von The Future's Black » 9. Mai 2005 13:04
© Mittelland Zeitung; 04.05.2005
Aarau Tabloid
buchs Mobilfunk bleibt ein heisses Thema
Das Baugesuch für eine UMTS-Antennanlage bei der SBB-Haltestelle, mitten im Kern von Buchs, hatte zahlreiche Einsprachen zur Folge. Die möglichen Auswirkungen von Mobilfunkanlagen, insbesondere von UMTS-Anlagen, lösen in der Bevölkerung im Allgemeinen eine grosse Verunsicherung aus. Dem ForumBuchs, welches in der Gemeinde als Vereinigung der Parteilosen für eine sachorientierte Politik einsteht, ist es deshalb ein Anliegen, allen Interessierten fachlich abgestützte Informationen zur Problematik anzubieten. Am geplanten Podium von Ende Mai über die UMTS- Problematik werden Vertreter der Mobilfunknetzbetreiber, Vertreter der Bewilligungsbehörden wie auch Experten des Immissionsschutzes und Einsprecher teilnehmen. (az)
© Mittelland Zeitung; 04.05.2005
Aarau Tabloid
UMTS - besonders gefährlich?
ForumBuchs Am Podium wird über die Problematik der geplanten Antennenanlage beim Bahnhof diskutiert.
Am Podium über die UMTS-Problematik werden Vertreter der Mobilfunknetzbetreiber, Vertreter der Bewilligungsbehörden wie auch Experten des Immissionsschutzes und Einsprecher teilnehmen.
Das Baugesuch für eine UMTS-Antennanlage bei der SBB-Haltestelle, mitten im Kern von Buchs, hatte zahlreiche Einsprachen zur Folge (AZ vom 16. April). Die möglichen Auswirkungen von Mobilfunkanlagen, insbesondere von UMTS-Anlagen, lösen in der Bevölkerung eine grosse Verunsicherung aus.
Diese ist einerseits auf die komplexe und wenig greifbare Sachlage - die Strahlung ist nicht sichtbar - und andererseits auf fehlende oder zum Teil falsche Informationen zurückzuführen. Dem ForumBuchs, welches in der Gemeinde als Vereinigung der Parteilosen für eine sachorientierte Politik einsteht, ist es deshalb ein Anliegen, allen Interessierten fachlich abgestützte Informationen zur Problematik anzubieten.
Gesundheitliche Aspekte
Die Grenzwerte für nicht ionisierende Strahlung, mit welcher auch UMTS-Anlagen senden, sind in der NIS-Verordnung des Bundes festgelegt. Die gesundheitlichen Folgen dieser Strahlungsart sind zurzeit nicht abschliessend geklärt. Der Einfluss von UMTS-Strahlung auf die Gesundheit wurde bisher erst mit einer Studie - der niederländischen TNO Studie - untersucht. Diese weist aus wissenschaftlicher Sicht Mängel auf und wird zurzeit von der Forschungsstiftung Mobilkommunikation, die der ETH Zürich domiziliert ist, repliziert. Diese Replikationsstudie soll Auskunft über die Auswirkungen der UMTS-Strahlung auf das Wohlbefinden und die kognitiven Fähigkeiten beim Menschen geben.
Liegenschaften in unmittelbarer Nähe zu Antennenanlagen können, wie dies auch in Presseberichten bestätigt wurde, den Liegenschaftswert negativ beeinflussen. Konkrete Zahlen zu diesem Thema sind schwierig zu beziffern, die Angst der Eigentümer vor Verlusten ist jedoch eine Tatsache.
Ortsbildschutz berücksichtigen
Der Ausbau oder die Optimierung der Mobilfunknetze muss die Anliegen des Ortsbildschutzes ausreichend berücksichtigen. Die Verträglichkeit von freistehenden oder auf bestehenden Gebäuden montierten Antennenanlagen in den Zentren und Ortskernen sind genau zu untersuchen. Je nach Situation sind spezielle Massnahmen oder andere Standorte erforderlich. (ros)
Bei der SBB-Haltestelle Buchs soll eine UMTS-Anlage realisiert werden. Einwohner haben dagegen opponiert. heinz bürki
FORUMBUCHS
Podium Am Mittwoch, 25. Mai, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Buchs.
