Möhlin: 800 gegen Sunrise/Amriswil: Moratorium/Olten: Sunset

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Möhlin: 800 gegen Sunrise/Amriswil: Moratorium/Olten: Sunset

von The Future's black » 17. Mai 2006 22:39

© Mittelland Zeitung; 17.05.2006

Rheinfelden Tabloid

Ängste und Ärger wegen UMTS-Antennen in Möhlin

AZ vom 15. 4. Auf der Parzelle der Schreinerei Weidmann plant Sunrise eine UMTS-Mobilfunkantenne. Heisst: Die Firma Weidmann hat mittels Mietvertrag der Sunrise ihr Dach für die Platzierung ihrer Antenne zur Verfügung gestellt und erhält dafür monatliche Mietzahlungen. Mit Schreiben vom 8. April an die Direktion der Firma Weidmann habe ich gebeten, die Firma möge ihren Vertrag rückgängig machen. Ich habe darauf hingewiesen, dass ich sie für den Immobilienwertverlust (bis zu 35%) haftbar machen werde. Zudem wies ich auf die gesundheitlichen Risiken hin. Bis heute leider ohne Erfolg. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegen klar, welche Gefahr von Mobilfunkstrahlungen ausgeht. Es ist mir bewusst, dass unsere Handys nicht mehr infrage gestellt werden können. Für den normalen Gebrauch ist Möhlin mit seinen vier Antennen für die Handy-Kommunikation bestens ausgerüstet. Hingegen sind die geplanten UMTS-Antennen (zukünftige Mobilfunktechnologie mit aggressiveren Strahlen) bei Weidmann und Manor für Übertragungen von TV auf Handys wohl kaum von den Einwohnern gewünscht, wenn klar hervorgeht, dass die hohen Strahlenwerte die Gesundheit unserer Bürger bedrohen. Übrigens: Die Strahlenwerte sollen von den Mobilfunkanbietern mittels Qualitätskontrolle selber überwacht werden. Mein Vorschlag: Alle Steuerpflichtigen überwachen sich selbst, bestätigen den Wahrheitsgehalt ihrer Steuererklärung und die ganze Steuerverwaltung könnte eingespart werden! In nur vier Wochen haben junge, initiative Menschen in der Umgebung der Schreinerei Weidmann über 800 Unterschriften gesammelt mit dem Ziel unserem Gemeinderat zu signalisieren, dass er keine Baubewilligung erteilen soll, bevor die Menschen in Möhlin sicher sein können, dass ihre Gesundheit nicht gefährdet ist. Leider sind Kanton und Bund bis heute der Mobilfunkindustrie aus ökonomischen Gründen sehr wohlgesinnt. Der Bund hat teure Lizenzen verkauft, kassiert Geld mit Gebühren und Gesprächstarifen und ist mit Aktien an Mobilfunkbetreibern beteiligt. Vor diesem Hintergrund hat der Bund die Gesetzgebung verfasst und damit die Gemeinden in ihrer Entscheidungsfreiheit bezüglich Erteilung von Baubewilligungen entmündigt. In der Hoffnung, dass sich unser Gemeinderat für die Gesundheit von uns «Mehlemer» dezidiert und mutig gegen Kanton und Bund einsetzt und einen Antennenstopp durchsetzt, bis die Wissenschaft ihre Abklärungen betreffend Strahlen belastung auf Mensch, Tier und Natur abgeschlossen hat und eine unabhängige Kontrolle der Strahlenwerte gesetzlich verankert ist. Ein grosses Dankeschön geht an die Interessengemeinschaft, die sich mit viel Engagement, Zeitaufwand und persönlichem Mut für uns alle einsetzt.

heidi aeberhard-reimann, möhlin

briefe an die az
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© St. Galler Tagblatt; 17.05.2006; Seite 44

TG-Amriswil

05-TG Thurgau

Beruhigung dank Moratorium?

Jahresversammlung der FDP: UMTS-Antennen und Unterführung thematisiert

Die FDP Amriswil strebt ein Moratorium an, welches Zeit zum Abwarten neuester Untersuchungen über die Schädlichkeit vom UMTS-Antennen bieten würde.

