von The Future's Black » 17. März 2005 12:12
© Berner Zeitung; 16.03.2005; Seite 50
BZ-Ihre Seite
Mobilfunk-Strahlung
Wers glaubt, wird selig
Ausgabe vom 12. März
«Ein Forschungsprogramm soll endlich Klarheit
schaffen»
Mir wurde ganz mulmig, als ich die Nachricht las, dass jetzt zum Thema Gefahren von Mobilfunk-Strahlung erstmals wirklich unabhängig geforscht werden soll. Bisherige Forscher und Forschungsprojekte wie Dr. Neil Cherry, Prof. Dr. Lebrecht von Klitzing, TNO-Studie, Salford-Studie, Freiburger Appell der Umweltmediziner, Appell von Helsinki, Naila-Studie lassen offenbar Unklarheit zurück oder sind «voreingenommen», ebenso die Tausenden Betroffenen und die zunehmende Zahl damit konfrontierter Ärzte. Jetzt finanziert der Bund als Haupt- aktionär der Swisscom ein «unabhängiges» Forschungsprojekt - derselbe Bund, der bereits Milliarden an Konzessionsgeldern eingesackt hat und dies sicherlich weiterhin tun wird. Wird er den Goldesel schlachten? Wohl kaum ...
Woher die reichlich späte Einsicht? Im Jahr 1997 fiel in der Schweiz der Startschuss zum flächendeckenden Mobilfunk, sprich flächendeckenden Freilandversuch am Menschen. In vier Jahren sollen Resultate des Forschungsprogramms vorliegen. Falls das Programm zum Schluss kommen sollte, dass die Strahlenbelastung schädlich ist, hätte das für die Netzbetreiber Konsequenzen. Sicher müsste in diesem Fall eine Frist gegeben werden, um die Anlagen zu sanieren. Sagen wir 5 Jahre? Frühestens im Jahr 2014 wäre dann ein Wandel angesagt. Nach 15 bis 20 Jahren Betriebsdauer wird die Techno logie eh veraltet sein. Haupt sache, die Milliardengewinne sind bis dahin im Trockenen. Die CEOs werden sicherlich freigesprochen, handelten sie doch aus Unwissenheit.
Warum sind eigentlich Versicherer nicht bereit, die Schadensrisiken zu versichern? Wissen die etwa mehr? Was genau ist nun das Motiv für dieses Forschungsprogramm? Man darf gespannt sein. Und bitte wachsam bleiben, lieber Konsumentenschutz!
Regina Barth
Ittigen
© Berner Zeitung; 16.03.2005; Seite 50
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Mobilfunk-Strahlung
Wers glaubt, wird selig
Ausgabe vom 12. März
«Ein Forschungsprogramm soll endlich Klarheit
schaffen»
Mir wurde ganz mulmig, als ich die Nachricht las, dass jetzt zum Thema Gefahren von Mobilfunk-Strahlung erstmals wirklich unabhängig geforscht werden soll. Bisherige Forscher und Forschungsprojekte wie Dr. Neil Cherry, Prof. Dr. Lebrecht von Klitzing, TNO-Studie, Salford-Studie, Freiburger Appell der Umweltmediziner, Appell von Helsinki, Naila-Studie lassen offenbar Unklarheit zurück oder sind «voreingenommen», ebenso die Tausenden Betroffenen und die zunehmende Zahl damit konfrontierter Ärzte. Jetzt finanziert der Bund als Haupt- aktionär der Swisscom ein «unabhängiges» Forschungsprojekt - derselbe Bund, der bereits Milliarden an Konzessionsgeldern eingesackt hat und dies sicherlich weiterhin tun wird. Wird er den Goldesel schlachten? Wohl kaum ...
Woher die reichlich späte Einsicht? Im Jahr 1997 fiel in der Schweiz der Startschuss zum flächendeckenden Mobilfunk, sprich flächendeckenden Freilandversuch am Menschen. In vier Jahren sollen Resultate des Forschungsprogramms vorliegen. Falls das Programm zum Schluss kommen sollte, dass die Strahlenbelastung schädlich ist, hätte das für die Netzbetreiber Konsequenzen. Sicher müsste in diesem Fall eine Frist gegeben werden, um die Anlagen zu sanieren. Sagen wir 5 Jahre? Frühestens im Jahr 2014 wäre dann ein Wandel angesagt. Nach 15 bis 20 Jahren Betriebsdauer wird die Techno logie eh veraltet sein. Haupt sache, die Milliardengewinne sind bis dahin im Trockenen. Die CEOs werden sicherlich freigesprochen, handelten sie doch aus Unwissenheit.
Warum sind eigentlich Versicherer nicht bereit, die Schadensrisiken zu versichern? Wissen die etwa mehr? Was genau ist nun das Motiv für dieses Forschungsprogramm? Man darf gespannt sein. Und bitte wachsam bleiben, lieber Konsumentenschutz!
Regina Barth
Ittigen