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© Solothurner Zeitung / MLZ; 04.05.2005
LeBuWa Zeitung
Sämtliche Einsprachen abgelehnt
Zuchwil Geplante Mobilfunk-Antenne auf dem Widi-Areal erfüllt rechtliche Vorgaben
Schlappe für die Gegner der geplanten Natel-Antenne an der Widistrasse 33 in Zuchwil: Die Baukommission wies sämtliche Einsprachen gegen die Errichtung des Sendemastes ab.
Ralph Möll
Handy-Benutzer wirds freuen. Bald herrscht auch in Zuchwil lückenlose Netzabdeckung. «Alle baurechtlichen Vorgaben werden erfüllt. Damit sind die Einsprachen gegen die Natel-Antenne an der Widistrasse 33 haltlos», sagt Peter Baumann, Leiter Abteilung Bau und Planung in Zuchwil. Die Baukommission habe daher keine Möglichkeit gehabt, die Einsprachen zu berücksichtigen. Die Einsprecher seien bereits informiert. Nächsthöhere Instanz für eine Beschwerde wäre das Bau- und Justizdepartement.
Wie üblich bei Baugesuchen zur Errichtung von Mobilfunk-Antennen formierte sich auch in Zuchwil Widerstand. Die direkt betroffenen Anwohner aus dem Unterfeld-Quartier wehrten sich - vergebens. Nebst zwei «Sammeleinsprachen» seien auch «ein paar» weitere Einsprachen eingegangen, gibt Baumann Auskunft. Bemängelt worden seien vor allem die Frage nach dem Standort der Antenne sowie die unbekannten Folgen der Strahlung auf die Gesundheit der Menschen.
Gemeinsame Standortsuche
Dabei hat die Gemeinde Zuchwil den Standort zusammen mit der künftigen Antennen-Betreiberin Sunrise TDC Switzerland ausgesucht. «Die Gesellschaft wollte den Sendemast ursprünglich bei der AEK-Trafo-Station errichten.» Die Zuchwiler Behörden suchten daraufhin das Gespräch mit dem Mobilfunkanbieter und gemeinsam machte man sich auf die Suche nach einem alternativen Standort. Die Bedingungen dafür waren klar: Die Antenne sollte abseits der Wohnquartiere gebaut werden. Dabei muss aber die Netzabdeckung gewährleistet bleiben und wenn möglich sollte der Sendemast optisch versteckt werden.
Grenzwerte werden eingehalten
Baumann ist deshalb überzeugt, dass der Platz hinter dem Sultex-Clubhaus gut gewählt sei: «Der Abstand zu den nächstgelegenen dauerhaft bewohnten Gebäuden beträgt gute 250 Meter. Auf dem Widi-Areal finden primär Sportveranstaltungen statt. Die Menschen halten sich also eher kurze Zeit in diesem Gebiet auf.» Wobei Baumann betont, dass bis dato keine verbindlichen Forschungsergebnisse über eine allfällige Beeinträchtigung der Gesundheit durch die Strahlung von Mobilfunkantennen vorlägen: «Der Grenzwert für nichtionisierende Strahlung, der NIS-Wert, wird bei diesem Projekt eingehalten. Darüber hinaus existiert ein Entscheid des Bundesgerichts, der es Gemeinden untersagt, Baugesuche für Mobilfunkantennen zurückzustellen, nur weil vielleicht irgendwann Studienergebnisse über die Auswirkung dieser Strahlung zu erwarten sind.»
Noch besser wäre die Errichtung der Antenne auf dem Dach der Sultex-Gebäude gewesen, erklärt Baumann. «Das Unternehmen wollte davon aber nichts wissen.» Für diese Haltung bringt Baumann durchaus Verständnis auf: «Das wäre eine zusätzliche Belastung bei einem allfälligen Verkauf der Gebäude.»
