Presseschau 10.5.05: Lenganu: gegen Antenne/Viel Netz für we

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Presseschau 10.5.05: Lenganu: gegen Antenne/Viel Netz für we

von The Future's black » 10. Juni 2005 11:46

© Berner Zeitung; 10.06.2005; Seite 29
SO-Grenchen

Lengnau
Gegen Antenne

Der Gemeinderat Lengnau erhebt Einsprache gegen eine geplante Mobilfunkanlage an der Solothurnstrasse 31.

Die geplante Mobilfunkanlage der TDC Switzerland AG soll in der Wohn- und Gewerbezone WG 2 erstellt werden und 17,6 Meter hoch sein. «In dieser Zone herrscht die Wohnnutzung vor und eine solche Anlage gehört nicht in ein solches Gebiet», steht in der Medienmitteilung der Gemeinde. Der Gemeinderat stelle sich zudem auf den Standpunkt, in Lengnau seien bereits drei Antennen in Betrieb oder in Planung. «Es geht nicht an, dass mitten im Dorf, nahe der Schule, eine Mobilfunkanlage gebaut werde, deren schädliche Immissionen und Langzeitwirkungen für die Bewohner negative Folgen haben können», heisst es weiter. Der Gemeinderat erachte deshalb diesen vierten Standort als unverhältnismässig, vor allem auch, weil die Versorgung von Lengnau als ausreichend gewertet werden müsse. mgt
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© HandelsZeitung; 08.06.2005; Seite 71; Nummer 23

Viel Netz für wenig Verkehr

Mobilnetzauslastung · Mit immer neuen Angeboten und Pauschaltarifen soll mehr Verkehr auf die Netze gelotst werden. Es fehlt an Hardware und Sicherheit.

Matthias Niklowitz

Wenn jeder Anruf zehn Sekunden länger dauert, sind die Netze voll», sagten vor drei Jahren unisono die Vertreter der Mobilnetzausrüster. Ihre Aussagen waren nicht ganz uneigennützig - mehr Verkehr heisst mehr Basisstationen und damit mehr Umsatz für die Ausrüster. Tatsächlich gab es laut Panagiotis Spiliopoulos, Telecom-Analyst bei der Bank Vontobel in Zürich, Anfang 2004 einen kleinen Nachholbedarf.
Aber inzwischen ist es ruhiger geworden, und die Netze werden auf Maintenance-Level betrieben. Das heisst, es werden kaum neue Investitionen in die Hardware getätigt. Denn die grossen schweizerischen Netzbetreiber verzeichnen stagnierende, teilweise sogar rückläufige Gesprächsdauern pro Monat. Die Minutes of Use (MoU) sind der entscheidende Branchenkennwert. Sie variieren zwischen 110 und 120 Minuten pro Monat. Das ist, vor allem infolge des hohen Preisniveaus, deutlich weniger als im übrigen Kontinentaleuropa (150 Minuten), Grossbritannien (180) oder den USA (400).

Kommerzielle Applikationen sind die Minderheit

Zudem sind die Netze längst nicht am Rande der Kapazität. Hie und da sind sehr punktuell keine Verbindungen möglich, wenn etwa ein Tram in der Zürcher Innenstadt kollidiert und alle 200 Passagiere gleichzeitig mitteilen möchten, dass sie sich um fünf Minuten verspäten (vgl. Kasten).

Bis jetzt entfällt praktisch der ganze Datenverkehr auf Unterhaltungsangebote wie Musik-Downloads, Spiele, Klingeltöne usw.; kommerzielle Applikationen bilden immer noch die absolute Minderheit, wenn man von den Blackberries von Research-in-Motion absieht. Viele Endgeräte sind bis heute eigentlich nicht für Geschäftszwecke zu gebrauchen, oft aufgrund unzureichender Sicherheit. Obwohl viele Geschäftsanwendungen prinzipiell (auf Notebooks) über WLAN-Hotspots erschliessbar wären, ist auch hier die Sicherheitsproblematik bisher unbefriedigend gelöst. Firmen wie Oracle beispielsweise verbieten ihren Mitarbeitern prinzipiell, über solche unsicheren Kanäle Informationen aus den Firmencomputern anzuzapfen.

