Neue Gefahr: Passivtelefonieren/ZURICH: Trotz ETH-StudieGeme

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Re: Neue Gefahr: Passivtelefonieren/ZURICH: Trotz ETH-Studie

von Kurt » 8. Juni 2006 21:14

Die Aussage:
"Wer mit seinem Handy (je nach Typ) zwei bis vierzig Sekunden
lang telefoniert, «also rasch Hallo sagt», könnte sich laut Kuster
genauso gut 24 Stunden lang im Umkreis einer Basisstation aufhalten."

ist falsch. Bei nichtionisierender Strahlung unterhalb thermischer Grenzwerte gibt es keine akkumulierende Wirkung.

meint

Kurt

Neue Gefahr: Passivtelefonieren/ZURICH: Trotz ETH-StudieGeme

von The Future's black » 8. Juni 2006 13:22

© Der Bund; 07.06.2006; Seite 3

Thema

Der Bund

WO DIE GEFAHR LAUERT

«Hallo sagen» - das reicht schon

Für Laien ist es schwierig, sich das Ausmass der Gefahr vorzustellen, die vom Mobilfunk ausgeht. Die Masseinheit, mit der die Stärke der elektromagnetischen Felder gemessen wird, hilft einem dabei auch nicht viel weiter. ETH-Professor Niels Kuster, der an der UMTS-Studie mitgearbeitet hat, versuchte deshalb gestern vor den Journalistinnen und Journalisten, die Angelegenheit zu veranschaulichen.

Vom Haar zum Matterhorn

Bevor es Mobilfunk gegeben hat, muss es bezüglich Elektrosmog paradiesisch gewesen sein - trotz Fernsehen und Radio. Seither ist das, was diesbezüglich auf jeden Einzelnen einwirkt, vergleichsweise ins Gigantische angestiegen. Anderthalb Milliarden Menschen würden heute täglich bis zu zehn Millionen Mal stärker exponiert als vor der Einführung des Mobilfunks, sagte Kuster.

Der Zeit, als es noch keine Handys gab, ordnete Kuster zwei menschliche Haare zu. Ihre Dicke stehe für die Menge an Elektrosmog, welchem der Einzelne damals ausgesetzt war (direkte Einwirkung auf das Gewebe). Im Vergleich dazu müsse die Exposition einer Basisstation mit der Dicke eines Telefonbuchs beschrieben werden, sagte er. Noch um einiges stärker ins Gewicht als die in der UMTS-Studie untersuchten Basisstationen würden die schnurlosen Telefone fallen. Kuster blieb beim Bild und sagte, ihre Wirkung entspreche der Höhe eines grösseren Hügels. Und schliesslich die Mobiltelefone selber: Ihre Exposition entspreche in diesem Vergleich der Höhe des Matterhorns.

Neue Gefahr: Passivtelefonieren

Mobiltelefone seien bezüglich Elektrosmog «mit grossem Abstand» die stärkste Expositionsquelle für die Allgemeinbevölkerung. Wer mit seinem Handy (je nach Typ) zwei bis vierzig Sekunden lang telefoniert, «also rasch Hallo sagt», könnte sich laut Kuster genauso gut 24 Stunden lang im Umkreis einer Basisstation aufhalten.

Nicht ganz ohne ist ebenfalls das so genannte Passiv-Telefonieren. Wer sein Handy benutzt, bestrahlt selbstverständlich sich selbst am meisten. Für Mitmenschen in einem Abstand von rund zwei Metern stellt der oder die Telefonierende aber immerhin noch etwa das Gleiche dar wie eine Basisstation, was - man erinnert sich - der Dicke eines Telefonbuchs entspricht. db

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© Limmattaler Tagblatt / MLZ; 08.06.2006

Wissenschaft Zeitung Zürich

Gemeinderat will ein Moratorium

Handy-Antennen Linke, Grüne, EVP und SD haben trotz jüngster Studie gesundheitliche Bedenken

Trotz der jüngsten entlastenden Studie zur Strahlengefahr von Handy-Antennen drängt der Zürcher Gemeinderat auf eine Denkpause für neue Antennen. In der Debatte überwog die Sorge vor Gesundheitsschäden.

Zufällig hat das Stadtparlament einen Tag nach Präsentation der neusten Gefahrenstudie zur UMTS-Strahlung am Mittwoch einen Antrag von Grünen und EVP von 2004 über ein UMTS-Antennenmoratorium diskutiert. Mit 69 Stimmen der Linken, Grünen, EVP und SD gegen 51 Stimmen der Bürgerlichen hat er sich deutlich dafür ausgesprochen.

Genauere Abklärungen möglicher Schäden gefordert

Das Postulat fordert den Stadtrat gegen dessen Willen auf, zu prüfen, ob bis zur genaueren Abklärung möglicher Gesundheitsschäden durch UMTS-Strahlung ein Moratorium verhängt werden könnte. Gleichzeitig soll der Stadtrat aber in Verhandlung mit Mobilfunkanbietern von diesen freiwillige Schritte erreichen, um die Gesamtbelastung zu reduzieren.

Die an den Universitäten Zürich und Bern erarbeitete Studie kam zum Schluss, die Strahlung der UMTS-Antennen habe keinen negativen Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden. Die Zweifel seien keineswegs ausgeräumt, betonten die Grünen im Rat, die Studie sage nichts aus über die Langzeitfolgen.

Die Stadt mit der grössten Antennen-Dichte der Schweiz

Vor allem sei Zürich aber heute die Stadt mit der höchsten Handy- Antennen-Dichte in der Schweiz. Bei gegen 500 dieser Antennen auf Stadtgebiet seien jetzt neue Lösungen gefragt. Das Moratorium gebe dem Stadtrat bei Verhandlungen mit den Anbietern ein wichtiges Instrument in die Hand.

