von The Future's Black » 3. Juni 2004 12:12
© Neue Luzerner Zeitung; 03.06.2004; Seite 22
Ebikon: Natelantenne in grüner Lunge?
Direkt am Naturschutzgebiet Rotsee soll eine UMTS-Antenne erstellt werden.
Anwohner versuchen, dies zu verhindern.
Noch in diesem Jahr sollen die neuen Handynetze basierend auf der UMTS-Technologie, in Betrieb gehen. Die Swisscom Mobile AG will die Schweiz mit über 700 Standorten abdecken. Einer dieser Standorte liegt im Ebikoner Gebiet Risch. Direkt am Bahntrassee auf SBB-Gelände will die Swisscom eine neue Kommunikationsanlage erstellen. Das Baugesuch liegt noch bis 9. Juni öffentlich auf.
Wie Swisscom-Sprecher Josef Frei informiert, möchte sein Unternehmen mit der neuen, 30 Meter hohen Anlage die Versorgung im GSM-Bereich (bisherige Technologie) verbessern und gleichzeitig den UMTS-Bereich abdecken. Ob der Mobilfunkanbieter seine Pläne verwirklichen kann, ist noch ungewiss. Zirka 20 Anwohner des Quartiers Sonnhalderain haben Einsprachen eingereicht. Sie befürchten, dass die geplante Antenne ihre Lebensqualität beeinträchtigt und das betroffene Quartier als Wohn- und Erholungsgebiet an Attraktivität verliert. «Wir verstehen nicht, weshalb die Antenne direkt am Erholungsgebiet erstellt werden soll», begründet Marc Pfister den Widerstand der Anwohner.
Das Baugrundstück grenzt ans Naturschutzgebiet Rotsee an. Die Anwohner sind deshalb der Meinung, dass durch die Wahl des Standortes der Wille des Gesetzgebers, der Schutzgebiete speziell schonen und erhalten will, umgangen werde. «Die Immissionen, die von der geplanten Mobilfunkantenne ausgehen, haben massive negative Auswirkungen auf das sensible Naturschutzgebiet. Die Strahlung beeinflusst Menschen wie Tiere», ist Marc Pfister überzeugt.
Spielplatz in der Nähe
Er und seine Nachbarn verweisen darauf, dass sich in der Nähe des Baugrundstückes ein Fussballplatz, ein Reitplatz und ein Kinderspielplatz befinden. «Auf diesen Plätzen halten sich regelmässig Personen, vor allem Kinder, auf», sagt Pfister. In ihren Einsprachen bemängeln Marc Pfister und seine Nachbarn zudem, dass das Baugesuch nicht zonenkonform ist. Das Areal befindet sich in der Zone «übriges Gebiet». In dieser Zone gelten die Bestimmungen der Landwirtschaftszone. Zudem verweisen die Anwohner darauf, dass der Anschluss Ebikons ans Mobilfunknetz bereits gewährleistet ist. Sie fordern den Gemeinderat deshalb auf, keine Baubewilligung zu erteilen und das Naturschutzgebiet am Rotsee langfristig als grüne Lunge der Agglomeration Luzern zu bewahren.
Gemeinde wartet Frist ab
Gemeindeammann Herbert Lustenberger äusserte sich gestern nicht zum Bauvorhaben. Er will zunächst die Einsprachefrist abwarten und sich dann mit dem Baugesuch und den Einsprachen befassen.
«Optimaler Standort»
Die Swisscom hat das Areal an der Bahnlinie gewählt, weil sie von dort aus die Bahnlinie und die Linie Luzern Ebikon versorgen kann. «Für uns ist der Standort am Rotsee optimal», betont Josef Frei.
Das UMTS-Netz ist gegenüber dem heutigen GSM-Netz viel leistungsfähiger. Es ermöglicht die Übermittlung von bis zu 20-mal grösseren Datenmengen. Die Pläne für die geplante Anlage am Rotsee können im Gemeindehaus Ebikon bis 9. Juni eingesehen werden:
8 bis 11.30 und 14 bis 17 Uhr.
