Elektrolyse-Fussbad als Therapie?

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Danke

von Hans Nefzger » 22. Februar 2006 14:46

Hallo H. Wiese,

endlich jemand, der die Funktion technisch erklärt.
Da die meisten Menschen sich nicht bzw. kaum mit Chemie oder Physik beschäftigen, kann man ihnen fast alles verkaufen, was ein entsprechendes Phänomen erzeugt.
Klar, wenn ich einen Eisenstab unter Strom setze und ins Wasser gebe, so kann ich vermutlich das selbe beobachten.
Ähnliche Vorgehensweisen wurden auch bei Verkäufern für überteuerte Osmose-Anlagen beobachtet !
Sehr interessant finde ich Ihren Hinweis auf die Haut-Diffusion, so setzt sich ein Anwender womöglich sogar gesundheitlichen Gefahren mit einer Schwermtellbelastung aus....

Zitat: "Die Welt will betrogen werden....."

Freundlichst grüßt

Hans Nefzger
www.kraeuteroase.de
email: hans@kraeuteroase.de

Danke

von Sylvia » 21. Februar 2006 18:31

Herzlichen Dank für diese umfangreiche Antwort, Herr Wiese! Schade, dass die Umlaute nicht sauber rübergekommen sind, aber es ist trotzdem lesbar. Dann wollen wir das Thema abschliessen, wundern uns aber, dass auf der Website einer dieser Hersteller ausdrücklich stand:

"Für Elektrosmogsensible Menschen ist eine Entgiftung sehr wichtig."

Das mag schon sein, fragt sich bloss wie und mit was.

Re: Okay

von michael wiese » 21. Februar 2006 16:58

Anordnung eines elektrolytischen Fussbades entweder wirkungslos oder potentiell gefährlich, grund:

wie oben beschrieben besteht so ein Aufbau aus zwei Elektroden und einer leitfähigen Flüssigkeit in einem Becken.
Eingesetzt wird diese Technik zum Aufspalten von Wasser in Wasserstoff, in Batterien und Akkumulatoren und in der Galvanik.

Die Flüssigkeit oder auch Elektrolyt wird durch zugabe von Ionenkristallen (Salze, Sulfate etc) oder Säuren leitfähig gemacht
Kochsalz oder auch
NaCl zerfällt dabei in ein Na+ und ein Cl- Ion das verhältnis der Ladung der postiven zu negativen Ionen ist in jedem Fall 1:1 und lässt sich nicht einstellen.
Hier muss auch deutlich gesagt werden das negativ/positiv nichts mit der Wirkung für die Gesundheit zu tun hat sondern nur damit ob dem Ion Elektronen fehlen oder es überschüssige hat.

Durch anlegen einer Gleichspannung wird das negative Ion zur positiven Elektrode (Anode), das positive Ion zur negativen Elektrode (Kathode) gezogen wo dann das negative Ion seine Elektronen abgibt und das positive Elektronen aufnimmt.

Je nach Material der Elektroden und des Elektrolyts können dann unterschiedliche Sachen passieren.
In der Galvanik z.b. beim Verkupfern wird die Kupferanode durch reaktive Sulfationen aufgelöst, das Kupfer wird im Elektrolyt frei und ersetzt genau den Teil der Kupferionen die an der Kathode als dünner Metallfilm niederschlagen, der Elektrolyt wird also nicht verbraucht.

Obwohl unbekannt ist was für Elektrodenmaterial und Elektrolyte in den Fussbädern eingesetzt werden deutet das verschmutzen des Elektrolyten auf unreines Material hin und wird garantiert auch passieren wenn kein Fuss im Bad ist.

Das die Elektroden verschmutzen ist dadrauf hinauszuführen das sie zersetzt werden, das was schwarz oder bräunlich aussieht sind in Wahrheit unlösliche Bestandteile da kein Metall zu 100% rein ist.

warum ist diese ganze Sache denn nun nutzlos?
Der Elektrolyt ist eine überaus gut leitfähige Flüssigkeit, d.h. der Elektrolyt und der in ihn eingetauchte Fuss stellen quasi unendlich viele kontinuirlich aneinandergereihte elektrische Widerstände da.
Das führt dazu das durch den Fuss (der eine schlechte Leitfähigkeit hat) kaum Strom fliesst, so wenig das keine nennenswerte Elektrolyse im Gewebe auftritt.
Wenn Elektrolyse auftreten würde, dann würde man keine Sekunde in dem Becken aushalten so stark wären die Schmerzen und die auftretenen Gewebeschäden würden deutlich sichtbar sein.

