BUWAL - Elektrosmog – ein Überblick
http://www.presseportal.ch/de/story.htx?nr=100493142
11.07.2005 - 10:13 Uhr, Bundesamt f. Umwelt, Wald und Landschaft [Pressemappe]
Bern (ots) - Bern, 11. Juli 2005
Die Entwicklung der Kommunikationsmittel und der Schnurlosgeräte
bringt auch eine zunehmende elektromagnetische Verschmutzung
(Elektrosmog) unserer Umgebung mit sich. Um dieses unsichtbare
Phänomen zu veranschaulichen und einen Überblick über die Situation
zu verschaffen, hat das BUWAL nun eine Broschüre herausgegeben.
Sie erläutert die wichtigsten Strahlungsquellen, die gesundheitlichen
Auswirkungen sowie die gesetzlichen Grundlagen und gibt Ratschläge
zur Verminderung von Elektrosmog zu Hause. Häufig ist nämlich die in
Wohnungen auftretende Strahlung grösstenteils "hausgemacht".
Elektrische Anlagen und Geräte erzeugen eine nichtionisierende
Strahlung (NIS), die sich schädigend auf den Menschen auswirken
kann. Die Broschüre «Elektrosmog in der Umwelt» fasst die
wichtigsten Strahlungsquellen zusammen:
• Hochspannungsleitungen und Transformatorenstationen; •
Eisenbahnlinien; • Fernseh- und Radiosender; •
Mobilfunk-Basisstationen und -antennen; • elektrische Apparate (z.B.
Föhn, TV, Mikrowellenofen); • Schnurlosgeräte (Mobiltelefone,
Schnurlostelefone, Fernbedienungen, Internet- und Wi-Fi-Anschlüsse,
Babyphone).
Die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung
(NISV) legt die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen für
Hochspannungsleitungen, Trafostationen, Bahnlinien, Radio- und
Fernsehsender und Mobilfunkantennen fest. Die Strahlung darf in
allen öffentlich zugänglichen Orten die Immissionsgrenzwerte nicht
überschreiten. Ausserdem wurde für so genannt sensible Orte wie
Schulen, Spitäler, Wohnungen und Büros, wo sich Menschen über
längere Zeit aufhalten, ein strengerer Vorsorgewert definiert, da
die langfristigen Auswirkungen von Elektrosmog noch nicht bekannt
sind.
Für elektrische Apparate und Schnurlosgeräte hingegen hat die NISV
keine Gültigkeit. Die Broschüre listet jedoch einfache Massnahmen
zur Verminderung von "hausgemachter" Strahlung auf, so etwa:
• in Aufenthaltsräumen und insbesondere in Schlafzimmern Geräte ganz ausschalten; • strahlungsarme Mobiltelefone verwenden und
Freisprecheinrichtungen benutzen; • Schnurlosgeräte mit genügend
Abstand zu Bett, Sofa, Schreibtisch oder zum Kinderzimmer
aufstellen.
BUWAL BUNDESAMT FÜR UMWELT,
WALD UND LANDSCHAFT
Pressedienst
Auskünfte
• Alexander Reichenbach, BUWAL, Sektion Nichtionisierende
Strahlung,
Tel. 031 323 84 08
Bestellung
• Die Broschüre "Elektrosmog in der Umwelt" kann im Internet
heruntergeladen oder (in gedruckter Form) bestellt werden bei: -
http://www.buwalshop.ch; Bestellnummer DIV-5801-D - BUWAL,
Dokumentation, 3003 Bern; Fax: 031 324 02 16 Im Augenblick ist die
Broschüre nur auf Deutsch erhältlich. Die französische und die
italienische Ausgabe erscheinen im Herbst/Winter 2005.