von Mo » 10. Dezember 2006 10:23
Auch hier wieder dasselbe Problem: man vergleicht Leute, die oft mobil telefonieren mit solchen, die wenig oder gar nicht telefonieren, JEDOCH LOGISCHERWEISE auch regelmässig, oft oder gar immer Strahlungen der Sendeanlagen ausgesetzt sind. Das Problem ist, dass man keine grosse Vergleichsgruppen mehr rekrutieren kann, weil es beinahe keine Zonen mehr gibt, in denen es keine Abdeckung durch Mobilfunkanlagen gibt. Man vergleicht also Einäugige mit Blinden oder Aepfel mit Tomaten. Motto: "Den andern geht es ja auch nicht schlechter resp. besser". Aber warum das so ist - genau das ist der Kernpunkt. Es nützt niemandem, wenn es dem andern genauso (schlecht) geht; aus welchen Gründen auch immer. Hier eine etwas umfangreichere Beschreibung jener Studie, gefunden im ORF-Online-Service sowie eine Meldung aus einer deutschen Website:
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Dänische Studie: Kein Krebs durchs Handy
Mit dem Handy zu telefonieren erhöht das Krebsrisiko nicht. Das zeigt eine neue Studie an rund 400.000 Dänen, die die Dänische Krebsgesellschaft über einen Beobachtungszeitraum von 13 Jahren durchgeführt hat.
Es gibt keinen Hinweis auf die Entstehung von Gehirntumoren, Leukämie oder Speicheldrüsenkrebs durch die elektromagnetische Strahlung der Handies, berichtet das Wissenschafterteam um Christoffer Johansen von der Danish Cancer Society.
Kein Zusammenhang mit Dauer, Alter oder Handytyp
Die Forscher kamen zu diesem Ergebnis, indem sie die Krebshäufigkeit unter 420.095 dänischen Handynutzern zwischen 1982 und 1995 untersuchten und mit der Gesamtbevölkerung verglichen. Das Ergebnis: es gibt keine erhöhten Krebszahlen bei den Mobiltelefonierern. Das Krebsrisiko hängt auch nicht mit der Dauer der Nutzung, dem Alter des Erstnutzes oder dem Handytyp zusammen.
'Seriöse Studie'
"Das ist eine seriöse Studie, die in einer Top-Zeitschrift publiziert wurde", sagt Michael Micksche vom Institut für Tumorbiologie-Krebsforschung der Universität Wien.
"Das einzige Problem ist, dass es keine Beobachtungen über 20 Jahre oder länger gibt. Und bevor wir keine derartigen Langzeitstudien haben, ist es schwer eine Empfehlung für oder gegen den Handygebrauch abzugeben".
'Andere Krankheiten durch Handy-Strahlung'
Die Studie schließt nicht aus, dass andere Krankheiten durch die elektromagnetische Strahlung verursacht werden, wie zum Beispiel Hautkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems.
In Punkto Gehirntumore entspricht das Ergebnis einer erst im Jänner im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie: Und auch hier zeigte sich, daß es kein erhöhtes Gehirntumor-Risiko für Handynutzer gibt, die täglich 60 Minuten oder länger telefonieren. Gehirntumore entstanden auch nicht öfter auf der Seite, auf der telefoniert wurde.
¿Die Studie ist die erste landesweite dieser Art¿, sagt Johansen. Das Zahlenmaterial stünde auch in anderen skandinavischen Ländern zur Verfügung.
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Aus einer dänischen Langzeitstudie zur Feststellung von Risiken aus Mobilfunkstrahlen und Elektrosmog geht hervor, dass statistisch kein erhöhtes Risiko durch die Handhabung von Mobilfunkgeräten festzustellen ist. Wörtlich heißt es: "Wir konnten keinen Unterschied zwischen jahrelangen Handynutzern und dem statistischen Durchschnitt sehen", meinte Joachim Schüz vom Institut für Krebs-Epidemiologie in Kopenhagen gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
Laut Studie besaßen 420.095 Dänen zwischen 1982 und 1995 ein Mobiltelefon. Bei ihnen wurden bis zum Jahr 2002 genau 14.249 Krebserkrankungen festgestellt. Für eine Bevölkerungsgruppe dieser Größenordnung wären den Statistikern zufolge mindestens 15.000 Krebsfälle zu erwarten gewesen. Die Daten bestätigen die vorläufigen Ergebnisse der internationalen Interphone-Studie, an der sich 13 Länder beteiligen.
Allerdings weisen die Forscher auch darauf hin, dass ihnen Vergleiche mit Menschen fehlen, die noch nie der elektromagnetischen Strahlung von Funktelefonen und Sendeeinrichtungen ausgesetzt waren. Solche "Null-Exponierten" gebe es in unseren Breiten praktisch nicht mehr. Deshalb könne nur zwischen starken Nutzern und Gelegenheits-Telefonierern differenziert werden.
