von Eva Weber » 3. Oktober 2018 16:10
Kein Netz
Das war eine so blödsinnige Reklame, dass ich den Film nach ca. 10 Minuten wegtat. Dass ich mir generell anschaue und zwar bis zum Schluss, was über Mobilfunk kommt, konnte ich bei diesem billigen Zeugs nicht durchhalten.
Es ist wie zu Anfangszeiten des Mobilfunks, wo immer die Notfälle herhalten mussten, solange bis sich endlich selbst vernünftige Leute, beruflich voll fit und engagiert, mitten in der Stadt München ohne Handy nicht mehr aus der Wohnung wagten, weil - es könnte ja was passieren! Das war sozusagen der gekonnte Einstieg in die Abhängigkeit von der Droge Mobilfunk.
Rätselhaft bleibt mir nach wie vor, wie es möglich war, dass die Menschheit ohne Smartphone überhaupt überleben konnte und siehe da, es wurden sogar immer mehr. Irgendwie ein Weltwunder!
Aber tragisch wird es erst richtig, wenn das vernetzte Heim nicht funktioniert, die Bewohner hungern müssen, weil der Kühlschrank ums Verrecken nicht sagen will, woran es ihm gebricht, weil die Waschmaschine dem Menschen nicht sagen kann, wann die Wäsche fertig ist und er wartet und wartet. Und dann erst, wenn der Fitnessstracker versagt und er meint sein Herz schlägt nicht mehr, und die Krankenkasse einen höheren Beitrag verlangt, weil er das Fitnessprogramm nicht schafft, was ihm sein Tracker vorgibt oder die Alexa vorsäuselt, weil er immer noch ein wenig Analoges zu tun hat.
Und erst dann, wenn er endlich völlig entspannt in seinem autonomen Auto sitzt und seine digitale Zeitung liest und dann ruft ihn womöglich der automatische Jemand ans Steuer, um innerhalb von ca. 4 Sekunden das zu tun, wozu sein Auto nicht mehr in der Lage ist. Dann trifft ihn womöglich noch vorm eventuellen Aufprall der Schlag. Also bei mir würde da keiner mehr einen Führerschein bekommen, es sei denn, er hat vorher eine Kampfpilotenausbildung und selbst der bewegt sich nicht zwischen mittlerweile blinden Fußgängern und Radfahrern. Und Alleebäume hat's auch nicht.
Doch man trifft schon auf immer mehr Menschen, denen es langsam zu viel und auch zu blöd wird, aber sie sagen gleichgültig: "Dagegen kann man nichts machen, dagegen ist man machtlos."
Noch eine Bemerkung: Einbrecher sind der Polizei immer ein gutes Stück voraus. Hacker werden es auch sein!
Eva Weber
[b]Kein Netz[/b]
Das war eine so blödsinnige Reklame, dass ich den Film nach ca. 10 Minuten wegtat. Dass ich mir generell anschaue und zwar bis zum Schluss, was über Mobilfunk kommt, konnte ich bei diesem billigen Zeugs nicht durchhalten.
Es ist wie zu Anfangszeiten des Mobilfunks, wo immer die Notfälle herhalten mussten, solange bis sich endlich selbst vernünftige Leute, beruflich voll fit und engagiert, mitten in der Stadt München ohne Handy nicht mehr aus der Wohnung wagten, weil - es könnte ja was passieren! Das war sozusagen der gekonnte Einstieg in die Abhängigkeit von der Droge Mobilfunk.
Rätselhaft bleibt mir nach wie vor, wie es möglich war, dass die Menschheit ohne Smartphone überhaupt überleben konnte und siehe da, es wurden sogar immer mehr. Irgendwie ein Weltwunder!
Aber tragisch wird es erst richtig, wenn das vernetzte Heim nicht funktioniert, die Bewohner hungern müssen, weil der Kühlschrank ums Verrecken nicht sagen will, woran es ihm gebricht, weil die Waschmaschine dem Menschen nicht sagen kann, wann die Wäsche fertig ist und er wartet und wartet. Und dann erst, wenn der Fitnessstracker versagt und er meint sein Herz schlägt nicht mehr, und die Krankenkasse einen höheren Beitrag verlangt, weil er das Fitnessprogramm nicht schafft, was ihm sein Tracker vorgibt oder die Alexa vorsäuselt, weil er immer noch ein wenig Analoges zu tun hat.
Und erst dann, wenn er endlich völlig entspannt in seinem autonomen Auto sitzt und seine digitale Zeitung liest und dann ruft ihn womöglich der automatische Jemand ans Steuer, um innerhalb von ca. 4 Sekunden das zu tun, wozu sein Auto nicht mehr in der Lage ist. Dann trifft ihn womöglich noch vorm eventuellen Aufprall der Schlag. Also bei mir würde da keiner mehr einen Führerschein bekommen, es sei denn, er hat vorher eine Kampfpilotenausbildung und selbst der bewegt sich nicht zwischen mittlerweile blinden Fußgängern und Radfahrern. Und Alleebäume hat's auch nicht.
Doch man trifft schon auf immer mehr Menschen, denen es langsam zu viel und auch zu blöd wird, aber sie sagen gleichgültig: "Dagegen kann man nichts machen, dagegen ist man machtlos."
Noch eine Bemerkung: Einbrecher sind der Polizei immer ein gutes Stück voraus. Hacker werden es auch sein!
Eva Weber