von Hans-U. Jakob » 23. Juni 2008 09:15
Ticker hat geschrieben:Auszug aus dem Solothurner-Tagblatt
Freileitung "Einfacher und günstiger"
Das der Bau der Leitung in Form eines Kabels durch den Tunnel zu Problemen führen könnte, sei absehbar gewesen,
sagt Elektroingenieur und Bahnexperte Walter von Adrian.
Viel einfacher und auch günstiger wäre laut von Adrian gewesen, die Uebertragungsleitung statt durch den Berg über den Berg zu führen. Konkret:über die Gemmi.
Dort hätte man schon vor 20 Jahren zum Teil bestehende Masten und Leitungen benutzen können. Ueber die Gemmi führte nämlich eine alte Leitung der Landesversorgung.
Wegen des damaligen Widerstandes der Landschaftsschützer führte die BLS Alpentransit die Leitung als Kabel durch den Tunnel. Die generellen Probleme Bei Hochspannungsleitungen im Boden laut von Adrian.
Zum einen müsse eine nur wenige Zentimeter dicke Isolation Spannungen von mehreren zehntausend Volt aushalten.
Gegenüber einer Freileitung hat ein Kabel den Nachteil einer grossen Kapazität. Diese berge die Gefahr von elektrischen Schwingungen im Netz. Das kann zu Ueberspannungen und damit zur automatischen Schutzabschaltung des Netzes führen oder schlimmstenfalls Schäden an Anlagen und Fahrzeugen bewirken. Im Bahnstrom-Netz sei die Gefahr besonders gross. Das sei bekannt, so von Adrian.
Die 132kV Hochspannungsleitung im Lötschbergtunnel ist ein teures
Experiment. Zum verbessern der Netzstabilität muss jetzt 5 Millionen
zusätzlich investiert werden.
Leider ist funktioniert mein OCR nicht richtig, sonst hätte ich den ganzen
Artikel reingestellt.
Gruss Ticker
Dass diese Leitung störungsbehaftet ist wundert wohl niemanden, der die Preise kennt. Eine 132kV-1Phasen-Bahnstromleitung zu verkabel (im Boden) kostet ohne Tiefbauarbeiten gut 2.5Millionen sfr, pro km. Wenn diese Arbeiten hier durch einen Billigstanbieter für sfr. 360'000/km ausgegführt wurden, braucht sich gar niemand darüber aufzuregen, wenn das Ding jetzt nicht gut läuft. Da wurden offensichtlich elementarste Grundregeln und lebenswichtige Installationen aus Preisgründen ausser Acht gelassen. 5 Millionen Mehrkosten für die Sanierung einer 36km langen Kabel-Leitung sind bei diesen Preisen übrigens ein Klacks.
Walter von Adrian benützt die Unwissenheit der Tunnelplaner jetzt für eine verantwortungslose Attacke gegen die Umweltschützer. Pfui Walter!
Hans-U. Jakob
[quote="Ticker"]Auszug aus dem Solothurner-Tagblatt
Freileitung "Einfacher und günstiger"
Das der Bau der Leitung in Form eines Kabels durch den Tunnel zu Problemen führen könnte, sei absehbar gewesen,
sagt Elektroingenieur und Bahnexperte Walter von Adrian.
Viel einfacher und auch günstiger wäre laut von Adrian gewesen, die Uebertragungsleitung statt durch den Berg über den Berg zu führen. Konkret:über die Gemmi.
Dort hätte man schon vor 20 Jahren zum Teil bestehende Masten und Leitungen benutzen können. Ueber die Gemmi führte nämlich eine alte Leitung der Landesversorgung.
Wegen des damaligen Widerstandes der Landschaftsschützer führte die BLS Alpentransit die Leitung als Kabel durch den Tunnel. Die generellen Probleme Bei Hochspannungsleitungen im Boden laut von Adrian.
Zum einen müsse eine nur wenige Zentimeter dicke Isolation Spannungen von mehreren zehntausend Volt aushalten.
Gegenüber einer Freileitung hat ein Kabel den Nachteil einer grossen Kapazität. Diese berge die Gefahr von elektrischen Schwingungen im Netz. Das kann zu Ueberspannungen und damit zur automatischen Schutzabschaltung des Netzes führen oder schlimmstenfalls Schäden an Anlagen und Fahrzeugen bewirken. Im Bahnstrom-Netz sei die Gefahr besonders gross. Das sei bekannt, so von Adrian.
Die 132kV Hochspannungsleitung im Lötschbergtunnel ist ein teures
Experiment. Zum verbessern der Netzstabilität muss jetzt 5 Millionen
zusätzlich investiert werden.
Leider ist funktioniert mein OCR nicht richtig, sonst hätte ich den ganzen
Artikel reingestellt.
Gruss Ticker[/quote]
Dass diese Leitung störungsbehaftet ist wundert wohl niemanden, der die Preise kennt. Eine 132kV-1Phasen-Bahnstromleitung zu verkabel (im Boden) kostet ohne Tiefbauarbeiten gut 2.5Millionen sfr, pro km. Wenn diese Arbeiten hier durch einen Billigstanbieter für sfr. 360'000/km ausgegführt wurden, braucht sich gar niemand darüber aufzuregen, wenn das Ding jetzt nicht gut läuft. Da wurden offensichtlich elementarste Grundregeln und lebenswichtige Installationen aus Preisgründen ausser Acht gelassen. 5 Millionen Mehrkosten für die Sanierung einer 36km langen Kabel-Leitung sind bei diesen Preisen übrigens ein Klacks.
Walter von Adrian benützt die Unwissenheit der Tunnelplaner jetzt für eine verantwortungslose Attacke gegen die Umweltschützer. Pfui Walter!
Hans-U. Jakob