© Neue Luzerner Zeitung; 03.06.2004; Seite 22
Ebikon: Natelantenne in grüner Lunge?
Direkt am Naturschutzgebiet Rotsee soll eine UMTS-Antenne erstellt werden.
Anwohner versuchen, dies zu verhindern.
Noch in diesem Jahr sollen die neuen Handynetze basierend auf der UMTS-Technologie, in Betrieb gehen. Die Swisscom Mobile AG will die Schweiz mit über 700 Standorten abdecken. Einer dieser Standorte liegt im Ebikoner Gebiet Risch. Direkt am Bahntrassee auf SBB-Gelände will die Swisscom eine neue Kommunikationsanlage erstellen. Das Baugesuch liegt noch bis 9. Juni öffentlich auf.
Wie Swisscom-Sprecher Josef Frei informiert, möchte sein Unternehmen mit der neuen, 30 Meter hohen Anlage die Versorgung im GSM-Bereich (bisherige Technologie) verbessern und gleichzeitig den UMTS-Bereich abdecken. Ob der Mobilfunkanbieter seine Pläne verwirklichen kann, ist noch ungewiss. Zirka 20 Anwohner des Quartiers Sonnhalderain haben Einsprachen eingereicht. Sie befürchten, dass die geplante Antenne ihre Lebensqualität beeinträchtigt und das betroffene Quartier als Wohn- und Erholungsgebiet an Attraktivität verliert. «Wir verstehen nicht, weshalb die Antenne direkt am Erholungsgebiet erstellt werden soll», begründet Marc Pfister den Widerstand der Anwohner.
Das Baugrundstück grenzt ans Naturschutzgebiet Rotsee an. Die Anwohner sind deshalb der Meinung, dass durch die Wahl des Standortes der Wille des Gesetzgebers, der Schutzgebiete speziell schonen und erhalten will, umgangen werde. «Die Immissionen, die von der geplanten Mobilfunkantenne ausgehen, haben massive negative Auswirkungen auf das sensible Naturschutzgebiet. Die Strahlung beeinflusst Menschen wie Tiere», ist Marc Pfister überzeugt.
Spielplatz in der Nähe
Er und seine Nachbarn verweisen darauf, dass sich in der Nähe des Baugrundstückes ein Fussballplatz, ein Reitplatz und ein Kinderspielplatz befinden. «Auf diesen Plätzen halten sich regelmässig Personen, vor allem Kinder, auf», sagt Pfister. In ihren Einsprachen bemängeln Marc Pfister und seine Nachbarn zudem, dass das Baugesuch nicht zonenkonform ist. Das Areal befindet sich in der Zone «übriges Gebiet». In dieser Zone gelten die Bestimmungen der Landwirtschaftszone. Zudem verweisen die Anwohner darauf, dass der Anschluss Ebikons ans Mobilfunknetz bereits gewährleistet ist. Sie fordern den Gemeinderat deshalb auf, keine Baubewilligung zu erteilen und das Naturschutzgebiet am Rotsee langfristig als grüne Lunge der Agglomeration Luzern zu bewahren.
Gemeinde wartet Frist ab
Gemeindeammann Herbert Lustenberger äusserte sich gestern nicht zum Bauvorhaben. Er will zunächst die Einsprachefrist abwarten und sich dann mit dem Baugesuch und den Einsprachen befassen.
«Optimaler Standort»
Die Swisscom hat das Areal an der Bahnlinie gewählt, weil sie von dort aus die Bahnlinie und die Linie Luzern Ebikon versorgen kann. «Für uns ist der Standort am Rotsee optimal», betont Josef Frei.
Das UMTS-Netz ist gegenüber dem heutigen GSM-Netz viel leistungsfähiger. Es ermöglicht die Übermittlung von bis zu 20-mal grösseren Datenmengen. Die Pläne für die geplante Anlage am Rotsee können im Gemeindehaus Ebikon bis 9. Juni eingesehen werden:
8 bis 11.30 und 14 bis 17 Uhr.