Noch einige Neuigkeiten dieses Jahr

Wie lässt sich jetzt mehr Verkehr auf die Mobilnetze lenken? Vodafone propagiert auf dem Heimmarkt bereits UMTS-Zugänge als Ersatz für ADSL-Anschlüsse, aber der Kupferdraht weist eine höhere Kapazität auf. Die Preissenkungen der Swisscom zielen auf eine Verlängerung der Gesprächszeiten ab (bisher durchschnittlich 1,8 Minuten, aber hier sind auch die unfreiwilligen Verbindungsabbrüche eingerechnet). Flat Rates verlängern diese Gesprächszeiten genauso wie die neuen Angebote mit gestaffelten Terminierungsgebühren zu anderen Netzbetreibern. Im Rahmen dieser Strategie, die in den Swisscom-internen Strategiepapieren «Community-Building» bezeichnet wird, sind laut Swisscom-Mobile-Chef Carsten Schloter in diesem Jahr noch einige Neuigkeiten zu erwarten, wie er an einer Pressepräsentation Ende Mai in Zürich durchblicken liess.

«Netzauslastung hängt immer von der Ausgestaltung der Preise ab», bestätigt Peter Lindberg, Chef von Ericsson in der Schweiz. Weiter hängt die Netzauslastung von der mittelfristigen Kapazitätsplanung der Netzbetreiber ab, und auch die zunehmenden Softwarefunktionen und -angebote wie Musik-Downloads spielen eine Rolle.

Der Verbreitung von Geschäftslösungen stehen noch ungelöste Sicherheitsfragen im Weg. Beim weiteren Ausbau der UMTS-Netze, die wiederum eine deutlich höhere Kapazität aufweisen, zögern jetzt die Netzbetreiber, bis überzeugende Handys auch in tieferen Preislagen, die für den Massenmarkt taugen, erhältlich sind.
Die ewig gleichen Ausreden der Netzbetreiber
Mehrverkehr lässt sich aber auch durch weitere Mittel erreichen. Spiliopoulos erwähnt die unnützen Meldungen um die Combox herum, eine (zu) komplexe Benutzerführung, aber auch E-Mails (ohne Anhang) oder unnötig lange Ansagen bei Sport- und Wetterdiensten.
Das Beispiel Musik zeigt die unterschiedlichen Interessen der Netzbetreiber und der Handy-Hersteller. Bisher haben die Netzbetreiber wenigstens an der Übertragungszeit verdient und über die immer mehr aufgerüsteten Handys neue Kunden akquiriert. Wenn sie bei Downloads weniger oder fast nichts mehr verdienen und kein akzeptabler Umsatz- und Gewinnsplit erreicht wird, werden Dienste nicht erfolgreich werden. Das Beispiel Japan zeigt beim Netzbetreiber NTT DoCoMo, dass ein möglichst grosses Angebot auch eine hohe Nachfrage nach sich zieht.
Ein weiteres Beispiel, wo laut Spiliopoulos Interessen kollidieren, ist Unified Messaging. Darunter versteht die Industrie die Möglichkeit, SMS oder Voicemails als E-Mails zu lesen und zu verschicken. Wenn Benutzer jeweils das günstigste Medium wählen, und das ist heute der dauernd mit dem Netz verbundene PC oder das Notebook, dann wandert ein Teil der teuren Kurzbotschaften auf das Internet ab. «Das Ganze funktioniert seit zwei Jahren gut, aber niemand wirbt dafür», beobachtet Spiliopoulos, «das Argument ist immer das gleiche - man müsse zuerst die IT-Infrastruktur umstellen.»

Aus Fernost kommen noch ganz andere Varianten, den Netzverkehr zu steigern. Eine beliebte sind Kurzwerbespots, die sich Benutzer anhören müssen, bevor sie telefonieren können. Im Gegenzug verbilligen sich die Gesprächstarife. Statt «Guten Tag, hier ist die Combox» heisst es dann «Der Tag beginnt besser mit Lingsuang- Kaffee.»

Datenverkehr

Nur Bruchteile wirklich genutzt

Mobiltelefonnetze sind nicht bis zum Anschlag belastbar, denn Netzbetreiber benötigen, wie die Stromversorger, gewisse Reserven, sie müssen sich auf die raren Nachfrage-Peaks ausrichten. Bei Sunrise etwa ist die Auslastung während der Spitzenzeiten mittags und am Abend zwischen 25 und 30%, über den ganzen Tag verteilt sind es 10%.