Auch hier wieder dasselbe Problem: man vergleicht Leute, die oft mobil telefonieren mit solchen, die wenig oder gar nicht telefonieren, JEDOCH LOGISCHERWEISE auch regelmässig, oft oder gar immer Strahlungen der Sendeanlagen ausgesetzt sind. Das Problem ist, dass man keine grosse Vergleichsgruppen mehr rekrutieren kann, weil es beinahe keine Zonen mehr gibt, in denen es keine Abdeckung durch Mobilfunkanlagen gibt. Man vergleicht also Einäugige mit Blinden oder Aepfel mit Tomaten. Motto: "Den andern geht es ja auch nicht schlechter resp. besser". Aber warum das so ist - genau das ist der Kernpunkt. Es nützt niemandem, wenn es dem andern genauso (schlecht) geht; aus welchen Gründen auch immer. Hier eine etwas umfangreichere Beschreibung jener Studie, gefunden im ORF-Online-Service sowie eine Meldung aus einer deutschen Website:
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Dänische Studie: Kein Krebs durchs Handy
Mit dem Handy zu telefonieren erhöht das Krebsrisiko nicht. Das zeigt eine neue Studie an rund 400.000 Dänen, die die Dänische Krebsgesellschaft über einen Beobachtungszeitraum von 13 Jahren durchgeführt hat.
Es gibt keinen Hinweis auf die Entstehung von Gehirntumoren, Leukämie oder Speicheldrüsenkrebs durch die elektromagnetische Strahlung der Handies, berichtet das Wissenschafterteam um Christoffer Johansen von der Danish Cancer Society.
Kein Zusammenhang mit Dauer, Alter oder Handytyp
Die Forscher kamen zu diesem Ergebnis, indem sie die Krebshäufigkeit unter 420.095 dänischen Handynutzern zwischen 1982 und 1995 untersuchten und mit der Gesamtbevölkerung verglichen. Das Ergebnis: es gibt keine erhöhten Krebszahlen bei den Mobiltelefonierern. Das Krebsrisiko hängt auch nicht mit der Dauer der Nutzung, dem Alter des Erstnutzes oder dem Handytyp zusammen.
'Seriöse Studie'
"Das ist eine seriöse Studie, die in einer Top-Zeitschrift publiziert wurde", sagt Michael Micksche vom Institut für Tumorbiologie-Krebsforschung der Universität Wien.
"Das einzige Problem ist, dass es keine Beobachtungen über 20 Jahre oder länger gibt. Und bevor wir keine derartigen Langzeitstudien haben, ist es schwer eine Empfehlung für oder gegen den Handygebrauch abzugeben".
'Andere Krankheiten durch Handy-Strahlung'
Die Studie schließt nicht aus, dass andere Krankheiten durch die elektromagnetische Strahlung verursacht werden, wie zum Beispiel Hautkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems.
In Punkto Gehirntumore entspricht das Ergebnis einer erst im Jänner im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie: Und auch hier zeigte sich, daß es kein erhöhtes Gehirntumor-Risiko für Handynutzer gibt, die täglich 60 Minuten oder länger telefonieren. Gehirntumore entstanden auch nicht öfter auf der Seite, auf der telefoniert wurde.
¿Die Studie ist die erste landesweite dieser Art¿, sagt Johansen. Das Zahlenmaterial stünde auch in anderen skandinavischen Ländern zur Verfügung.
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Aus einer dänischen Langzeitstudie zur Feststellung von Risiken aus Mobilfunkstrahlen und Elektrosmog geht hervor, dass statistisch kein erhöhtes Risiko durch die Handhabung von Mobilfunkgeräten festzustellen ist. Wörtlich heißt es: "Wir konnten keinen Unterschied zwischen jahrelangen Handynutzern und dem statistischen Durchschnitt sehen", meinte Joachim Schüz vom Institut für Krebs-Epidemiologie in Kopenhagen gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
Laut Studie besaßen 420.095 Dänen zwischen 1982 und 1995 ein Mobiltelefon. Bei ihnen wurden bis zum Jahr 2002 genau 14.249 Krebserkrankungen festgestellt. Für eine Bevölkerungsgruppe dieser Größenordnung wären den Statistikern zufolge mindestens 15.000 Krebsfälle zu erwarten gewesen. Die Daten bestätigen die vorläufigen Ergebnisse der internationalen Interphone-Studie, an der sich 13 Länder beteiligen.
Allerdings weisen die Forscher auch darauf hin, dass ihnen Vergleiche mit Menschen fehlen, die noch nie der elektromagnetischen Strahlung von Funktelefonen und Sendeeinrichtungen ausgesetzt waren. Solche "Null-Exponierten" gebe es in unseren Breiten praktisch nicht mehr. Deshalb könne nur zwischen starken Nutzern und Gelegenheits-Telefonierern differenziert werden.