von The Future's black » 3. November 2005 11:26
Macht Mobilfunk krank?
Öffentliche Gemeinderatssitzung Triesen: Vortrag von Hans-Ulrich Jakob
http://www.vaterland.li/page/lv/artikel ... m?id=15726
An der gestrigen Sitzung des Triesner Gemeinderats referierte der Messtechniker und Publizist Hans-Ulrich Jakob über die Schwierigkeiten der Grenzwertsenkung und die gesundheitlichen Gefahren des Mobilfunks.
hn.- «Wir erhoffen uns vom Vortrag Entscheidungsgrundlagen und Erkenntnisse über die vermutlich gesundheitsgefährdenden Aspekte des Mobilfunks. In Liechtenstein gibt es zweiundzwanzig Standorte für Antennen, obwohl es gar keine brauchen würde, da diejenigen der Schweiz für uns ausreichen würden», sagte Vorsteher Xaver Hoch in der Einführung zum Vortrag von Hans-Ulrich Jakob, der in Liechtenstein während zwei Jahren der «Arbeitsgruppe zur Schaffung eines Gesetzes für nichtionisierende Strahlung» angehörte.
Schwindel mit Grenzwerten
Hans-Ulrich Jakob, Präsident der Schweizerischen Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener, wies auf die Schwierigkeit hin, die Grenzwerte in der Schweiz zu senken: «Das Berner Verwaltungsgericht sagt, die Bevölkerung habe kein Anrecht auf ein Null-Risiko, und der Bundesrat vertritt die Auffassung, solange das Bundesgericht die Grenzwerte anerkenne, sähe er keinen Grund, diese zu senken. Die Grenzwerte gelten zudem nur für Orte mit so genannt empfindlicher Nutzung wie beispielsweise Schul-, Wohn- und Schlafzimmer, nicht aber für Sportplätze, Aussenarbeitsplätze und private Kinderspielplätze – also nur dort, wo infolge Gebäudedämpfung die Vorsorgewerte ohnehin automatisch unter zehn Prozent absinken. Das mit diesen Vorsorgewerten ist ein Schwindel.»
Der gelernte Elektrotechniker, der während zwanzig Jahren selbständig ein Ingenieurbüro führte, zeigte daraufhin die Resultate einer im deutschen Bamberg von ortsansässigen Ärzten durchgeführten Studie auf: «Bei einer Strahlenbelastung von weniger als 0.6 Volt pro Meter waren siebzig Prozent der tausend untersuchten Personen ohne Symptome, bei grösserer Belastung zeigten sich bei knapp achtzig Prozent Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Auch Symptome wie häufige Entzündungen und Schmerzen, Hörverluste und Sehstörungen sowie Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck nahmen mit grösserer Belastung deutlich zu. Ein Vergleich im Saarländischen Krebsregister ergab, dass im Nahbereich von Antennen dreimal mehr Krebserkrankungen auftreten als im Fernbereich. Auf das Gefahrenpotenzial des Telefonierens mit dem Handy deutet auch ein Versuch mit Ratten hin: Nach zwei Stunden simulierten Telefonierens lagerten sich im Gehirn giftige Eiweisse ab, die nicht mehr abgebaut werden können.»
Keine einseitige Grenzwertsenkung
In der anschliessenden Diskussion erläuterte Hans-Ulrich Jakob, dass eine einseitige Grenzwertsenkung in Liechtenstein keinen Sinn machen würde. «Dazu wäre ein gemeinsames Vorgehen mit den Schweizer Nachbarkantonen nötig. 70 bis 80 Prozent der Bestrahlung kommen aus der Schweiz und aus Österreich», so Hans U. Jakob. Die öffentliche Gemeinderatssitzung wurde live auf dem Triesner Gemeindekanal übertragen und wird von Donnerstag bis Sonntag jeweils um 19 Uhr wiederholt.
Erkrankungen zugenommen
Im persönlichen Gespräch während der Pause forderte Max Heidegger, interessierter Sitzungsbesucher, die Regierung müsse die Grenzwerte auf dem heutigen Stand einfrieren und Verhandlungen aufnehmen, wenn die Schweiz diese Grenzwerte überstrahle. «Die Mobilfunklobby hat bewiesen, dass die jetzigen Grenzwerte ausreichen. Schwerwiegende Erkrankungen haben in den letzten fünf Jahren in Triesner Quartieren mit Antennennähe dramatisch zugenommen», so Max Heidegger.
