© Solothurner Zeitung / MLZ; 23.01.2006
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Oberdorf Antenne für digitales Radio
Auf der Gemeindeverwaltung Oberdorf sind noch bis zum 2. Februar die Pläne für die Erweiterung der bestehenden Anlage mit Antennen für digitales Radio aufgelegt. Die Anlage steht auf dem Nesselboden - in der Juraschutz-Zone - und wird von der Swisscom Broadcast AG betrieben. Allfällige Einsprachen sind schriftlich und begründet im Doppel der Baukommission einzureichen. (mgt)
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© SonntagsZeitung; 22.01.2006; Seite 96
Multimedia
Ausreissern geht es an den Kragen
Mit einem Peilgerät am Halsband lassen sich entlaufene Hunde jederzeit orten
VON OLIVER ZIHLMANN
Aus ists mit dem zufriedenen Grunzen der Wildschweine im Wald. Bald rücken die Jäger den Sauen mit Satellitentechnik auf den Leib. Treibjäger, Wachmänner, aber auch private Hundebesitzer können nämlich ab sofort ihren Fido mit einem 80 Gramm leichten Satellitenempfänger ausrüsten, der den Hunde-Standort metergenau per Handy oder Internet anzeigt. Gut für entlaufene Hunde. Schlecht für das Jagdwild, das künftig von Satellitenhunden gehetzt wird.
Aber die Treibjäger sind natürlich nicht der primäre Kundenkreis der Firma Locatis aus dem Jura. Ihr Peilgerät namens PB100 soll vor allem den Besitzern von notorisch streunenden Hunden helfen, ihr Tier schnell zu finden.
Immerhin 20 000 Hunde laufen hierzulande pro Jahr davon. 5000 davon werden als vermisst gemeldet. Christine Rebers Hund Franta, der so manierlich fürs Bild nebenan posierte, ist vor sechs Jahren entlaufen und im Tierheim Oberbottigen BE gestrandet. Zu Rebers kam der Rüde nur, weil das Tierheim nicht wusste, wem er gehört. Mit einem Empfänger von Locatis wäre das nicht passiert.
Wenn Herrchen wissen will, wo sein Stromer ist, meldet er sich auf der Homepage von Locatis an. Ein paar Klicks weiter sieht er eine genaue Karte mit dem Standort des Hundes. Auf Wunsch erhält er den genauen Aufenthaltsort auch per SMS aufs Handy oder per Telefon-Hotline.
Goldmedaille an der Genfer Erfindermesse
Richtig fortschrittlich ist das Peilgerät durch seine Kombination von Mobilfunk- und Satellitentechnik. Es meldet sich mit einer SIM-Karte bei einer Handy-Antenne von Orange an. Kommt eine Abfrage, eruiert das PB100 seine Position über das GPS-Satellitensystem und liefert die Daten per Mobilfunk an Locatis.
Im Laufe des Jahres soll der Dienst auch an Antennen der Roaming-Partner von Orange im Ausland funktionieren. Erfinder Pascal Bourquard hat für diese Idee letztes Jahr eine Goldmedaille an der internationalen Messe für Erfindungen in Genf erhalten. Das Gerät ist mit zehn Zentimeter Länge etwas sperrig, und das Halsband ist schwierig zu montieren. Deshalb eignet es sich nicht für kleinere Tiere wie Katzen. Bei einem Rehpinscher sähe es wohl eher aus wie ein Hundeschlitten. Auch der Akku ist stark belastet. Ein- bis zweimal die Woche muss das Gerät an die Steckdose.
Dafür ist der Sender absolut stoss-, schmutz- und wasserfest und hält selbst Temperaturschwankungen von minus 20 bis 50 Grad problemlos aus. Und wer einen echten Stromer hat, den schrecken auch die 7 Franken nicht ab, die Locatis pro Ortsabfrage kassiert.
Locatis arbeitet exklusiv mit den Mobilfunkern von Orange zusammen. Wer einen neuen Zweijahresvertrag bei Orange abschliesst oder ihn verlängert, kann statt eines Rabatthandys das PB100 für 99 Franken kaufen. Der Neupreis liegt bei 499 Franken.
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Elektrosmogbelastung in der Zentralschweiz bald auf Internet einsehbar
http://www.zisch.ch/navigation/top_main ... tOID=61365
LUZERN - Die Zentralschweizer starten im Frühjahr 2006 gemeinsam ein Projekt zur Überwachung der nichtionisierenden Strahlung (z.B. Mobilfunk). Die Strahlenbelastung soll an mehreren Standorten laufend gemessen und im Internet veröffentlicht werden.
Umfragen der Universität Bern zufolge ist in den meisten Kantonen das Thema Elektrosmog bzw. die nichtionisierende Strahlung (NIS) aktuell das wichtigste Umweltthema. Nach Schätzungen gelten in der Schweiz rund 370'000 Personen als elektrosensibel, d.h. Symptome wie Schlafstörungen oder Kopfschmerzen werden auf Elektrosmog - auch unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte – zurückgeführt. Erzeuger von NIS sind Anlagen zur Stromversorgung, Elektrogeräte sowie der Mobilfunk. Je nach Intensität ist dieser Elektrosmog lästig oder kann die menschliche Gesundheit beeinträchtigen.
Was wird gemessen? Es ist vorgesehen, an insgesamt 24 Standorten in den sechs Kantonen die tatsächliche Strahlenbelastung an Orten unterschiedlicher Kategorien wiederholt zu messen. Die Messperioden dauern jeweils zwei bis drei Monate pro Standort. Die Gesamtheit der erhobenen Daten ergibt schliesslich eine statistisch repräsentative Aussage über die Belastung in der ganzen Zentralschweiz. Auch im Bereich der Hochspannungsleitungen und Trafostationen sind Messkampagnen geplant. Nebst den punktuellen Messungen wird die Strahlenbelastung mit einem Computermodell simuliert. Dies erlaubt eine Abschätzung der Strahlungsintensität in der gesamten Zentralschweiz.
Darstellung der Resultate im Internet
Die Resultate der kontinuierlichen Messungen werden in eine Datenbank übertragen und in vereinfachter Form grafisch im Internet bereitgestellt. Mit der Hilfe von Simulationsprogrammen werden Informationen über die Grund- und Spitzenbelastung möglich sein. Zusätzlich werden Bevölkerung, Schulen und Behörden via Medien und Broschüren über das Projekt orientiert.
red
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