Ueber das Spital Thun, eines der Spitäler in unserem Einzugsgebiet habe ich beim Hartenstein-Verteiler gelesen, dass dort W-Lan genutzt werde. Dazu passt unten stehender Brief eines Elektrosensiblen über seine Erfahrungen in einem Spital. Ausserdem kenne ich zwei Betroffene, die Probleme hatten mit DECT im Spital. Kennt jemand Spitäler in der Schweiz, die für Elektrosensible tragbar sind, bez. mit wenig Mobilfunkbelastung und kein W-Lan und DECT?
PRAXIS 23/2006
CME Erscheinungsdatum 2006-06-07
Originalartikel
Spital Thun-Simmental AG, Thun 1
Swisscom Innovations, Bern 2
Inframedic AG, Burgrieden-Rot 3
M. Oertle1, H. Lehmann2, P. Fritschi2, M. Müller2, R. Berz3
Elektromagnetische Felder im Akutspital: Wireless-LAN & Co. als Risiko?
Electromagnetic Fields in Hospitals: Wireless-LAN as a Risk Factor?
[ PDF ] (394 KB)
Zusammenfassung
Ausmass und Höhe der Exposition durch nicht-ionisierende Strahlung im Alltag
von Spitälern sind weitgehend unbekannt. Am Beispiel des Spitals Thun, wo
der flächendeckende Einsatz von Wireless-LAN die komplette elektronische
Patientenakte schon seit drei Jahren am Patientenbett verfügbar macht,
werden die im Alltag gemessenen Immissionen nicht-ionisierender Strahlung in
Relation zu den in der Schweiz geltenden Grenzwerten dargelegt. Sowohl am
Pflegearbeitsplatz als auch im Patientenzimmer werden die geltenden
Grenzwerte (Immissionsgrenzwert) bei weitem eingehalten. Selbst der
vorsorgliche Schweizer Anlagegrenzwert wird deutlich eingehalten. Im
Patientenzimmer überwiegen die Immissionen von GSM und UMTS, während am
Pflegearbeitsplatz WLAN die dominante Feldquelle darstellt. Eine Befragung
zeigt eine weitgehend unproblematische Bewertung des Risikos betreffend
nicht-ionisierender Strahlung durch das Personal auf.
Schlüsselwörter: Spital - Strahlung, nicht-ionisierende - Wireless LAN -
Immissionen - Arbeitsmedizin
http://www.verlag-hanshuber.com/ezm/ind ... tract=1808
4&IssueID=1729_blank
Sehr geehrter Herr Hartenstein,
nachdem ich seit einigen Jahren kein Mobiltelefon vertrage, habe ich schon
längere Zeit vermutet, dass ich elektrosensibel bin. Im Alltag halte ich
mich von starken Quellen elektromagnetischer Felder fern, und so bin ich
durch diesen Zustand selten beeinträchtigt. Unglücklicherweise musste ich
diese Woche für mehrere Tage ins Krankenhaus, das war auch anfangs kein
Problem, aber nach der zweiten Nacht machte sich offensichtlich die Nähe
mehrerer UMTS Sender bemerkbar, und der Aufenthalt wurde zu einer
erschreckenden Erfahrung, die ich auch noch schriftlich als
Erfahrungsbericht festhalten möchte. Mein Puls war am dritten Tag auch mit
Beta-Blockern kaum noch unter Kontrolle zu bringen, er war ständig auf etwa
100, normalerweise bin ich bei etwa 60 pro Minute. Zu diesem Zeitpunkt waren
alle Untersuchungen schon gut vorbei, es gab also keinerlei Grund mehr für
eine Beunruhigung.
Meine Frage nun: Gibt es ein Informationsblatt, das Betroffene
Elektrosensible wie ich in Krankenhäuser mitnehmen können, um das Personal
auf die damit verbundenen Gefahren und möglichen Komplikationen aufmerksam
zu machen? Es ist reichlich ungut als Betroffener zuerst meistens viel zu
lange zuzuwarten, bis man ins Krankenhaus geht, eben weil man weiß dass es
dort vermutlich schwierig wird, und zweitens dann dort auf wenig Verständnis
zu stossen.
Wie sind Erfahrungen anderer Personen in solchen Situationen? Gibt es in
Deutschland, Österreich oder der Schweiz Krankenhäuser mit Zimmern für
Elektrosensible, wie in der Beilage beschrieben?
Ich wäre dankbar wenn Sie dieses Mail zur Verbreitung über Ihren Verteiler
laufen lassen könnten!
Vielen Dank für Ihre Bemühungen im voraus!
