von The Future's black » 3. Februar 2005 14:16
© Oltner Tagblatt / MLZ; 02.02.2005
Nachbarschaft Zeitung
Swisscom gebremst
Aarburg Gemeinderat gegen Natel-Antenne
Acht Einsprachen sind gegen die in der Steinbille geplante Mobilfunkanlage der Swisscom beim Aarburger Gemeinderat eingegangen. Dieser hat das Baugesuch nun aus ortsbildschützerischen Gründen abgewiesen.
25 Meter würde der Sendemast beim Lagergebäude der Max A. Sandmeier AG in der Aarburger Steinbille in die Höhe ragen. Das beeinträchtigt nach Auffassung des Gemeinderates Aarburg das angrenzende Gestaltungsplangebiet Steinbille in unzumutbarer Weise, heisst es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.
Antenne als Abschreckung?
Dem Baugesuch der Swisscom Mobile AG war für das an die geplante Funkanlage angrenzende Bauland Steinbille ein langwieriges Gestaltungsplanverfahren vorausgegangen, das der Gemeinderat Aarburg in Zusammenarbeit mit der Grundeigentümerin und den kantonalen Behörden mittlerweile abschliessen konnte. Rund 80 Wohneinheiten sollen an bester Lage erstellt werden. Die für höhere Ansprüche geplante Überbauung soll längerfristig zusätzliche Steuereinnahmen von rund 1 Mio. Franken pro Jahr generieren, was für die Gemeinde Aarburg von entscheidender Bedeutung ist, um den Steuerfuss langfristig auf den regionalen Durchschnitt senken zu können.
Das Gebiet Steinbille ist ein klassisches Entwicklungsgebiet der Gemeinde, und die Gefahr ist gross, dass die markant in Erscheinung tretende Antenne sowohl potenzielle Investoren wie auch zahlungskräftige Bewohner fernhalten und dadurch die Gemeindeentwicklung nachhaltig negativ beeinträchtigen würde.
Bereits fünf Antennen in Betrieb
Die Swisscom Mobile AG betreibt auf dem Gemeindegebiet von Aarburg bereits fünf Mobilfunkantennen. Dass die neue Antenne für die örtliche Versorgung der Bevölkerung überhaupt notwendig ist, wurde von der Gesuchstellerin nicht nachgewiesen. Der Gemeinderat musste daher annehmen, dass die Antenne in erster Linie für die Versorgung der Bahnreisenden bis hinein in den Festungstunnel vorgesehen ist. Für Bahntunnel- und -linienversorgungen gibt es aber technische Möglichkeiten, die weit weniger monumental in Erscheinung treten.
Für die Prüfung des Baugesuches in Bezug auf die Einhaltung des Umweltschutzgesetzes (USG) ist die Abteilung Umwelt im Baudepartement zuständig. Nichtionisierende Strahlung (NIS) muss gemäss dem USG im Sinne der Vorsorge so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist, mindestens aber so, dass sie für Mensch und Umwelt weder schädlich noch lästig wird. Die NIS-Fachstelle der Abteilung für Umwelt hat dem Baugesuch zugestimmt. Die Anlagegrenzwerte gemäss NIS-Verordnung sind an allen Orten mit empfindlicher Nutzung, das heisst wo sich Personen längere Zeit aufhalten können, eingehalten. (zto)
© Oltner Tagblatt / MLZ; 02.02.2005
Nachbarschaft Zeitung
Swisscom gebremst
Aarburg Gemeinderat gegen Natel-Antenne
Acht Einsprachen sind gegen die in der Steinbille geplante Mobilfunkanlage der Swisscom beim Aarburger Gemeinderat eingegangen. Dieser hat das Baugesuch nun aus ortsbildschützerischen Gründen abgewiesen.
25 Meter würde der Sendemast beim Lagergebäude der Max A. Sandmeier AG in der Aarburger Steinbille in die Höhe ragen. Das beeinträchtigt nach Auffassung des Gemeinderates Aarburg das angrenzende Gestaltungsplangebiet Steinbille in unzumutbarer Weise, heisst es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.
Antenne als Abschreckung?
Dem Baugesuch der Swisscom Mobile AG war für das an die geplante Funkanlage angrenzende Bauland Steinbille ein langwieriges Gestaltungsplanverfahren vorausgegangen, das der Gemeinderat Aarburg in Zusammenarbeit mit der Grundeigentümerin und den kantonalen Behörden mittlerweile abschliessen konnte. Rund 80 Wohneinheiten sollen an bester Lage erstellt werden. Die für höhere Ansprüche geplante Überbauung soll längerfristig zusätzliche Steuereinnahmen von rund 1 Mio. Franken pro Jahr generieren, was für die Gemeinde Aarburg von entscheidender Bedeutung ist, um den Steuerfuss langfristig auf den regionalen Durchschnitt senken zu können.
Das Gebiet Steinbille ist ein klassisches Entwicklungsgebiet der Gemeinde, und die Gefahr ist gross, dass die markant in Erscheinung tretende Antenne sowohl potenzielle Investoren wie auch zahlungskräftige Bewohner fernhalten und dadurch die Gemeindeentwicklung nachhaltig negativ beeinträchtigen würde.
Bereits fünf Antennen in Betrieb
Die Swisscom Mobile AG betreibt auf dem Gemeindegebiet von Aarburg bereits fünf Mobilfunkantennen. Dass die neue Antenne für die örtliche Versorgung der Bevölkerung überhaupt notwendig ist, wurde von der Gesuchstellerin nicht nachgewiesen. Der Gemeinderat musste daher annehmen, dass die Antenne in erster Linie für die Versorgung der Bahnreisenden bis hinein in den Festungstunnel vorgesehen ist. Für Bahntunnel- und -linienversorgungen gibt es aber technische Möglichkeiten, die weit weniger monumental in Erscheinung treten.
Für die Prüfung des Baugesuches in Bezug auf die Einhaltung des Umweltschutzgesetzes (USG) ist die Abteilung Umwelt im Baudepartement zuständig. Nichtionisierende Strahlung (NIS) muss gemäss dem USG im Sinne der Vorsorge so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist, mindestens aber so, dass sie für Mensch und Umwelt weder schädlich noch lästig wird. Die NIS-Fachstelle der Abteilung für Umwelt hat dem Baugesuch zugestimmt. Die Anlagegrenzwerte gemäss NIS-Verordnung sind an allen Orten mit empfindlicher Nutzung, das heisst wo sich Personen längere Zeit aufhalten können, eingehalten. (zto)