Drastische Preissenkungen wie die von der Swisscom erfolgen auch vor dem Hintergrund praktisch ungenutzter UMTS-Netze. Das Verhältnis von Voice zu Daten liegt laut Bank-Vontobel-Analyst Panagiotis Spiliopoulos bei 9 zu 1, in Asien liegt der Datenanteil teilweise schon bei 40 bis 45%. Auch an Silvester bleiben die SMS-Meldungen nicht mehr hängen, wenn Sender und Empfänger auf dem gleichen Netz kommunizieren. Der Knoten lag oft an den Übergängen zu anderen Netzbetreibern, aber dieser wurde jetzt beseitigt. (mn)
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© Neue Luzerner Zeitung; 09.06.2005; Seite 19
Urner Zeitung Aufschlag

Sicherheitsfunksystem

«Polycom ist teuer, aber ein Muss»

bar. Unter dem Namen polyvalente Communication (Polycom) befindet sich zurzeit ein nationales Sicherheitsfunknetz im Aufbau. Der Landrat hat sich gestern für den Erwerb und die Erstellung von Polycom durch den Kanton Uri ausgesprochen. «Natürlich ist Polycom teuer, aber es geht um die Sicherstellung von Sicherheit, und das ist ein Muss», argumentierten die Fraktionssprecher übereinstimmend. Die konkreten Zahlen: Polycom kostet brutto 14,976 Mio. Franken. Der Bund wird sich mit 8,394 Mio. Franken beteiligen. Dem Kanton Uri verbleiben somit einmalige Ausgaben in der Höhe von 6,582 Mio. Franken. Im November 2005 wird das Urnervolk an der Urne über den Kredit befinden können. Sagt es Ja, könnte Polycom voraussichtlich Ende 2007 in Betrieb genommen werden.

Polizeifunk als Auslöser

Auslöser für das Urner Polycom-Projekt war das überalterte Funknetz der Kantonspolizei Uri, das dringend erneuert werden muss. Hätte man anstelle von Polycom einfach nur den Polizeifunk durch ein herkömmliches System ersetzt, wäre diese «Übung» auf knapp 7 Mio. Franken zu stehen gekommen. Zudem gäbe es für den reinen Polizeifunkersatz keine Bundesbeiträge. Kurz: Unter dem Strich würde dies Uri mehr kosten als Polycom.

Nicht nur die Polizei

Vom neuen Sicherheitsfunknetz sollen aber nicht allein die Polizei, sondern alle Blaulichtorganisationen wie Chemiewehr, Sanität oder das Amt für Tiefbau profitieren. «Ein Warten auf die NFA macht deshalb keinen Sinn, weil dann frühestens ab 2010 auf Polycom umgestellt werden könnte», begründete Sicherheitsdirektor Josef Dittli den Zeitpunkt der Umstellung. «Zudem müsste die finanzielle Beteiligung mit dem Bund grundlegend neu verhandelt werden. Der Regierungsrat bezweifle allerdings, dass man dannzumal das gleiche Verhandlungsergebnis erreichen könnte, wie dies im vorliegenden Fall mit dem Bundesamt für Strassen geschehen sei. «Wir haben es hier nicht mit einer Luxuslösung zu tun», betonte Dittli. «Es wurde sorgfältig geplant, mit dem Bund verhandelt und gerechnet.» Die Antennenstandorte seien detailliert analysiert und begangen worden. Die Strahlung falle im Vergleich zu Natel-Antennen um ein Vielfaches geringer aus.

Genügend Kanäle vorhanden

Mit Polycom wird das gesamte befahrbare und bewohnte Kantonsgebiet erschlossen. Schwerpunkte liegen auf den Siedlungsräumen, den Nationalstrassen und den Passstrassen. Dank Polycom werden in Krisensituationen genügend freie und vor allem für alle Rettungsorganisationen nutzbare Kanäle bereitstehen. Für die Feuerwehren der Gemeinden soll zudem die Möglichkeit bestehen, sich ebenfalls ins Netz einzuklinken, allerdings mit entsprechenden Kostenfolgen für die Gemeinden.
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© Neue Luzerner Zeitung; 08.06.2005; Seite 21
Nidwaldner, Obwaldner Zeitung Regionale

Hergiswil

Widerstand gegen Antenne

Orange will in Hergiswil in einem Wohngebiet einen
35 Meter hohen Mobilfunkmast bauen. Jetzt formiert sich Widerstand.