Auch Ästhetik wurde berücksichtigt
Werde die Antenne wie geplant gebaut, genüge sie auch minimalsten ästhetischen Ansprüchen, sagt Baumann. Die Bäume hinter dem Clubhaus würden die Antenne ziemlich gut verstecken. Allerdings macht der Leiter der Abteilung Bau und Planung klar, dass die Ästhetik nur bedingt berücksichtigt werden könne: «Der Auftrag des Bundes an die Mobilfunkanbieter verlangt 50 Prozent Netzabdeckung. Da spielen ästhetische Bedenken eine untergeordnete Rolle.»
Überrascht hat Peter Baumann, dass die extra im Gemeindehaus aufgestellte Infowand offenbar nur wenig Interessierte angelockt hat: «Bei mir meldeten sich nur zwei Personen mit konkreten Fragen zu dieser Mobilfunk-Antenne.» Auch wenn er nicht ausschliessen kann, dass sich weitere Einwohner Zuchwils an der Infotafel schlau gemacht haben, ohne sich bei ihm gemeldet zu haben, hätte Baumann doch mehr Resonanz erwartet.
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© La Liberté; 04.05.2005; page 13
Regions
«Nous n'avons pas besoin d'antenne Sunrise à Bellegarde!»
REPORTAGE · Les habitants de Bellegarde luttent contre Sunrise. L'opérateur désire implanter une antenne sur la commune.
aurélie lebreau
«Stop Sunrise, genug Kranke» (Stop Sunrise, assez de malades!). L'un des panneaux plantés sur le bas-côté de la route menant à Bellegarde ne laisse planer aucune ambiguïté. L'opérateur de téléphonie mobile n'est vraiment pas le bienvenu dans la commune gruérienne. C'est pourtant là que Sunrise désire greffer ses antennes, sur un mât déjà existant, accueillant pour l'instant Orange et Swisscom.
L'arrivée probable d'antennes supplémentaires provoque une véritable levée de boucliers depuis l'été dernier. Sur 720 habitants, ils sont plus de 500 à s'opposer officiellement à cette extension. Lundi soir, Sunrise a dû, sur demande du préfet de la Gruyère, organiser une séance d'information dans le village. Elle n'a pas transformé les oppositions en bénédictions. Loin de là...
Peur de tomber malade
Au tea-room Enzian, quelques habitués sont assis à la même table. La patronne, fiévreuse, n'a pas pu assister à la séance de lundi soir. Fataliste, elle pense «qu'ils feront ce qu'ils veulent. Qu'on vote oui ou non, ça ne changera rien». Essuyant son comptoir, elle soupire: «Si ces nouvelles antennes arrivent, c'est sûr qu'elles nous rendront malades avec les années.»
Une crainte partagée par l'ensemble de la population, au vu des énormes pancartes plantées sur les talus. A l'entrée et à la sortie de Bellegarde, les slogans ont poussé comme des champignons vénéneux: «Stop Sunrise, plus de cancers» ou encore «Stop Sunrise, nous voulons vivre». Jean-Claude Schuwey, syndic de Bellegarde, confirme cette peur: «Si Sunrise vient, c'est sûr que les ondes électromagnétiques vont augmenter. Cela angoisse les gens. Nous avons déjà une ligne à haute tension qui traverse le village et plusieurs cas de leucémies et de cancers. Bien sûr, nous n'avons pu établir de liens directs entre ces éléments, mais tout de même...»
Oppositions maintenues
A la fromagerie, la gérante tient un discours en tout point identique: «Nous ne sommes pas contre Sunrise, mais contre les ondes supplémentaires qu'ils nous apporteraient. Nous sommes tous très bien renseignés.» Un de leurs voisins a ainsi rendu visite à chaque famille du village pour expliquer les effets négatifs de ces antennes. «Et à l'exception de deux familles, nous avons tous été convaincus.»
Dans le bureau de son entreprise de charpenterie à La Villette, Jean-Claude Schuwey relève que cette séance d'information n'a servi à rien: «Sunrise n'a convaincu personne!» I
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Berner Zeitung; 04.05.2005; Seite 35
SO-Region Solothurn
Luterbach
Keine Blockade für Antennen
Die Gemeinde Luterbach will vorerst kein Moratorium für Mobilfunkantennen erlassen. Eine entsprechende Motion der CVP fand im Gemeinderat keinen Anklang, da vor allem deren Rechtskraft angezweifelt wurde.
