Stormische Weihnacht

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Stormische Weihnacht

von Pirat » 12. Dezember 2013 09:38

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Stormische Weihnacht


Von drauß´ vom Walde, da komm ich her,
ich muss euch sagen, es nervt mich sehr.
Wo immer ich geh und wo ich auch steh,
da ragt eine Handyantenne zur Höh´.
Und wie ich so stapf durch die finstere Nacht,
da ich hab´ich mir meine Gedanken gemacht,
über die, die in allen Lebenslagen
nur reden und reden und gar nichts sagen.
´s ist einfach so Mode, so kommt es mir vor,
jeder Trottel hält sich ein Handy ans Ohr.

Und wie ich so denke und drüber sinnier,
da öffnet sich plötzlich die Himmelstür.
Das Christkind ruft: „Ruprecht! Sogar hier im Himmel
hör ich das dämliche Handygebimmel!
Jetzt müssen wir schnell an die Kinder denken,
man darf ihnen ja keine Handys schenken!
Kauf alle zusammen, egal, wie teuer
und wirf dann den ganzen Plunder ins Feuer!“

Das tu ich, bis es in Dorf oder Stadt
in keinem Laden ein Handy mehr hat.
Soll´n sie doch jammern und fluchen und schnöden,
die Kinder lassen wir uns nicht verblöden.
Denn jeder ein Narr, der das alles glaubt,
was die Regierung der Lobby erlaubt.
Die haben doch alle ein Brett vor der Stirn
und leider dahinter kein Quentchen von Hirn.
Da wird fest geschwindelt, gemogelt, gelogen
die Wahrheit wird krampfhaft zurecht gebogen.

Es ist doch ein Jammer auf dieser Welt,
sie reden alle nur über das Geld.
Doch hoff ich, dass die Menschen auf Erden,
eines Tages wieder vernünftiger werden,
sich auf die Werte des Lebens besinnen
und endlich wieder zu denken beginnen.

Von Städten und Dörfern, da komm ich jetzt her,
ich muss euch sagen, mein Sack ist so schwer.
Warum er gar so schwer von Gewicht,
das könnt ihr nur raten, ich sag´ es euch nicht.
Ich muss jetzt geh`n, denn mein Weg ist noch weit
und irgendwo ist schon das Feuer bereit...

Euch wünsch ich viel Liebe, viel Hoffnung und Kraft,
so dass ihr das scheinbar Unmögliche schafft,
dass sich euer Schicksal zum Besten fügt,
das Gute, es hat so oft schon gesiegt.

(frei nach Theodor Storm)

Evi Gaigg

Quelle

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