von A.Masson » 4. Mai 2004 10:29
Mit viel Aufwand lässt sich gelegentlich ein Antennen-Projekt um zwei, drei Jahre verzögern - bis es dann doch gebaut wird. Wirkliche Erfolge sind selten. Ein Gemeinderat, der nicht spurt, wird bald von den höheren Instanzen zurückgepfiffen. Netto haben wir wenig Chancen...
Das BAKOM publiziert seit Anfangs Jahr die bereits in Betrieb stehenden UMTS-Sender in der Schweiz. Irgendwelche Anwendungen dieser Sendungen gibt es meines Wissens nicht, Abonnemente sind nicht zu haben, Empfangs-Geräte auch nicht. Es soll zuerst losgehen mit Computeranwendungen, lässt sich die Swisscom vernehmen (ab Herbst ?).
Ich habe einmal versucht, ab Mitte Januar 2004 bei 56 mittleren Ortschaften in allen Landesgegenden aufzuschreiben, wie viele UMTS-Sender gemäss BAKOM im Betrieb stehen. Die ganz grossen Städte wie Bern, Zürich, Basel, Lausanne konnte ich nicht nehmen, denn beim Aufruf der Ortschaft kommt in diesen Städten noch kein Bild mit den Antennen, es hat deren zu viele. Man muss zuerst zoomen, und das kann ich nicht jedesmal gleich machen.
So habe ich denn kleinere Ortschaften gewählt wie Baden, Biel, Brig, Brugg... Chur, Davos, Thusis.... Luzern, Solothurn, Vevey, Montreux, ... etc. Es ist kein umfassender Überblick, aber immerhin gibt es eine Ahnung, was sich so tut im Land.
Resultat: In diesen 56 Ortschaften waren Mitte Januar 74 UMTS-Sender im Betrieb. Mitte April sind es bereits 176 UMTS-Sender. Nur damit uns die Illusionen vergehen... eine Verdoppelung in drei Monaten.
Spitzenreiter in der Zunahme war St.Gallen, von 0 auf 13. Biel hat von 6 auf 15 "verbessert", Neuchâtel von 0 auf 8, Sion und Frobourg von 0 auf 7, usw. Immer noch keinen einzigen UMTS-Sender hat als grössere Ortschaft Solothurn, aber das wird sicher bald kommen.
Nach eigenen Beobachtungen in mehreren Kantonen sendet bisher erst die Swisscom, überall von 2115 bis 2120 MHz. Ein gleich breites Band von 5 MHz steht für Swisscom nochmals zur Verfügung, einmal unterhalb, einmal oberhalb des angegebenen Frequenzbereiches.
"Ungepulst" sei die UMTS-Strahlung, hat es geheissen. Seltsamerweise hört man das Signal am besten bei AM, also wenn man die Änderung der Amplitude auf den Lautsprecher bringt. Das mag damit zu tun haben, dass noch kein Empfangsgerät in Betrieb ist, d.h. die intensive Leistungsregelung noch gar nicht funktioniert.
Wenn ich so denke, wie jetzt landesweit starke Sender in die nächtlichen Quartiere strahlen, und überall leiden einzelne Leute deswegen unter Schlaflosigkeit, und alles ist ganz vergebens, d.h. die Strahlung hat gar keinen Sinn und Zweck, so wird mir schon fast schlecht.
Gerüchteweise hat es in früheren Zeiten geheissen, man könne die Strahlung nicht messen, denn sie sei breitbandig, deshalb überall geringer als das ohnehin vorhandene Rauschen. Soweit die Behauptung, das Gerücht. Muss man sich zwanzigtausendfränkige Geräte anschaffen, wenn man die Strahlung messen will ? Nein, man muss nicht. Mit einem deutlich billigeren Gerät (icom IC-R3 von Conrad, ca. Fr. 1000.-) kann man in ein Wohnquartier in der Nähe des Senders stehen (z.B. 200 m), dann schraubt man die Empfangsantenne ganz ab, und man hat immer noch mehr Strahlung als Vollausschlag! Und der Empfänger ist nicht etwa breitbandig, wie er sein müsste. Das frühere Gerücht könnte wirklich nicht falscher sein. Die Realität ist total anders als behauptet.
Es muss aber klar gesagt werden, dass sich mit diesem Gerät die Strahlung wirklich nicht "messen" lässt! Sie lässt sich anzeigen, sie lässt sich hörbar machen, man kann zwischen stark und schwach unterscheiden. Es ist eher ein "Monitor", aber kein wirkliches Messgerät.