Langenthal hats vorgemacht und einige Gemeinden im Kanton Solothurn wollen nachziehen: Auf Druck der Bevölkerung erliess der Gemeinderat der Stadt im Oberaargau ein Moratorium für Mobilfunkantennen. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass das Bundesamt für Umwelt, Verkehr und Energie (UVEK) eine Studie in Auftrag gegeben hatte, die abklären soll, welche Auswirkungen die neuen UMTS-Strahlen auf die Gesundheit des Menschen haben. In Langenthal will man zuerst die Resultate dieser Studie abwarten, bevor neue Baugesuche bewilligt werden.
CVP-Motion
Nach Günsberg und Langendorf (im Tagblatt) hat nun auch Luterbach die Idee dieses Moratoriums aufgenommen. Am Montagabend diskutierte der Gemeinderat eine Motion der CVP. Die Partei verlangte, dass der Gemeinderat keine Baugesuche bewilligen dürfe, bis die Ergebnisse der Studie vorlägen. «Die Wirkung der UMTS-Technologie ist unklar», begründete Gemeinderat Kurt Hediger (CVP) die Motion. Die CVP verlange ausserdem, dass die Netz-Abdeckung in der Gemeinde abgeklärt werde. «Wenn sie genügend ist, dann wollen wir keine zusätzlichen Antennen mehr», ergänzte er.
Rechtliche Bedenken
Der Rat zeigte wenig Begeisterung für den Vorschlag. «Ich bin mit der Idee zwar einverstanden, habe aber rechtliche Bedenken», sagte Manfred Kaiser (SP). Wenn ein Baugesuch korrekt eingereicht werde, dürfe es nicht einfach so hinausgezögert werden.
Hugo Schumacher (FLL) fand sogar, dass die Motion aufgrund des Wortlauts nicht für erheblich erklärt werden dürfe. «Der Gemeinderat ist für Baugesuche gar nicht zuständig.» Der Vorschlag Hedigers, den Text anzupassen, fand ebenfalls keinen Anklang. Darauf zog er die Motion zurück: «Ich sehe, ihr tut euch schwer mit einer Sache, die uns allen zu Gute käme», sagte er und erklärte, einen neuen Antrag auszuarbeiten.
Sandra Witmer fu
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© Berner Zeitung; 06.05.2005; Seite 32
BZ-Region Emme
Wiler
Weg frei für Kompromiss
Nachdem Orange die Sendeleistung reduzierte, hat der Regierungsstatthalter die Handyantenne in Wiler bei Utzenstorf nun bewilligt.
67 Einsprachen, darunter eine von 163 Leuten unterschriebene Kollektiveinsprache: So lautete die Bilanz, nachdem die Orange AG ein Baugesuch für eine Mobilfunkanlage mitten in Wiler eingereicht hatte. Die Suche nach Alternativstandorten blieb aber erfolglos, und so erklärte sich Orange bereit, die Sendeleistung der Anlage von 6480 auf 4380 Watt zu reduzieren.
«Aufgrund dieser Entschärfung der Situation» hat der Fraubrunner Regierungsstatthalter Urs Wüthrich nun die Baubewilligung erteilt und die 4380 Watt als maximale Sendeleistung festgelegt. Falls die Orange AG die Leistung dereinst erhöhen möchte, muss sie ein neues Baugesuch einreichen.
