Zug: Immer mehr Mobilfunkantennen: Jetzt reichts!/Zeihen: Be

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Zug: Immer mehr Mobilfunkantennen: Jetzt reichts!/Zeihen: Be

von The Future's black » 6. März 2006 13:04

© Neue Luzerner Zeitung; 04.03.2006; Seite 21

Zuger Zeitung Kanton

Zuger Ansichten

Immer mehr Mobilfunkantennen: Jetzt reichts!

Martin Stuber, Kantonsrat Alternative, Zug
Ja, ich gestehe: Unser Haushalt hat auch zwei. Mit Prepaid-Karte und angeschaltet eigentlich nur, wenn wir in den Bergen unterwegs sind. Damit haben wir in den Sportferien im Unterengadin die Rega gerufen, als wir beobachteten, wie zwei Skitourenfahrer von einer Lawine mitgerissen worden sind. Praktisch, so ein Handy.

Für unseren Haushalt reicht die Mobilfunkinfrastruktur ­ sprich: Antennen! ­ schon seit vielen Jahren. Nicht so für die Mobilfunkbetreiber: Seit ebenso vielen Jahren betreiben sie eine aggressive Expansionspolitik, für die sie immer mehr und immer stärkere Antennen bauen. Und beim Ausbau dieser Anlagen werden sie immer dreister ­ ein Standort mitten in einem dicht bewohnten Wohngebiet ist inzwischen die Regel.

Dass sich die Leute dagegen wehren, allerdings auch. Spinnihalle Baar, Oberwil, Steinhausen beim Bahnhof, zwei grosse Anlagen in Cham etc. Die aktuelle Liste der geplanten Antennen, die auf massivsten Widerstand der betroffenen Wohnbevölkerung stösst, ist lang. Das beschäftigt auch die tendenziell überforderten Behörden: Zitat aus dem neusten Rechenschaftsbericht (2004) des Zuger Regierungsrates: «Die Baugesuche werden durch die zusätzlichen UMTS-Dienste und die Koordination im immer engmaschigeren Mobilfunk sehr komplex. Praktisch jedes Gesuch hatte sehr viele Einsprachen und teilweise auch Beschwerden zur Folge.»

Dabei ist es nicht so, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt, sondern genau umgekehrt. Seit Jahren werden mit Lockvogelangeboten (Handy fast gratis beim Abschluss eines Vertrages) die kleinen Dinger in den Markt gedrückt, und eine Heerschar von Marketingleuten hirnt an Angeboten herum, wie die Leute zu einem möglichst intensiven Gebrauch der Handys gebracht werden können. Denn verdient wird am Mobilfunkverkehr. Übersetzt auf die Antennen heisst das: je mehr Verkehr, desto mehr Strahlung, desto mehr Profit für Swisscom und Co.

Sorry, aber aus gesundheitlicher Sicht ist das schlicht und einfach ein idiotisches Geschäftsmodell! Was tun? Was die Antennen betrifft, muss beim Bund angesetzt werden: Der automatische Anspruch der Mobilfunkbetreiber auf eine Baubewilligung muss gebrochen werden. Die Gemeinden müssen das Recht erhalten, Mobilfunkantennen nicht zu bewilligen. Der Bund muss via Verordnung die Betreiber dazu bringen, ihre Mobilfunkstrategie zu ändern. Statt auf Teufel komm raus den Mobilfunkverkehr auszuweiten, sollen die Leute durch eine entsprechende Preispolitik zur Verwendung des Festnetzes animiert werden. Vor allem muss die Grundgebühr beim Festnetz (die sowieso viel zu hoch ist) fallen und stattdessen im Sinne einer Infrastrukturabgabe bei den Handyverträgen eingeführt werden. Die Dumpingangebote bei den Handys müssen endlich aufhören! Als Besitzer der Swisscom kann der Bund hier vorangehen.

Langfristig am wirksamsten ist aber der zurückhaltende Gebrauch des Handys. Alle elektrosensiblen Leute (mindestens 10 Prozent der Bevölkerung) werden es danken.
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© Mittelland Zeitung; 04.03.2006

Frick Tabloid

zeihen Beschwerden gegen Bahnfunkantenne abgewiesen

Der Gemeinderat Zeihen hat gegen die Plangenehmigungsverfügung des Bundesamtes für Verkehr für eine Bahnfunkantenne im Unterdorf (bei der Bahnunterführung) bei der Eidgenössischen Rekurskommission Beschwerde eingereicht. Die während der Auflage im Herbst 2004 eingereichten 12 Einzel- und Sammeleinsprachen von Privaten sowie die Einsprache des Gemeinderates wurden Ende Januar 2006 vom Bundesamt für Verkehr allesamt abgewiesen. Nach Meinung des Gemeinderates ist die rund 25 m hohe Antenne mitten im Dorf für das Ortsbild unzumutbar. (fw)

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