von conviva » 17. Februar 2018 13:27
Kretschamnn im Interview
https://www.taz.de/Archiv-Suche/!548268 ... men=Print/
taz:
Was hält die diverse Gesellschaft zusammen?
Kretschmann:
Als Politiker habe ich da eine einfache Antwort. Die verfassungsmäßige Ordnung. Aber der Verfassungsstaat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht herstellen kann, zivilisierter Umgang miteinander, zum Beispiel. Und gerade diese Regeln, die nicht die Politik festlegt, sind derzeit Gegenstand der heftigen Debatte. Menschen glauben plötzlich, sie hätten nicht nur das Recht auf eine eigene Meinung, sondern auch auf eigene Fakten. Das sind Dinge, die aus dem Ruder laufen, mit der Spitze des Eisbergs namens Donald Trump. Da ist einer Präsident der bedeutendsten Weltmacht, der sich benimmt, wie wir es unseren Kindern in der Erziehung beizubringen versuchen, dass man sich so nicht aufführt.
taz:
Heißt das, Politik soll sich auf die Verfassung konzentrieren, der Rest muss sich selbst regeln?
Kretschmann:
Ja, als Politiker muss man erkennen, dass man nicht für alles zuständig ist und soll sich daher auf die Verfassung konzentrieren. Aber die Gesellschaft muss weit darüber hinausgehen.
Während sich eine konservative Größe der ehenmals grünen Partei mit Postfakten herumärgert, merkt er nicht, wie er in seiner mobilfunkpolitischen Ignoranz gehalten wird durch einen Erziehungsakt, der in der Sphäre des Präfaktischen wirksam geworden ist. Die Festlegung der Ärzteschaft auf eine als Fakt daher kommende Meinung noch bevor die Sache, um die es geht, ernsthaft untersucht worden ist: WHO Fact-sheet Nr. 296 und alles, was damit zusammenhängt. Motto: Wir wissen nichts darüber, dass MF schädlich ist.
taz:
Die einst rebellischen Grünen geben sich derweil als Kraft der Stabilität. Ihr neuer Bundesparteivorsitzender Robert Habeck beschreibt die Grünen als Partei für die ganze Gesellschaft. Das Kretschmann-Modell?
Kretschmann:
Nein, das ist der Gründungsmythos der Grünen. Weder links noch rechts, sondern vorne. Wir sind nicht für Kapitalismus oder Kommunismus, sondern suchen neue Wege. Natur als Politik – das gab es nie zuvor in der Geschichte.
taz:
Aber in voller Konfrontation zur bestehenden Gesellschaft.
Kretschmann:
Das ist damals sehr schnell reingeflutet, im Prinzip schon auf dem Gründungsparteitag. Aber der echte Beginn war nicht konfrontativ. Das weiß ich noch als Gründungsmitglied. Es geht um die Lebensgrundlagen.
Und er bringt's noch besser:
Die hiesige CDU ist beunruhigt, dass jetzt die Grünen die drei Werte Verlässlichkeit, Vertrauen und Vertragstreue besetzen.
... das sind konservative Werte, die wir bewahren müssen. Verlässliche Prinzipien des menschlichen und politischen Umgangs. Kant hat die Dinge ja auf den Punkt gebracht: Selber denken, den anderen denken und mit sich in Übereinstimmung bringen. Das nennt er die Maximen des gemeinen Menschenverstandes. Frieden und Erhalt der Natur, das sind zum Beispiel auch konservative politische Werte, die wir Grünen vertreten.
Als wir an die Regierung kamen, habe ich die Politik des Gehörtwerdens als Antwort gegeben. Diese Bürgerbeteiligung empfinden wir als Modernisierung der Politik, in Wirklichkeit geht es aber um die Bewahrung des Gemeinsamen. Zivilisierter Streit hält die Gesellschaft zusammen, unzivilisierter treibt sie auseinander.
Man mag sich fragen, warum und wie lange elektrosensible Menschen dann noch in Kellern wohnen. Doch diese Frage könnte bald überholt sein. Denn sie werden es nur so lange noch können, bis auch Dank der penetranten Ignoranz der Grünen dort Smartmeter installiert werden.