61 der 67 Einsprachen wurden mittlerweile zurückgezogen. Die verbleibenden sechs (darunter die Kollektiveinsprache) hat der Statthalter - weil bei der Antenne die gesetzlichen Vorgaben eingehalten seien - abgewiesen. Bereits vor Monatsfrist sagte Markus Schütte, Sprecher des Aktionskomitees «Nid z’mitts im Dorf», dass die Kollektiveinsprache erst zurückgezogen werde, sobald Orange «den Vertrag wie abgemacht unterschrieben» habe. Schütte zeigte sich über die reduzierte Sendeleistung damals nicht restlos glücklich, freute sich aber, wenigstens einen Teilerfolg verbuchen zu können. maz
© Mittelland Zeitung; 04.05.2005
Aarau Tabloid
buchs Mobilfunk bleibt ein heisses Thema
Das Baugesuch für eine UMTS-Antennanlage bei der SBB-Haltestelle, mitten im Kern von Buchs, hatte zahlreiche Einsprachen zur Folge. Die möglichen Auswirkungen von Mobilfunkanlagen, insbesondere von UMTS-Anlagen, lösen in der Bevölkerung im Allgemeinen eine grosse Verunsicherung aus. Dem ForumBuchs, welches in der Gemeinde als Vereinigung der Parteilosen für eine sachorientierte Politik einsteht, ist es deshalb ein Anliegen, allen Interessierten fachlich abgestützte Informationen zur Problematik anzubieten. Am geplanten Podium von Ende Mai über die UMTS- Problematik werden Vertreter der Mobilfunknetzbetreiber, Vertreter der Bewilligungsbehörden wie auch Experten des Immissionsschutzes und Einsprecher teilnehmen. (az)
© Mittelland Zeitung; 04.05.2005
Aarau Tabloid
UMTS - besonders gefährlich?
ForumBuchs Am Podium wird über die Problematik der geplanten Antennenanlage beim Bahnhof diskutiert.
Am Podium über die UMTS-Problematik werden Vertreter der Mobilfunknetzbetreiber, Vertreter der Bewilligungsbehörden wie auch Experten des Immissionsschutzes und Einsprecher teilnehmen.
Das Baugesuch für eine UMTS-Antennanlage bei der SBB-Haltestelle, mitten im Kern von Buchs, hatte zahlreiche Einsprachen zur Folge (AZ vom 16. April). Die möglichen Auswirkungen von Mobilfunkanlagen, insbesondere von UMTS-Anlagen, lösen in der Bevölkerung eine grosse Verunsicherung aus.
Diese ist einerseits auf die komplexe und wenig greifbare Sachlage - die Strahlung ist nicht sichtbar - und andererseits auf fehlende oder zum Teil falsche Informationen zurückzuführen. Dem ForumBuchs, welches in der Gemeinde als Vereinigung der Parteilosen für eine sachorientierte Politik einsteht, ist es deshalb ein Anliegen, allen Interessierten fachlich abgestützte Informationen zur Problematik anzubieten.
Gesundheitliche Aspekte
Die Grenzwerte für nicht ionisierende Strahlung, mit welcher auch UMTS-Anlagen senden, sind in der NIS-Verordnung des Bundes festgelegt. Die gesundheitlichen Folgen dieser Strahlungsart sind zurzeit nicht abschliessend geklärt. Der Einfluss von UMTS-Strahlung auf die Gesundheit wurde bisher erst mit einer Studie - der niederländischen TNO Studie - untersucht. Diese weist aus wissenschaftlicher Sicht Mängel auf und wird zurzeit von der Forschungsstiftung Mobilkommunikation, die der ETH Zürich domiziliert ist, repliziert. Diese Replikationsstudie soll Auskunft über die Auswirkungen der UMTS-Strahlung auf das Wohlbefinden und die kognitiven Fähigkeiten beim Menschen geben.
Liegenschaften in unmittelbarer Nähe zu Antennenanlagen können, wie dies auch in Presseberichten bestätigt wurde, den Liegenschaftswert negativ beeinflussen. Konkrete Zahlen zu diesem Thema sind schwierig zu beziffern, die Angst der Eigentümer vor Verlusten ist jedoch eine Tatsache.
Ortsbildschutz berücksichtigen
Der Ausbau oder die Optimierung der Mobilfunknetze muss die Anliegen des Ortsbildschutzes ausreichend berücksichtigen. Die Verträglichkeit von freistehenden oder auf bestehenden Gebäuden montierten Antennenanlagen in den Zentren und Ortskernen sind genau zu untersuchen. Je nach Situation sind spezielle Massnahmen oder andere Standorte erforderlich. (ros)
Bei der SBB-Haltestelle Buchs soll eine UMTS-Anlage realisiert werden. Einwohner haben dagegen opponiert. heinz bürki
FORUMBUCHS
Podium Am Mittwoch, 25. Mai, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Buchs.