warum ist diese ganze Sache potentiell Gefährlich?
Durch das zersetzen der Elektroden werden Metallionen im Elektrolyt frei
diese können problemlos durch die Haut diffundieren und führen dann genau zum Gegenteiligen Effekt (Schwermetallaufnahme).

wie werd ich denn sonst meine Schwermetalle los?
vermutlich garnicht, es ist unwahrscheinlich das sich jemand der nicht an einem gefährdeten Arbeitsplatz arbeitet (z.b. akkufabrik, giesserei, erzbergwerk etc) mit Schwermetallen vergiftet.
Viele Schwermetalle werden auch mit der Zeit von selbst ausgeschieden.
Einige Schwermetalle werden auch im Körper benötigt, hauptsächlich Eisen für den roten Blutfarbstoff.
Ob man vergiftet ist lässt sich an Blut/Urinprobe feststellen, ist der Test negativ braucht man sich auch keine Sorgen machen.

Okay

von Sylvia » 21. Februar 2006 11:35

Danke für Ihr Feedback. Natürlich ist es so, dass Threads in völlig andere Bahnen ausufern können und es ist auch klar, dass dies niemandem dient. Doch dieser Thread hier ist nicht ausgeufert, im Gegenteil, offenbar interessierten sich überdurchschnittlich viele Besucher dafür. Das Thema ist jetzt erstmal abgehandelt. Natürlich muss der Hebel 'bei den Verursachern' angesetzt werden, andererseits kann man durchaus auch etwas für sich tun (beginnt beim Entfernen von DECTs etc oder eben durch gesundheitsbewussteres Leben oder durch Therapien), von daher war das Thema ja nicht abwegig oder gar unpassend.

Auch ich würde möglichst gerne mal ein Freudenfeuer anzünden!

Re: Danke trotzdem!

von Gigaherz » 21. Februar 2006 11:15

Es tut uns leid, wenn wir da etwas missverstanden wurden und wir hier was geraderücken müssen. Wir möchten selbstverständlich, dass das Thema Gesundheit diskutiert wird und auch Erfahrungen untereinander ausgetauscht werden. Wäre dem nicht so, warum hätte Gigaherz dann einen Kongress veranstaltet, an dem gerade auch Ärzte mit einschlägigen Erfahrungen als Referenten auftraten? Letztendlich geht es ja in erster Linie um die Gesundheit, die durch die Strahlung geschädigt wird.

Es soll nur vermieden werden, dass die ganze Diskussion auf eine Ebene abtriftet, die letztendlich weitab vom eigentlichen Thema liegt. Das geschieht nach unseren Erfahrungen leider oft recht schnell, denn dieser Grat ist sehr schmal. Wir halten unsere Forumleser auch für mündig genug, dass sie sich entsprechende Literatur beschaffen und für bestimmte Verfahren (z.B. Ausleitung von Schwermetallen) diese und entsprechende Fachpersonen konsultieren. So gesehen, sind die Hinweise auf entsprechende Links, wie sie von einzelnen Forumsteilnehmer ja schon gesetzt wurden, für Betroffene sehr nützlich.

Dass es uns nur um Prinzipien, Technik und Machtkämpfe gegen die Mobilfunkbetreiber geht oder um unfähige und untätige Politiker , weisen wir zurück. Dennoch ist der Hebel dort anzusetzen, nämlich an der Ursache - und das ist nun mal die falsche Technologie, unter der die Menschen leiden..

An Denis:
Ein Desaster für uns, wenn der Elektrosmog eines Tages verschwinden würde? Nein, dann sind wir die ersten, die im ganzen Land Freudenfeuer anzünden!

Und zum Schluss: Die Mitarbeiter von Gigaherz haben entweder einen Beruf und opfern ihre karge Freizeit uneigennützig den Interessen von Betroffenen und/oder stellen ihre eigenen Freizeitaktivitäten aus denselben Motiven hintan - ehrenamtlich!. Das nur nebenbei.