von kurt liembd

Bereits vor dreieinhalb Jahren wollte die Firma Orange Communications AG eine Mobilfunkantenne bauen. Als Standort sollte das Dach der Möbelfabrik Schneider an der Sonnmattstrasse 1 dienen. Doch aufgrund des Widerstandes der Bevölkerung kam dieses Projekt nie zu Stande. Doch dies liess die Firma Orange offenbar nicht entmutigen. Im Gegenteil. Jetzt will sie rund 300 Meter vom damaligen Standort entfernt eine Antenne bauen, die im Vergleich zum früheren Projekt die Dimensionen um ein Mehrfaches übersteigt. Geplant ist ein verzinkter Stahlmast von 35 Metern Höhe, auf dem zehn Einzelantennen angebracht sind. Waren beim ersten Projekt auf der Möbelfabrik die Kosten mit 30 000 Franken veranschlagt, kostet der jetzige Mast 600 000 Franken.

Skepsis trotz Beteuerungen

Standort ist die Sonnenbergstrasse bei der Autobahnunterführung. Am meisten betroffen sind Edy und Margrith Grossrieder, deren Haus rund 20 Meter vom geplanten Mobilfunkmast entfernt liegt. «Wir sind zutiefst erschrocken, als wir die Bauprofile sahen», erklärt Margrith Grossrieder. Ihr Mann Edy erzählt: «Vorgängig kamen im Namen des Kantons Nidwalden zwei Vertreter ins Haus, um uns zu erklären, die Strahlung hätte keinen Einfluss auf unsere Gesundheit.» Höchstens bei Grossanlässen würden die Grenzwerte überschritten. Doch Edy Grossrieder bleibt skeptisch und mit ihm unzählige Anwohner. Vor allem weil ihm die Kantonsvertreter erklärt hätten, Einsprachen hätten sowieso keine Chance, so Edy Grossrieder weiter.

Unterschriften gesammelt

Fakt ist, dass die Parzelle, auf der der Antennenmast geplant ist, dem Kanton Nidwalden gehört und dass die Antenne direkt neben die A 2 zu stehen kommt. Deshalb musste das Profil aus sicherheits-technischen Gründen um 15 Meter östlich verschoben werden. Fakt ist aber auch, dass für die Baubewilligung nicht der Kanton, sondern der Gemeinderat Hergiswil zuständig ist. Margrith und Edy Grossrieder sind nur zwei unter vielen, die sich zur Wehr setzen. Die Firma «City Immobilien» gleich daneben wird ebenfalls Einsprache erheben und hat zu diesem Zweck bereits Dutzende von Unterschriften gesammelt. Dazu kommen weitere Einsprachen von Privaten, die sich zu formieren beginnen.
Gestern wurde zudem ein Informationsblatt in Hergiswil verteilt, um die Aktivitäten zu koordinieren. Absender sind die beiden Hergiswiler Emil Julier und Peter Wandfluh. In diesem Flugblatt heisst es unter anderem: «Es ist von den Behörden unverantwortlich, eine derart gewaltige Antenne inmitten eines stark besiedelten Dorfquartiers realisieren zu wollen. Wir lassen uns unser schönes Hergiswil und damit unsere hohe Lebensqualität nicht durch solche Projekte zerstören.»

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© Der Bund; 08.06.2005; Seite 30
Multimedia
Der Bund

Strahlung im Zug reduzieren

SBB · Die Strahlenbelastung durch Mobilfunkgeräte in den Intercity-Doppelstockwagen der SBB soll weiter reduziert werden.

Seit der Inbetriebnahme von so genannten Repeatern im April 2004 sei deren abgestrahlte Leistung bereits wesentlich verringert worden, schreibt der Bundesrat in der Antwort auf einen Vorstoss von Nationalrat Ruedi Aeschbacher (evp, ZH).
Dank diesen Repeatern fielen die Signalspitzen erheblich geringer aus, als wenn die Handys mit hoher Sendeleistung die in den Reisewagen vorhandene Abschirmung überwinden müssten. Laut Bundesrat entspricht die Maximalleistung der Repeater einem Zehntel derjenigen eines Handys. Die SBB prüften zusätzliche Massnahmen, um die Strahlenbelastung weiter zu reduzieren. (ap)

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