von The Future's black » 8. Juli 2005 11:05
Durch Schnurlos-Telefon krank geworden
Eine Mutter klagt an - Auch Kinder betroffen
VON ROLAND LORY
http://www.marktplatz-oberbayern.de/reg ... dc496ec8e3
Oberammergau - Kurz nachdem Christine H. mit ihrer Familie vor vier Jahren ein Oberammergauer Reiheneckhaus bezogen hatte, begann das Übel. Die damals eineinhalbjährige Tochter Julia schlief schlecht, weinte und ließ sich nicht beruhigen. Ihrer großen Schwester Carolin ging es ähnlich. Sie schwitzte "und träumte regelmäßig von Feuer", so die Mutter. Der Gang zum Kinderarzt und Heilpraktiker brachte keine Besserung. So vergingen etwa zwei Jahre.
"Ich war mittlerweile depressiv, schlief in all den Jahren nur circa fünf Nächte durch", erzählt Christine H. Eines Tages hörte sie einen Vortrag über Elektrosmog und ließ danach Messungen vornehmen. Das Ergebnis: "Das Kinderzimmer war hochgradig verstrahlt." Ursache war nicht das eigene CT1-Telefon, sondern ein schnurloses DECT-Telefon in der Nachbarschaft. Seitdem Christine H. nun eine Abschirmtapete angebracht hat, können Julia und Carolin wieder ruhig schlafen.
"DECT-Telefone sind noch schlimmer als Handys", erklärt Manfred Müller von der Bürgerinitiative "Strahlenfreies Oberammergau", "denn eine Basisstation strahlt immer, rund um die Uhr." Der Elektrosmog sei bei den DECT-Apparaten, die ebenso wie Mobilfunkanlagen mit gepulster hochfrequenter Strahlung arbeiten, um ein Vielfaches stärker.
Müdigkeit, Kopfschmerz und "extreme Unruhe"
Laut Müller stünden heute in rund 80 Prozent aller deutschen Haushalte DECT-Telefone. Es gebe inzwischen auch Dutzende von Erfahrungsberichten von Menschen, die ihre Beschwerden auf diese Anlangen zurückführten. Die Symptome reichten dabei von Kopfschmerzen, Hautveränderungen und Ohrgeräuschen bis hin zu Herzrhythmus-, Seh- und Konzentrationsstörungen. Zudem soll das Risiko steigen, an Krebs zu erkranken. Auch Ärzte und Baubiologen hätten sich in den letzten Jahren immer wieder kritisch geäußert.
Ein weiterer Fall: Esther Heiß aus Oberammergau legte sich vor rund eineinhalb Jahren ein DECT-Telefon zu. Die Folgen bei ihr: Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Augenbrennen und Kopfschmerzen. Zudem verspürte die Frau eine "extreme innere Unruhe" und war nach eigenen Angaben "überaus krankheitsanfällig". Nach einem halben Jahr besorgte sie sich wieder ein herkömmliches Telefon: "Die Probleme verschwanden."
Das Bundesamt für Strahlenschutz rät zwar zu einem vorsichtigen Umgang mit DECT-Telefonen, erklärt aber gleichzeitig: "Nach dem Stand der Wissenschaft gibt es zwar Hinweise auf biologische Wirkungen, aber keine Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder gesundheitliche Risiken verursachen . . ."
Durch Schnurlos-Telefon krank geworden
Eine Mutter klagt an - Auch Kinder betroffen
VON ROLAND LORY
http://www.marktplatz-oberbayern.de/regionen/garmisch/art1614,292503.html?fCMS=cae7de64fdc501fed119b5dc496ec8e3
Oberammergau - Kurz nachdem Christine H. mit ihrer Familie vor vier Jahren ein Oberammergauer Reiheneckhaus bezogen hatte, begann das Übel. Die damals eineinhalbjährige Tochter Julia schlief schlecht, weinte und ließ sich nicht beruhigen. Ihrer großen Schwester Carolin ging es ähnlich. Sie schwitzte "und träumte regelmäßig von Feuer", so die Mutter. Der Gang zum Kinderarzt und Heilpraktiker brachte keine Besserung. So vergingen etwa zwei Jahre.
"Ich war mittlerweile depressiv, schlief in all den Jahren nur circa fünf Nächte durch", erzählt Christine H. Eines Tages hörte sie einen Vortrag über Elektrosmog und ließ danach Messungen vornehmen. Das Ergebnis: "Das Kinderzimmer war hochgradig verstrahlt." Ursache war nicht das eigene CT1-Telefon, sondern ein schnurloses DECT-Telefon in der Nachbarschaft. Seitdem Christine H. nun eine Abschirmtapete angebracht hat, können Julia und Carolin wieder ruhig schlafen.
"DECT-Telefone sind noch schlimmer als Handys", erklärt Manfred Müller von der Bürgerinitiative "Strahlenfreies Oberammergau", "denn eine Basisstation strahlt immer, rund um die Uhr." Der Elektrosmog sei bei den DECT-Apparaten, die ebenso wie Mobilfunkanlagen mit gepulster hochfrequenter Strahlung arbeiten, um ein Vielfaches stärker.
Müdigkeit, Kopfschmerz und "extreme Unruhe"
Laut Müller stünden heute in rund 80 Prozent aller deutschen Haushalte DECT-Telefone. Es gebe inzwischen auch Dutzende von Erfahrungsberichten von Menschen, die ihre Beschwerden auf diese Anlangen zurückführten. Die Symptome reichten dabei von Kopfschmerzen, Hautveränderungen und Ohrgeräuschen bis hin zu Herzrhythmus-, Seh- und Konzentrationsstörungen. Zudem soll das Risiko steigen, an Krebs zu erkranken. Auch Ärzte und Baubiologen hätten sich in den letzten Jahren immer wieder kritisch geäußert.
Ein weiterer Fall: Esther Heiß aus Oberammergau legte sich vor rund eineinhalb Jahren ein DECT-Telefon zu. Die Folgen bei ihr: Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Augenbrennen und Kopfschmerzen. Zudem verspürte die Frau eine "extreme innere Unruhe" und war nach eigenen Angaben "überaus krankheitsanfällig". Nach einem halben Jahr besorgte sie sich wieder ein herkömmliches Telefon: "Die Probleme verschwanden."
Das Bundesamt für Strahlenschutz rät zwar zu einem vorsichtigen Umgang mit DECT-Telefonen, erklärt aber gleichzeitig: "Nach dem Stand der Wissenschaft gibt es zwar Hinweise auf biologische Wirkungen, aber keine Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder gesundheitliche Risiken verursachen . . ."