Alois Degenhardt
Ausführlich widmete sich Stephan Muntwyler der Rückschau auf sein erstes Präsidialjahr bei der FDP Amriswil. In seinem Bericht nahmen die Aktivitäten um die T14 besonderen Raum ein. Er erinnerte daran, dass die Vorlage in Amriswil klar angenommen wurde. «Das Thema bleibt für uns deshalb weiter aktuell. Es kann nicht sein, dass unsere Verkehrsprobleme ungelöst bleiben.»

Umstrittene Unterführung

Im Zusammenhang mit der Vernehmlassung Teilrevision Ortsplanung erinnerte der Präsident an die aktive Mitarbeit der FDP-Vertreter und deren Eingaben an den Stadtrat, die zwar bestätigt, aber noch nicht beantwortet worden seien. Muntwyler bekräftigte nochmals die Forderung der FDP nach einer Unterführung im Bereich Bahnhofstrasse. Hansruedi Schoop wandte sich gegen diese Planung: Unter veränderten Vorzeichen müsse man überlegen, wo die knapper werdenden öffentlichen Mittel zuerst und am sinnvollsten eingesetzt werden sollten. Es ist kein Geheimnis, dass er den Bau einer Unterführung Rütistrasse favorisiert.

Doppelspurigkeiten vermeiden

Der FDP-Vorstand habe sich in Sachen UMTS-Antennen nicht für ein generelles Verbot, sondern für ein Moratorium ausgesprochen, stellte Muntwyler klar: «Bis zur Veröffentlichung der neuesten ETH-Studie über die Strahlungsgefahr solcher Anlagen könnten weitere Baugesuche ausgesetzt und damit der Aufwand der Verwaltung massiv verkleinert werden.» Dies, zumal sich die Bevölkerung klar gegen deren Bau in der Schul- und Wohnzone ausgesprochen habe. Zur Kommissionsarbeit im Stadtrat schlage der Vorstand vor, Kompetenzen zu erweitern, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden und den Stadtrat zu entlasten.

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© Oltner Tagblatt / MLZ; 16.05.2006

Region Zeitung

Leserbriefe

Natel-Basisstation in Oltner Wohnquartier?

Einsprachefrist läuft ab

Eine Mobilfunk- und WLL- Basisstation auf der Liegenschaft GB 4546, Bannstrasse 1, Olten? Sie lesen richtig: Wie ich erst kürzlich zufälligerweise in einem Gespräch erfahren habe, soll auf dem Dach des Mehrfamilienhauses, wenn es nach dem Willen der Firma Sunrise geht, eine richtige Basis-Mobilfunk-Sendeanlage aufgebaut werden. Eine Anlage, die laut den durch die Firma selbst angestellten und als unbedenklich taxierten Berechnungen immerhin eine Strahlung von 28,77 V/m abgeben wird. Dass im Nahbereich bereits einstellige Beträge über 2 V/m als potenziell gesundheitsgefährdend betrachtet werden, sagt dabei kein Mensch. Geht es wirklich an, mitten in einem Wohnquartier, auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses und in unmittelbarer Nähe der Grossüberbauung «Bornblick» und zweier Alters- bzw. Seniorenheime eine derartige, gesundheitsgefährdende Einrichtung zu platzieren?