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© Solothurner Zeitung / MLZ; 04.05.2005
LeBuWa Zeitung
Sämtliche Einsprachen abgelehnt
Zuchwil Geplante Mobilfunk-Antenne auf dem Widi-Areal erfüllt rechtliche Vorgaben
Schlappe für die Gegner der geplanten Natel-Antenne an der Widistrasse 33 in Zuchwil: Die Baukommission wies sämtliche Einsprachen gegen die Errichtung des Sendemastes ab.
Ralph Möll
Handy-Benutzer wirds freuen. Bald herrscht auch in Zuchwil lückenlose Netzabdeckung. «Alle baurechtlichen Vorgaben werden erfüllt. Damit sind die Einsprachen gegen die Natel-Antenne an der Widistrasse 33 haltlos», sagt Peter Baumann, Leiter Abteilung Bau und Planung in Zuchwil. Die Baukommission habe daher keine Möglichkeit gehabt, die Einsprachen zu berücksichtigen. Die Einsprecher seien bereits informiert. Nächsthöhere Instanz für eine Beschwerde wäre das Bau- und Justizdepartement.
Wie üblich bei Baugesuchen zur Errichtung von Mobilfunk-Antennen formierte sich auch in Zuchwil Widerstand. Die direkt betroffenen Anwohner aus dem Unterfeld-Quartier wehrten sich - vergebens. Nebst zwei «Sammeleinsprachen» seien auch «ein paar» weitere Einsprachen eingegangen, gibt Baumann Auskunft. Bemängelt worden seien vor allem die Frage nach dem Standort der Antenne sowie die unbekannten Folgen der Strahlung auf die Gesundheit der Menschen.
Gemeinsame Standortsuche
Dabei hat die Gemeinde Zuchwil den Standort zusammen mit der künftigen Antennen-Betreiberin Sunrise TDC Switzerland ausgesucht. «Die Gesellschaft wollte den Sendemast ursprünglich bei der AEK-Trafo-Station errichten.» Die Zuchwiler Behörden suchten daraufhin das Gespräch mit dem Mobilfunkanbieter und gemeinsam machte man sich auf die Suche nach einem alternativen Standort. Die Bedingungen dafür waren klar: Die Antenne sollte abseits der Wohnquartiere gebaut werden. Dabei muss aber die Netzabdeckung gewährleistet bleiben und wenn möglich sollte der Sendemast optisch versteckt werden.
Grenzwerte werden eingehalten
Baumann ist deshalb überzeugt, dass der Platz hinter dem Sultex-Clubhaus gut gewählt sei: «Der Abstand zu den nächstgelegenen dauerhaft bewohnten Gebäuden beträgt gute 250 Meter. Auf dem Widi-Areal finden primär Sportveranstaltungen statt. Die Menschen halten sich also eher kurze Zeit in diesem Gebiet auf.» Wobei Baumann betont, dass bis dato keine verbindlichen Forschungsergebnisse über eine allfällige Beeinträchtigung der Gesundheit durch die Strahlung von Mobilfunkantennen vorlägen: «Der Grenzwert für nichtionisierende Strahlung, der NIS-Wert, wird bei diesem Projekt eingehalten. Darüber hinaus existiert ein Entscheid des Bundesgerichts, der es Gemeinden untersagt, Baugesuche für Mobilfunkantennen zurückzustellen, nur weil vielleicht irgendwann Studienergebnisse über die Auswirkung dieser Strahlung zu erwarten sind.»
Noch besser wäre die Errichtung der Antenne auf dem Dach der Sultex-Gebäude gewesen, erklärt Baumann. «Das Unternehmen wollte davon aber nichts wissen.» Für diese Haltung bringt Baumann durchaus Verständnis auf: «Das wäre eine zusätzliche Belastung bei einem allfälligen Verkauf der Gebäude.»