Für deutlich mehr Engagement der Stadt sprachen sich auch SP und EVP aus. Die EVP begrüsste deshalb den von der SP gewünschten Zusatz im Pos-tulat, der Stadtrat solle die Anbieter auch zu freiwilligen Zugeständnissen bringen.

Den Warnfinger vor einem Moratorium erhoben dagegen SVP, FDP und CVP. Es sei unverständlich, dass die Grünen trotz der entlastenden Studie an ihrem Vorstoss fest hielten, sagte ein SVP-Sprecher.

Stadträtin Martelli redet von «Volksbschiss»

Ein Moratorium sei rechtswidrig, warnte die FDP mit Verweis auf die Gemeinde Stäfa, die ein Moratorium verhing und vom Bundesgericht zurückge-pfiffen wurde. Auch die ständige Angstmacherei vor einer möglichen Strahlengefahr mache die Menschen krank, gab die CVP zu verstehen.

Stadträtin Kathrin Martelli, Vorsteherin des Hochbaudepartementes, kritisierte den Vorstoss als «Volksbschiss». Der Bevölkerung werde damit nur vorgegaukelt, die Stadt könne ein solches Moratorium verhängen. Tatsächlich müsse man sich aber an die Vorgaben des Bundes halten.

Wenn Antennen die Grenzwerte nicht überschritten, könne die Stadt die Bewilligung nicht einfach verweigern. Dass das Moratorium heikel ist, räumten auch die Befürworter ein. Dennoch sei der Vorstoss ein klares und starkes Signal. (sda)
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© Aargauer Zeitung / MLZ; 08.06.2006

Leserbriefe Zeitung

«Moratorium ist mehr als begründet»

AZ vom 7. 6. «UMTS Antennen stören doch nicht»

UMTS-Signale störten Wohlbefinden nicht, war in der AZ zu lesen, sogar von Entwarnung war die Rede. Wie können solche Aussagen aufgrund einer einzigen kurzfris-tigen Studie (die zudem noch von den Mobilfunkbetreibern mitfinanziert wurde) gemacht werden? Was heisst denn hier Wohlbefinden? Es geht doch gar nicht um das Wohlbefinden, sondern um die Gesundheit des Menschen. Es geht um die langfristigen Auswirkungen der ständig zunehmenden elektromagnetischen Strahlenbelastung.

Untersucht werden müssen also erstens die Langzeitauswirkungen der UMTS-Strahlung. Zweitens dürfen die Auswirkungen der UMTS-Antennen nicht isoliert beurteilt werden, sondern im «normalen Umfeld», wo sich verschiedene Belastungen kumulieren. Bis neutrale Ergebnisse vorliegen, muss deshalb mit dem Ausbau des UMTS-Antennen-Netzes zugewartet werden. Frage: Wozu braucht es eigentlich Videotelefonie? Darf man für etwas derart Unnützes die Gesundheit der ganzen Bevölkerung gefährden?

Deshalb: Ein UMTS-Antennen-Moratorium ist mehr als begründet und wird von breiten Teilen der Bevölkerung gefordert.

Ursula Gerber, Aarau
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© Tages-Anzeiger; 08.06.2006; Seite 25

Leserforum

EXPRESS

Harmlose Strahlen?

Antennen schaden kurzfristig nicht/Kommentar dazu, TA von gestern

Kurzfristig soll laut Forschungsresultaten der Universität Zürich die Strahlung von UMTS-Antennen das Wohlbefinden der Menschen nicht beeinträchtigen. Und längerfristig? Mit derselben Logik könnte ein Forscherteam auch beweisen, dass kurzfristig etwas zu hohe Ozonwerte, ein bisschen zu viel CO2 oder etwas zu wenig Sauerstoff das menschliche Wohlbefinden nicht beeinträchtigen. Einmal mehr werden wirtschaftliche Interessen der Gesundheit von Mensch und Tier vorangestellt. Die Versuchspersonen waren den Strahlungen nur kurz ausgesetzt. Die UMTS-Antennen senden jedoch ihre Signale über 24 Stunden! Deshalb besteht nach wie vor kein Grund, UMTS-Antennenanlagen mit ihren unabsehbaren Folgen für die Gesundheit zu bewilligen.

YVAN PESTALOZZI, BINZ


Die Studie ist wegen ihrer Randbedingungen eine absolute Farce. Auf der einen Seite die wohlhabende Schweiz mit einem Milliardenbudget - auf der andern Seite eine günstige Studie für 720 000 Franken, bei der noch kommerzielle Interessenvertreter wie die Mobilfunkindustrie mit ins Boot genommen werden! Was man wissen muss: Es gibt zum Mobilfunk Hunderte sich teilweise widersprechende Studien! Auch die TA-Titelwahl hat ihre Tücken! Der Titel «Antennen schaden kurzfristig nicht» kann von eiligen Lesern als falsche Information im Gehirn gespeichert werden: als «Antennen schaden nicht»! Ein fatales Missverständnis!

LEO BACHMANN, FEHRALTORF

In den Versuchen wurden die Probanden nur jeweils 45 Minuten der Strahlung ausgesetzt. Die Forscher räumen selber ein, dass die Studie über mögliche Folgen langfristiger Bestrahlung nichts aussagt. Bei den umstrittenen Antennen sind aber notabene gerade diese das Problem. Ich bin zudem nicht damit einverstanden, dass Untersuchungen, die «klären, ob das Handy am Kopf uns krank machen kann», viel dringender sein sollen. Diejenigen Leute, die das Handy am Kopf haben, tun das ja im Normalfall aus freien Stücken, während aber von den UMTS-Antennen auch Leute betroffen sind, die selber gar kein Handy besitzen.

BEAT HÜPPIN, WANGEN SZ

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