Gigaherz

Danke trotzdem!

von Sylvia » 21. Februar 2006 08:37

Schönen Dank an alle, die hier Ihre Meinung kundgetan haben. Ich denke, dass ja gerade die Gesundheit das zentrale Thema sein sollte (oder ist man nur an rein technischen Fragen interessiert hier?). Es gibt gesunde Menschen, denen Elektrosmog überhaupt nichts ausmacht und es gibt andere, ältere oder kranke Menschen, die damit Mühe haben. Weil man nicht davon ausgehen kann, dass alle Antennen, DECTs, Funk, etc. nullkommaplötzlich abgestellt werden, muss man halt auch die andere Seite anschauen. Was kann jeder einzelne Betroffene tun, damit er damit besser klar kommt? Also ist es nichts als legitim, damm man auch die Seite Gesundheit/Therapien anspricht und diskutieren kann. Wenn nicht hier - wo dann? Ich z.B. kenne keine Website, auf der das möglich ist. Bitte um Infos.

Nehmen wir nur mal an, dass ein Körper, der mit Schadstoffen belastet ist (Schwermetalle etwa) besonders sensibel auf elektromagnetische Strahlung reagiert, so hat doch der Betroffene alle Interessen daran zu erfahren, wie man denn diese Schwermetalle am besten loswerden kann.

Manchmal wundere ich mich, geht es hier nur um Prinzipien, Machtkämpfe gegen die Mobilfunkbetreibern oder unfähige oder untätige Politiker?

Das zentrale Thema ist sicher auch die 'Gesundheit'. Seltsam, dass ausgerechnet dies ausgeschlossen werden soll. Es geht ja nicht darum, dass irgendwelche Heilprediger hier ihren Schrott anpreisen, sondern auch darum - und das schreiben Sie ja sogar! - dass man einander helfen kann.

Nichts desto trotz, vielen Dank für das Forum, aber Ihre Haltung in dieser Frage ist etwas befremdlich.

Re: Elektroslyse-Fussbad als Therapie. Forum ist keine Gesun

von Denis » 21. Februar 2006 08:15

@ Gigaherz

versteh ich jetzt nicht. Es geht schliesslich um die Gesundheit. Und nicht alle können auf den St. Nimmerleinstag warten, an dem es keinen Elektrosmog mehr gibt. Also muss man auch alternative Hilfen und Ideen suchen und besprechen. Machmal hat man das Gefühl, dass es für Euch ein Desaster wäre, wenn irgendeine Therapie dafür sorgen könnte, die Elektrosensibilität zu besiegen oder verdrängen.

Oder ist das ein rein technisches Forum?

Die Technik ist das eine, der Mensch und die Gesundheit das andere. Bleibt jedem selber überlassen, ob man das trennen soll oder kann.

End of story.

Re: Elektroslyse-Fussbad als Therapie. Forum ist keine Gesun

von Gigaherz » 21. Februar 2006 07:45

Forumleser sollen sich gegenseitig helfen. Die Diskussionen über Therapien schweifen aber jetzt weit ab und wir möchten vermeiden, dass sich das Forum in eine Gesundheitberatungssecke verwandelt. Dafür gibt es andere Plattformen, die raten und helfen können und an die man sich wenden kann. Es wurden bereits einige Links eingestellt, die man bitte konsultieren soll.

Gigaherz

Re: Elektrolyse-Fussbad als Therapie?

von Denis » 21. Februar 2006 07:34

Hier noch eine Anleitung und Beschreibung:

http://www.vitair.de/body_detox/elektrolysesystem.pdf

Re: Elektrolyse-Fussbad als Therapie?

von Mo » 21. Februar 2006 07:17

Merci für Eure Meinungen; ich hab noch eine Seite gefunden, dort kann man u.a. auch auf Kurzfilmen sehen wie das funktioniert.

http://www.body-detox.com/medien.php

Offenbar muss man wirklich nur 30 Minuten die Füsse rein halten und sonst nichts machen. Bin definitiv auch der Meinung, dass der Hauptrund (nebst den hohen Anschaffungskosten; ich glaub so ein Ding kostet über Fr. 1500.--), dass diese Therapie in der Schweiz offenbar bloss durch Therapeuten oder Cosmetic-Studios angeboten wird darin liegt, dass offenbar die korrekte Wartung sehr wichtig ist. Hab auf einer deutschen Website gesehen, dass dort eine halbe Stunde doch so ca. 60 Euro kostet......dann wird man's hier wohl auch nicht unter Fr. 75.-- kriegen.