Kretschamnn im Interview
https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5482687&s=Kretschmann&SuchRahmen=Print/
taz:
[i]Was hält die diverse Gesellschaft zusammen?[/i]
Kretschmann:
[i]Als Politiker habe ich da eine einfache Antwort. Die verfassungsmäßige Ordnung. Aber der Verfassungsstaat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht herstellen kann, zivilisierter Umgang miteinander, zum Beispiel. Und gerade diese Regeln, die nicht die Politik festlegt, sind derzeit Gegenstand der heftigen Debatte. Menschen glauben plötzlich, sie hätten nicht nur das Recht auf eine eigene Meinung, sondern auch auf [b]eigene Fakten.[/b] Das sind Dinge, die aus dem Ruder laufen, mit der Spitze des Eisbergs namens Donald Trump. Da ist einer Präsident der bedeutendsten Weltmacht, der sich benimmt, wie wir es unseren Kindern in der Erziehung beizubringen versuchen, dass man sich so nicht aufführt.[/i]
taz:
[i]Heißt das, Politik soll sich auf die Verfassung konzentrieren, der Rest muss sich selbst regeln?[/i]
Kretschmann:
[i]Ja, als Politiker muss man erkennen, dass man nicht für alles zuständig ist und soll sich daher auf die Verfassung konzentrieren. Aber die Gesellschaft muss weit darüber hinausgehen.[/i]
Während sich eine konservative Größe der ehenmals grünen Partei mit Postfakten herumärgert, merkt er nicht, wie er in seiner mobilfunkpolitischen Ignoranz gehalten wird durch einen Erziehungsakt, der in der Sphäre des Präfaktischen wirksam geworden ist. Die Festlegung der Ärzteschaft auf eine als Fakt daher kommende Meinung noch bevor die Sache, um die es geht, ernsthaft untersucht worden ist: WHO Fact-sheet Nr. 296 und alles, was damit zusammenhängt. Motto: Wir wissen nichts darüber, dass MF schädlich ist.
taz:
[i]Die einst rebellischen Grünen geben sich derweil als Kraft der Stabilität. Ihr neuer Bundesparteivorsitzender Robert Habeck beschreibt die Grünen als Partei für die ganze Gesellschaft. Das Kretschmann-Modell?[/i]
Kretschmann:
[i]Nein, das ist der Gründungsmythos der Grünen. Weder links noch rechts, sondern vorne. Wir sind nicht für Kapitalismus oder Kommunismus, sondern suchen neue Wege. [b]Natur als Politik – das gab es nie zuvor in der Geschichte.[/b][/i]
taz:
[i]Aber in voller Konfrontation zur bestehenden Gesellschaft.[/i]
Kretschmann:
[i]Das ist damals sehr schnell reingeflutet, im Prinzip schon auf dem Gründungsparteitag. Aber der echte Beginn war nicht konfrontativ. Das weiß ich noch als Gründungsmitglied. [b]Es geht um die Lebensgrundlagen.[/b] [/i]
Und er bringt's noch besser:
[i]Die hiesige CDU ist beunruhigt, dass jetzt die Grünen die drei Werte Verlässlichkeit, Vertrauen und Vertragstreue besetzen.[/i]
[i]... das sind konservative Werte, die wir bewahren müssen. Verlässliche Prinzipien des menschlichen und politischen Umgangs. Kant hat die Dinge ja auf den Punkt gebracht: [b]Selber denken, den anderen denken und mit sich in Übereinstimmung bringen. Das nennt er die Maximen des gemeinen Menschenverstandes.[/b] Frieden und Erhalt der Natur, das sind zum Beispiel auch konservative politische Werte, die wir Grünen vertreten.[/i]
[i]Als wir an die Regierung kamen, habe ich [b]die Politik des Gehörtwerdens[/b] als Antwort gegeben. Diese Bürgerbeteiligung empfinden wir als Modernisierung der Politik, in Wirklichkeit geht es aber um die [b]Bewahrung des Gemeinsamen[/b]. Zivilisierter Streit hält die Gesellschaft zusammen, unzivilisierter treibt sie auseinander.[/i]
Man mag sich fragen, warum und wie lange elektrosensible Menschen dann noch in Kellern wohnen. Doch diese Frage könnte bald überholt sein. Denn sie werden es nur so lange noch können, bis auch Dank der penetranten Ignoranz der Grünen dort Smartmeter installiert werden.