordnung und rechtskonform», erklärt Hansueli Maurer vom Thuner Bauinspektorat. Das fünfte Baugesuch für eine Natelantenne auf dem schützenswerten Gebäude an der Aare-strasse 38 B wurde nach Einwänden der Denkmalpflege vorerst sistiert.
Mit einem scharfen Brief fordert die Justizdirektion des Kantons Bern die Gemeinden auf, Baugesuche für Mobil- funkantennen weiter zu prüfen. Die Betreiberfirmen hätten Rechtsanspruch auf ein ordnungsgemässes Verfahren, so das gestrige Schreiben: «Die Gemeinden sind aufgefordert, hängige Baugesuche zu bearbeiten und die Verfahren mit einem Bauentscheid abzu-schliessen.» Die angesprochenen Gemeinden zeigen sich wenig beeindruckt und denken nicht daran, das Moratorium zu lockern.
Die Telefonfirmen begrüssen die Intervention des Kantons. Sie müssten sämtliche Vorschriften genau einhalten: «Wir erwarten, dass dies auch die Gemeinden tun», so der Sunrise-Sprecher.jss/gum
Sowohl auf der Titelseite wie auf Seite 3 und 21 des Thuner Tagblatts ist Mobilfunk ein Thema:
Die Gemeinden wollen hart bleiben:
Fast alle Gemeinden, die keine neuen Mobilfunkantennen mehr bewilligen, pfeifen auf den Brief das Kantons Bern.
Für die Stadt Bern ändert sich nichts, erklärte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Auch wenn der Kanton in Einzelfällen zum Schluss komme, die Sistierung der Antennen sei nicht rechtens, werde die Stadt hart bleiben. Dann lehnen wir die Baugesuche vermutlich ab. Gemäss Bundesgerichtsurteil haben Anwohner einen Anspruch auf ein objektiv überprüfbare Einhaltung der Grenzwerte, so Tschäppät. Das von den Kantonen entwickelte Qualitätssicherungssystem erfülle diese Anforderungen nicht, da es nur alle 24 Stunden die Strahlung messe. Es muss rund um die Uhr gemessen werden, so Tschäppät. Auch Burgdorf will hart bleiben. Das Parlament von Ostermundigen hat im September - gegen den Willen des Gemeinderates - eine Volksmotion "Gegen den Wildwuchs von Antennen gutgeheissen.
Kommentar: Ich frage mich immer mehr, welches Interesse der Bundesrat, das Parlament und der Kanton (Justizdirektion, Amt für Wirtschaft BECO, Herr Matti) haben, gegen den Willen von Gemeinden und grossen Teilen der Bevölkerung immer noch mehr Antennen aufstellen zu lassen und und ob da wohl Zuwendungen, gut Deutsch Schmiergelder eine Rolle spielen.
Elisabeth Buchs