Auch Ästhetik wurde berücksichtigt
Werde die Antenne wie geplant gebaut, genüge sie auch minimalsten ästhetischen Ansprüchen, sagt Baumann. Die Bäume hinter dem Clubhaus würden die Antenne ziemlich gut verstecken. Allerdings macht der Leiter der Abteilung Bau und Planung klar, dass die Ästhetik nur bedingt berücksichtigt werden könne: «Der Auftrag des Bundes an die Mobilfunkanbieter verlangt 50 Prozent Netzabdeckung. Da spielen ästhetische Bedenken eine untergeordnete Rolle.»
Überrascht hat Peter Baumann, dass die extra im Gemeindehaus aufgestellte Infowand offenbar nur wenig Interessierte angelockt hat: «Bei mir meldeten sich nur zwei Personen mit konkreten Fragen zu dieser Mobilfunk-Antenne.» Auch wenn er nicht ausschliessen kann, dass sich weitere Einwohner Zuchwils an der Infotafel schlau gemacht haben, ohne sich bei ihm gemeldet zu haben, hätte Baumann doch mehr Resonanz erwartet.
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© La Liberté; 04.05.2005; page 13
Regions
«Nous n'avons pas besoin d'antenne Sunrise à Bellegarde!»
REPORTAGE · Les habitants de Bellegarde luttent contre Sunrise. L'opérateur désire implanter une antenne sur la commune.
aurélie lebreau
«Stop Sunrise, genug Kranke» (Stop Sunrise, assez de malades!). L'un des panneaux plantés sur le bas-côté de la route menant à Bellegarde ne laisse planer aucune ambiguïté. L'opérateur de téléphonie mobile n'est vraiment pas le bienvenu dans la commune gruérienne. C'est pourtant là que Sunrise désire greffer ses antennes, sur un mât déjà existant, accueillant pour l'instant Orange et Swisscom.
L'arrivée probable d'antennes supplémentaires provoque une véritable levée de boucliers depuis l'été dernier. Sur 720 habitants, ils sont plus de 500 à s'opposer officiellement à cette extension. Lundi soir, Sunrise a dû, sur demande du préfet de la Gruyère, organiser une séance d'information dans le village. Elle n'a pas transformé les oppositions en bénédictions. Loin de là...
Peur de tomber malade
Au tea-room Enzian, quelques habitués sont assis à la même table. La patronne, fiévreuse, n'a pas pu assister à la séance de lundi soir. Fataliste, elle pense «qu'ils feront ce qu'ils veulent. Qu'on vote oui ou non, ça ne changera rien». Essuyant son comptoir, elle soupire: «Si ces nouvelles antennes arrivent, c'est sûr qu'elles nous rendront malades avec les années.»
Une crainte partagée par l'ensemble de la population, au vu des énormes pancartes plantées sur les talus. A l'entrée et à la sortie de Bellegarde, les slogans ont poussé comme des champignons vénéneux: «Stop Sunrise, plus de cancers» ou encore «Stop Sunrise, nous voulons vivre». Jean-Claude Schuwey, syndic de Bellegarde, confirme cette peur: «Si Sunrise vient, c'est sûr que les ondes électromagnétiques vont augmenter. Cela angoisse les gens. Nous avons déjà une ligne à haute tension qui traverse le village et plusieurs cas de leucémies et de cancers. Bien sûr, nous n'avons pu établir de liens directs entre ces éléments, mais tout de même...»
Oppositions maintenues
A la fromagerie, la gérante tient un discours en tout point identique: «Nous ne sommes pas contre Sunrise, mais contre les ondes supplémentaires qu'ils nous apporteraient. Nous sommes tous très bien renseignés.» Un de leurs voisins a ainsi rendu visite à chaque famille du village pour expliquer les effets négatifs de ces antennes. «Et à l'exception de deux familles, nous avons tous été convaincus.»
Dans le bureau de son entreprise de charpenterie à La Villette, Jean-Claude Schuwey relève que cette séance d'information n'a servi à rien: «Sunrise n'a convaincu personne!» I
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Berner Zeitung; 04.05.2005; Seite 35
SO-Region Solothurn
Luterbach
Keine Blockade für Antennen
Die Gemeinde Luterbach will vorerst kein Moratorium für Mobilfunkantennen erlassen. Eine entsprechende Motion der CVP fand im Gemeinderat keinen Anklang, da vor allem deren Rechtskraft angezweifelt wurde.