Der im 7. Stock des Stadthauses aufgehängten Begleitdokumentation zum erwähnten Baugesuch ist ein Plan beigefügt, auf welchem im Gebiet Feigelstrasse, Ziegelfeldstrasse und Solothurnerstrasse Häuser eingezeichnet sind, deren zu erwartende Strahlenbelastung laut den Untersuchungen und Berechnungen durch die Gesuchstellerin als absolut unbedenklich und ungefährlich, weil weit unter der Toleranzgrenze liegend, bezeichnet sind. In der gleichen Beilage findet sich dann allerdings der Hinweis, dass Bewohner von Bauten im Umkreis von sage und schreibe 459 Metern einspracheberechtigt seien. Das ist ein Gebiet, das sich von der Rainstrasse über die Weingartenstrasse bis hinauf zum Adam-Zeltner-Weg, von hier hinüber bis an den Friedhofweg, über die Neumattstrasse etwa zum Café Ring, um das Stadthaus in die Schürmatt und zum Bahnhof Hammer, von hier bis in die Rötzmatt und vom Gheidweg bis hin zur ehemaligen Usego in der Altmatt erstreckt. Kann irgendjemand vernünftig erklären, weshalb die Anwohner eines derart riesigen Gebietes einspracheberechtigt sein sollen, wenn doch der von der geplanten Anlage produzierte Elektrosmog absolut unbedenklich sein sollte? Ich denke: alle Bewohner des erwähnten Gebietes täten gut daran, gegen dieses absolut unnötige und unvernünftige Vorhaben beim Bauamt Einsprache zu erheben. Übrigens: die Einsprachefrist für alle Betroffenen läuft am 18. Mai (Datum des Poststempels) ab ...

Martin Eduard Fischer,

alt Stadtarchivar, Olten
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© St. Galler Tagblatt; 16.05.2006; Seite 45

TG-Romanshorn

05-TG Thurgau

Sunrise will aufrüsten

Telekommunikationskonzern plant weitere Mobilfunkantennen in Romanshorn – Widerstand von Anwohnern

Das Thema Mobilfunkantennen wird heiss diskutiert. Gegen das Sunrise-Baugesuch, eine Antenne auf dem Bieri-Firmengebäude an der Kreuzlingerstrasse zu installieren, gingen drei Einsprachen ein. Das «Tagblatt» sprach mit Anwohnern und zwei Einsprechern.

ueli meier

Eine Einsprache gegen das Sunrise-Projekt stammt von Paul Traber, Inhaber der Autogarage «Schmidstube». Er wohnt wenige hundert Meter vom geplanten Antennen-Standort an der Kreuzlingerstrasse 79 entfernt. «Die neue Strahlungsart, UMTS, ist noch nicht erforscht. Ich bin nicht gegen den Fortschritt, finde aber, dass zuerst die Resultate der ETH-Studie abgewartet werden sollten», sagt er. Die ETH untersucht derzeit die Schädlichkeit dieser Strahlen im Auftrag des Bundes.

Fehlende Kontrollmöglichkeit

Paul Traber: «Ich las im <Tagblatt> von anderen Gemeinden, die sich gegen die Antennen wehren. Dies ermutigte mich, eine Einsprache zu machen.» Der Weinfelder Gemeinderat hat nämlich selbst Einsprache gegen ein Sunrise-Baugesuch erhoben. Begründet wurde dies damit, weil die geltenden Vorschriften auf den Erkenntnissen der alten GSM-Technologie basierten. Das Departement für Bau und Umwelt lehnte die Einsprache jedoch ab. Die Gemeinde Weinfelden zog das Verfahren dennoch weiter vor das Verwaltungsgericht. Auch die Gemeinde Wil hat kürzlich einem Baureglement zugestimmt, das den Bau von Antennen stark einschränkt. Drei Netzbetreiber haben dagegen Rekurs eingelegt. «In Romanshorn soll die Sendeauslastung der Antenne 24 Prozent betragen. Doch das kann derzeit gar nicht kontrolliert werden», sagt Paul Traber. Aus diesem Grund erteilt der Kanton Zürich beispielsweise vorläufig keine Bewilligungen mehr für UMTS-Antennen.

«Macht keinen Sinn»

«Des Weiteren habe ich mir überlegt, ob die Antenne nicht wenigstens in der Nacht ausgeschaltet werden könnte», sagt Paul Traber. Auch sein Nachbar Heinz Benzinger zählt solche Argumente auf. «Die Gemeinde Romanshorn macht einfach nichts. Ich finde das schlecht vom Gemeinderat.» Gemeindeammann Max Brunner: «Wenn die Grenzwerte eingehalten werden, haben wir keine Chance, uns zu wehren. Es macht keinen Sinn, das anzufechten.» Unbegründete Einsprachen müssten sie ablehnen.