Mit freundlichen Grüssen
Bernhard Liebl
Ueber das Spital Thun, eines der Spitäler in unserem Einzugsgebiet habe ich beim Hartenstein-Verteiler gelesen, dass dort W-Lan genutzt werde. Dazu passt unten stehender Brief eines Elektrosensiblen über seine Erfahrungen in einem Spital. Ausserdem kenne ich zwei Betroffene, die Probleme hatten mit DECT im Spital. Kennt jemand Spitäler in der Schweiz, die für Elektrosensible tragbar sind, bez. mit wenig Mobilfunkbelastung und kein W-Lan und DECT?
PRAXIS 23/2006
CME Erscheinungsdatum 2006-06-07
Originalartikel
Spital Thun-Simmental AG, Thun 1
Swisscom Innovations, Bern 2
Inframedic AG, Burgrieden-Rot 3
M. Oertle1, H. Lehmann2, P. Fritschi2, M. Müller2, R. Berz3
Elektromagnetische Felder im Akutspital: Wireless-LAN & Co. als Risiko?
Electromagnetic Fields in Hospitals: Wireless-LAN as a Risk Factor?
[ PDF ] (394 KB)
Zusammenfassung
Ausmass und Höhe der Exposition durch nicht-ionisierende Strahlung im Alltag
von Spitälern sind weitgehend unbekannt. Am Beispiel des Spitals Thun, wo
der flächendeckende Einsatz von Wireless-LAN die komplette elektronische
Patientenakte schon seit drei Jahren am Patientenbett verfügbar macht,
werden die im Alltag gemessenen Immissionen nicht-ionisierender Strahlung in
Relation zu den in der Schweiz geltenden Grenzwerten dargelegt. Sowohl am
Pflegearbeitsplatz als auch im Patientenzimmer werden die geltenden
Grenzwerte (Immissionsgrenzwert) bei weitem eingehalten. Selbst der
vorsorgliche Schweizer Anlagegrenzwert wird deutlich eingehalten. Im
Patientenzimmer überwiegen die Immissionen von GSM und UMTS, während am
Pflegearbeitsplatz WLAN die dominante Feldquelle darstellt. Eine Befragung
zeigt eine weitgehend unproblematische Bewertung des Risikos betreffend
nicht-ionisierender Strahlung durch das Personal auf.
Schlüsselwörter: Spital - Strahlung, nicht-ionisierende - Wireless LAN -
Immissionen - Arbeitsmedizin
http://www.verlag-hanshuber.com/ezm/index.php?ezm=PRX&la=d&ShowAbstract=1808
4&IssueID=1729_blank
Sehr geehrter Herr Hartenstein,
nachdem ich seit einigen Jahren kein Mobiltelefon vertrage, habe ich schon
längere Zeit vermutet, dass ich elektrosensibel bin. Im Alltag halte ich
mich von starken Quellen elektromagnetischer Felder fern, und so bin ich
durch diesen Zustand selten beeinträchtigt. Unglücklicherweise musste ich
diese Woche für mehrere Tage ins Krankenhaus, das war auch anfangs kein
Problem, aber nach der zweiten Nacht machte sich offensichtlich die Nähe
mehrerer UMTS Sender bemerkbar, und der Aufenthalt wurde zu einer
erschreckenden Erfahrung, die ich auch noch schriftlich als
Erfahrungsbericht festhalten möchte. Mein Puls war am dritten Tag auch mit
Beta-Blockern kaum noch unter Kontrolle zu bringen, er war ständig auf etwa
100, normalerweise bin ich bei etwa 60 pro Minute. Zu diesem Zeitpunkt waren
alle Untersuchungen schon gut vorbei, es gab also keinerlei Grund mehr für
eine Beunruhigung.
Meine Frage nun: Gibt es ein Informationsblatt, das Betroffene
Elektrosensible wie ich in Krankenhäuser mitnehmen können, um das Personal
auf die damit verbundenen Gefahren und möglichen Komplikationen aufmerksam
zu machen? Es ist reichlich ungut als Betroffener zuerst meistens viel zu
lange zuzuwarten, bis man ins Krankenhaus geht, eben weil man weiß dass es
dort vermutlich schwierig wird, und zweitens dann dort auf wenig Verständnis
zu stossen.
Wie sind Erfahrungen anderer Personen in solchen Situationen? Gibt es in
Deutschland, Österreich oder der Schweiz Krankenhäuser mit Zimmern für
Elektrosensible, wie in der Beilage beschrieben?
Ich wäre dankbar wenn Sie dieses Mail zur Verbreitung über Ihren Verteiler
laufen lassen könnten!
Vielen Dank für Ihre Bemühungen im voraus!
Mit freundlichen Grüssen
Bernhard Liebl