Hab mal auf der Website der KK VISANA nachgeschaut, was die den Komplementär-Versicherten so zahlen: allerhand für Therapien, aber von dieser steht leider nichts. Hier mal die Liste:

http://www.visana.ch/visana/de/kunden/p ... entaer.pdf

.....dann nach unten scrollen. So wirds wohl bei den meisten KK aussehen.

Buchtip zum Thema Entschlackung

von thron » 21. Februar 2006 07:05

…um über die haut entschlacken zu können bedarf es nicht zwingend so eines gerätes. das geht auch einfacher & ohne strom.

in folgendem buch lernt man erst noch vieles gesundheits-relevante, auch im zusammenhang esmog:

"gesundheit durch entschlackung", jentschura/lohkämper

Re: Elektrolyse-Fussbad als Therapie?

von Andreas » 20. Februar 2006 22:31

Ich bin auch schon über diese Thema gestolpert und es würde mich auch sehr interessieren, ob was dran ist.
Wenn man den Berichten von einigen Elektrosensiblen glauben kann, die aussagen, dass sie nach so einer Behandlung eine deutliche verbesserung ihrer Beschwerden erfahren haben, dann sollten sich die KK dafür doch sehr interessieren.

Mehr input Bitte. Ich bin Wissenshungrig.

mfG Andreas

Re: Elektrolyse-Fussbad als Therapie?

von mips » 20. Februar 2006 19:25

***aus wikipedia***
Unter Elektrolyse (griech. "mittels Elektrizität trennen") versteht man die Aufspaltung einer chemischen Verbindung unter der Einwirkung des elektrischen Stroms. Die Spannung, die dabei mindestens angelegt werden muss, bezeichnet man Abscheidungspotential. Dieses setzt sich aus dem Redoxpotential ab, welches bei dem galvanischen Element frei werden würde, sowie einem Überpotential, das aufgrund von kinetischen Hemmungen eine Elektrolyse erschwert. Während man durch eine Elektroylse eine Trennung einzelner Moleküle oder Bindungen erzwingt, baut sich gleichzeitig ein galvanisches Element auf, dessen Spannung der Elektrolyse entgegenwirkt. Diese Spannung wird auch als Polarisationsspannung bezeichnet.

***

Eine Elektrolyse steht immer im Zusammenhang mit einem Stromfluss durch das Elektrolyt. Dabei handelt es sich allerdings um einen konstanten Gleichstrom. Was das nun für biologische Wirkungen hat kann ich beim bessten Willen nicht abschätzen.

Re: Elektrolyse-Fussbad als Therapie?

von Sylvia » 20. Februar 2006 13:09

Danke für Euren Input. Es ist ja nicht so, dass diese Art von Therapie speziell für Elektro-Sensible angeboten wird, viele Sportvereine und Sportler machen das. Wenn man die Websites von den Herstellern so studiert, dann sieht man schon, dass die vor allem Therapeuten, Naturärzte und Fitness-Studios beliefern. Sicher auch wegen der Hygiene und der Technik. Damit man sicher gehen kann, dass alles prima bedient und gewartet wird.

Aber mich würde auch interessieren, ob da das Wasser denn irgendwie 'unter Strom' steht, oder ob man davon gar nichts merkt? Ich meine auch, dass die KK nur was dran zahlen, wenn der Anbieter ein anerkannter Therapeut ist und man 'komplementär' versichert ist.

Ja, dass damit ausgerechnet Elektrosensible angesprochen werden sollen, finde ich auch ein wenig seltsam. Hat es schon jemand ausprobiert?

Richtig ist auf jeden Fall, dass eine Entschlackung gut tut, dass Schadstoffe raus müssen. Fragt sich bloss mit welcher Therapie.....

Re: Elektrolyse-Fussbad als Therapie?

von argus » 20. Februar 2006 12:50

Wenn ich solches lese, packt mich die kalte Wut.Was sollen Menschen denn nicht noch alles unternehmen, nur damit sie mit dem, was man ihnen antut, grad noch so davon kommen, ohne an ihren Beschwerden zu verzweifeln?

argus

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