Langenthal hats vorgemacht und einige Gemeinden im Kanton Solothurn wollen nachziehen: Auf Druck der Bevölkerung erliess der Gemeinderat der Stadt im Oberaargau ein Moratorium für Mobilfunkantennen. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass das Bundesamt für Umwelt, Verkehr und Energie (UVEK) eine Studie in Auftrag gegeben hatte, die abklären soll, welche Auswirkungen die neuen UMTS-Strahlen auf die Gesundheit des Menschen haben. In Langenthal will man zuerst die Resultate dieser Studie abwarten, bevor neue Baugesuche bewilligt werden.
CVP-Motion
Nach Günsberg und Langendorf (im Tagblatt) hat nun auch Luterbach die Idee dieses Moratoriums aufgenommen. Am Montagabend diskutierte der Gemeinderat eine Motion der CVP. Die Partei verlangte, dass der Gemeinderat keine Baugesuche bewilligen dürfe, bis die Ergebnisse der Studie vorlägen. «Die Wirkung der UMTS-Technologie ist unklar», begründete Gemeinderat Kurt Hediger (CVP) die Motion. Die CVP verlange ausserdem, dass die Netz-Abdeckung in der Gemeinde abgeklärt werde. «Wenn sie genügend ist, dann wollen wir keine zusätzlichen Antennen mehr», ergänzte er.
Rechtliche Bedenken
Der Rat zeigte wenig Begeisterung für den Vorschlag. «Ich bin mit der Idee zwar einverstanden, habe aber rechtliche Bedenken», sagte Manfred Kaiser (SP). Wenn ein Baugesuch korrekt eingereicht werde, dürfe es nicht einfach so hinausgezögert werden.
Hugo Schumacher (FLL) fand sogar, dass die Motion aufgrund des Wortlauts nicht für erheblich erklärt werden dürfe. «Der Gemeinderat ist für Baugesuche gar nicht zuständig.» Der Vorschlag Hedigers, den Text anzupassen, fand ebenfalls keinen Anklang. Darauf zog er die Motion zurück: «Ich sehe, ihr tut euch schwer mit einer Sache, die uns allen zu Gute käme», sagte er und erklärte, einen neuen Antrag auszuarbeiten.
Sandra Witmer fu
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© Berner Zeitung; 06.05.2005; Seite 32
BZ-Region Emme
Wiler
Weg frei für Kompromiss
Nachdem Orange die Sendeleistung reduzierte, hat der Regierungsstatthalter die Handyantenne in Wiler bei Utzenstorf nun bewilligt.
67 Einsprachen, darunter eine von 163 Leuten unterschriebene Kollektiveinsprache: So lautete die Bilanz, nachdem die Orange AG ein Baugesuch für eine Mobilfunkanlage mitten in Wiler eingereicht hatte. Die Suche nach Alternativstandorten blieb aber erfolglos, und so erklärte sich Orange bereit, die Sendeleistung der Anlage von 6480 auf 4380 Watt zu reduzieren.
«Aufgrund dieser Entschärfung der Situation» hat der Fraubrunner Regierungsstatthalter Urs Wüthrich nun die Baubewilligung erteilt und die 4380 Watt als maximale Sendeleistung festgelegt. Falls die Orange AG die Leistung dereinst erhöhen möchte, muss sie ein neues Baugesuch einreichen.
61 der 67 Einsprachen wurden mittlerweile zurückgezogen. Die verbleibenden sechs (darunter die Kollektiveinsprache) hat der Statthalter - weil bei der Antenne die gesetzlichen Vorgaben eingehalten seien - abgewiesen. Bereits vor Monatsfrist sagte Markus Schütte, Sprecher des Aktionskomitees «Nid z’mitts im Dorf», dass die Kollektiveinsprache erst zurückgezogen werde, sobald Orange «den Vertrag wie abgemacht unterschrieben» habe. Schütte zeigte sich über die reduzierte Sendeleistung damals nicht restlos glücklich, freute sich aber, wenigstens einen Teilerfolg verbuchen zu können. maz