A.Masson
Mit viel Aufwand lässt sich gelegentlich ein Antennen-Projekt um zwei, drei Jahre verzögern - bis es dann doch gebaut wird. Wirkliche Erfolge sind selten. Ein Gemeinderat, der nicht spurt, wird bald von den höheren Instanzen zurückgepfiffen. Netto haben wir wenig Chancen...
Das BAKOM publiziert seit Anfangs Jahr die bereits in Betrieb stehenden UMTS-Sender in der Schweiz. Irgendwelche Anwendungen dieser Sendungen gibt es meines Wissens nicht, Abonnemente sind nicht zu haben, Empfangs-Geräte auch nicht. Es soll zuerst losgehen mit Computeranwendungen, lässt sich die Swisscom vernehmen (ab Herbst ?).
Ich habe einmal versucht, ab Mitte Januar 2004 bei 56 mittleren Ortschaften in allen Landesgegenden aufzuschreiben, wie viele UMTS-Sender gemäss BAKOM im Betrieb stehen. Die ganz grossen Städte wie Bern, Zürich, Basel, Lausanne konnte ich nicht nehmen, denn beim Aufruf der Ortschaft kommt in diesen Städten noch kein Bild mit den Antennen, es hat deren zu viele. Man muss zuerst zoomen, und das kann ich nicht jedesmal gleich machen.
So habe ich denn kleinere Ortschaften gewählt wie Baden, Biel, Brig, Brugg... Chur, Davos, Thusis.... Luzern, Solothurn, Vevey, Montreux, ... etc. Es ist kein umfassender Überblick, aber immerhin gibt es eine Ahnung, was sich so tut im Land.
Resultat: In diesen 56 Ortschaften waren Mitte Januar 74 UMTS-Sender im Betrieb. Mitte April sind es bereits 176 UMTS-Sender. Nur damit uns die Illusionen vergehen... eine Verdoppelung in drei Monaten.
Spitzenreiter in der Zunahme war St.Gallen, von 0 auf 13. Biel hat von 6 auf 15 "verbessert", Neuchâtel von 0 auf 8, Sion und Frobourg von 0 auf 7, usw. Immer noch keinen einzigen UMTS-Sender hat als grössere Ortschaft Solothurn, aber das wird sicher bald kommen.
Nach eigenen Beobachtungen in mehreren Kantonen sendet bisher erst die Swisscom, überall von 2115 bis 2120 MHz. Ein gleich breites Band von 5 MHz steht für Swisscom nochmals zur Verfügung, einmal unterhalb, einmal oberhalb des angegebenen Frequenzbereiches.
"Ungepulst" sei die UMTS-Strahlung, hat es geheissen. Seltsamerweise hört man das Signal am besten bei AM, also wenn man die Änderung der Amplitude auf den Lautsprecher bringt. Das mag damit zu tun haben, dass noch kein Empfangsgerät in Betrieb ist, d.h. die intensive Leistungsregelung noch gar nicht funktioniert.
Wenn ich so denke, wie jetzt landesweit starke Sender in die nächtlichen Quartiere strahlen, und überall leiden einzelne Leute deswegen unter Schlaflosigkeit, und alles ist ganz vergebens, d.h. die Strahlung hat gar keinen Sinn und Zweck, so wird mir schon fast schlecht.
Gerüchteweise hat es in früheren Zeiten geheissen, man könne die Strahlung nicht messen, denn sie sei breitbandig, deshalb überall geringer als das ohnehin vorhandene Rauschen. Soweit die Behauptung, das Gerücht. Muss man sich zwanzigtausendfränkige Geräte anschaffen, wenn man die Strahlung messen will ? Nein, man muss nicht. Mit einem deutlich billigeren Gerät (icom IC-R3 von Conrad, ca. Fr. 1000.-) kann man in ein Wohnquartier in der Nähe des Senders stehen (z.B. 200 m), dann schraubt man die Empfangsantenne ganz ab, und man hat immer noch mehr Strahlung als Vollausschlag! Und der Empfänger ist nicht etwa breitbandig, wie er sein müsste. Das frühere Gerücht könnte wirklich nicht falscher sein. Die Realität ist total anders als behauptet.
Es muss aber klar gesagt werden, dass sich mit diesem Gerät die Strahlung wirklich nicht "messen" lässt! Sie lässt sich anzeigen, sie lässt sich hörbar machen, man kann zwischen stark und schwach unterscheiden. Es ist eher ein "Monitor", aber kein wirkliches Messgerät.
A.Masson