Gemischte Gefühle

Bauer Rudolf Haag hat seinen Hof nahe beim geplanten Antennen-Standort bei der Firma Bieri, ging aber nicht gegen die Pläne vor. «Solange die Schädlichkeit der Strahlen nicht bewiesen ist, bringt es nichts, eine Einsprache zu erheben.» Doch er habe gemischte Gefühle. «Ich hörte, es sei für Tiere und Menschen schädlich.» Eine weitere Einsprache stammt von Edith und Ernst Schläpfer. «Ich habe Angst, nicht mehr gut schlafen zu können», sagt Edith Schläpfer. Aus diesem Grund hätten sie ihr schnurloses Telefon wieder ausser Betrieb genommen. «Ich wurde nervös und hatte Herzklopfen.»

Konsequenzen tragen

Werner und Ursula Gees informierten sich beim Amt für Umwelt über die Handy-Strahlen und schauten sich das Baugesuch an. «Wir machten schliesslich keine Einsprache. Uns wurde gesagt, dass kleine Antennen weniger schädlich seien als eine gemeinsame von mehreren Anbietern», so Werner Gees. Auch Hans Eggmann erhob keine Einsprache: «Ich vermute, die Gefahr der Strahlungen wird übertrieben.» Ebenso wenig hat sich Ernst Rohner aktiv engagiert. «Alle wollen die technischen Fortschritte, doch die Konsequenzen sollen andere tragen.» Es sei dasselbe wie beim Fluglärm. Viele, die sich dagegen wehrten, flögen ja selbst.

Über 10 000 Antennen

«Über 90 Prozent der Bevölkerung nutzen mobile Dienste, weshalb in der Schweiz über 10 000 Antennen aufgestellt sind», weiss der Sunrise-Umweltbeauftragte Manfred Speckert. Eine Familienmutter findet den geplanten Antennenbau nicht so toll, machte aber keine Einsprache, da diese sowieso abgelehnt würde. Zudem habe sie selbst ein Sunrise-Handy, muss sie eingestehen. Auch das Grüne Forum geht nicht gegen die Sunrise-Antennen vor. Präsident Daniel Anthenien: «Mit der momentanen Gesetzgebung können wir wenig machen. Die Gemeinde muss die Bewilligung erteilen.» Doch sie würden die technische Entwicklung der Strahlen weiterhin beobachten.



«Rund 1800 Kunden in Romanshorn»

Bisher reichte Sunrise eine Mobilfunkantenne in Romanshorn. Jetzt ist eine Netzerweiterung geplant mit weiteren Standorten. «Sunrise hat in Romanshorn rund 1800 Kunden. Dafür reicht ein Standort nicht mehr», erklärt der Sunrise-Umweltbeauftragte Manfred Speckert. Zudem werde auf UMTS, die neue Technologie im Handy-Zeitalter, umgestellt. Diese bedinge mehr Standorte, dafür sei so die Distanz zu den Kunden kürzer, was physikalisch gesehen eine geringere Strahlenbelastung bedeute. «Die Sendeleistung einer UMTS-Antenne beträgt etwa 0,2 Watt. Die alte Technologie erforderte eine Leistung von bis zu 2 Watt.»

Der Antennenstandort an der Friedrichshafnerstrasse 56 wurde ohne Einsprachen bewilligt. An der Arbonerstrasse 61, wo bereits eine Swisscom-Antenne steht, darf Sunrise ebenfalls bauen. Die Einsprachen wurden abgewiesen. Bei der Kreuzlingerstrasse 79 gingen drei Einsprachen ein. Demnächst fällt der Gemeinderat einen Entscheid. Manfred Speckert: «Wir werden alle drei Antennen miteinander in Betrieb nehmen. Dies sollte bis 2007 realisiert werden können, je nachdem, wie die Einsprachen behandelt werden.» (uem)
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