Macht Mobilfunk krank?
Öffentliche Gemeinderatssitzung Triesen: Vortrag von Hans-Ulrich Jakob
http://www.vaterland.li/page/lv/artikel_detail.cfm?id=15726
An der gestrigen Sitzung des Triesner Gemeinderats referierte der Messtechniker und Publizist Hans-Ulrich Jakob über die Schwierigkeiten der Grenzwertsenkung und die gesundheitlichen Gefahren des Mobilfunks.
hn.- «Wir erhoffen uns vom Vortrag Entscheidungsgrundlagen und Erkenntnisse über die vermutlich gesundheitsgefährdenden Aspekte des Mobilfunks. In Liechtenstein gibt es zweiundzwanzig Standorte für Antennen, obwohl es gar keine brauchen würde, da diejenigen der Schweiz für uns ausreichen würden», sagte Vorsteher Xaver Hoch in der Einführung zum Vortrag von Hans-Ulrich Jakob, der in Liechtenstein während zwei Jahren der «Arbeitsgruppe zur Schaffung eines Gesetzes für nichtionisierende Strahlung» angehörte.
Schwindel mit Grenzwerten
Hans-Ulrich Jakob, Präsident der Schweizerischen Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener, wies auf die Schwierigkeit hin, die Grenzwerte in der Schweiz zu senken: «Das Berner Verwaltungsgericht sagt, die Bevölkerung habe kein Anrecht auf ein Null-Risiko, und der Bundesrat vertritt die Auffassung, solange das Bundesgericht die Grenzwerte anerkenne, sähe er keinen Grund, diese zu senken. Die Grenzwerte gelten zudem nur für Orte mit so genannt empfindlicher Nutzung wie beispielsweise Schul-, Wohn- und Schlafzimmer, nicht aber für Sportplätze, Aussenarbeitsplätze und private Kinderspielplätze – also nur dort, wo infolge Gebäudedämpfung die Vorsorgewerte ohnehin automatisch unter zehn Prozent absinken. Das mit diesen Vorsorgewerten ist ein Schwindel.»
Der gelernte Elektrotechniker, der während zwanzig Jahren selbständig ein Ingenieurbüro führte, zeigte daraufhin die Resultate einer im deutschen Bamberg von ortsansässigen Ärzten durchgeführten Studie auf: «Bei einer Strahlenbelastung von weniger als 0.6 Volt pro Meter waren siebzig Prozent der tausend untersuchten Personen ohne Symptome, bei grösserer Belastung zeigten sich bei knapp achtzig Prozent Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Auch Symptome wie häufige Entzündungen und Schmerzen, Hörverluste und Sehstörungen sowie Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck nahmen mit grösserer Belastung deutlich zu. Ein Vergleich im Saarländischen Krebsregister ergab, dass im Nahbereich von Antennen dreimal mehr Krebserkrankungen auftreten als im Fernbereich. Auf das Gefahrenpotenzial des Telefonierens mit dem Handy deutet auch ein Versuch mit Ratten hin: Nach zwei Stunden simulierten Telefonierens lagerten sich im Gehirn giftige Eiweisse ab, die nicht mehr abgebaut werden können.»
Keine einseitige Grenzwertsenkung
In der anschliessenden Diskussion erläuterte Hans-Ulrich Jakob, dass eine einseitige Grenzwertsenkung in Liechtenstein keinen Sinn machen würde. «Dazu wäre ein gemeinsames Vorgehen mit den Schweizer Nachbarkantonen nötig. 70 bis 80 Prozent der Bestrahlung kommen aus der Schweiz und aus Österreich», so Hans U. Jakob. Die öffentliche Gemeinderatssitzung wurde live auf dem Triesner Gemeindekanal übertragen und wird von Donnerstag bis Sonntag jeweils um 19 Uhr wiederholt.
Erkrankungen zugenommen
Im persönlichen Gespräch während der Pause forderte Max Heidegger, interessierter Sitzungsbesucher, die Regierung müsse die Grenzwerte auf dem heutigen Stand einfrieren und Verhandlungen aufnehmen, wenn die Schweiz diese Grenzwerte überstrahle. «Die Mobilfunklobby hat bewiesen, dass die jetzigen Grenzwerte ausreichen. Schwerwiegende Erkrankungen haben in den letzten fünf Jahren in Triesner Quartieren mit Antennennähe dramatisch zugenommen», so Max Heidegger.