Trafostationen im Kanton Luzern: Offensive gegen Elektrostra

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Trafostationen im Kanton Luzern: Offensive gegen Elektrostra

von The Future's Black » 23. August 2004 16:39

© Neue Luzerner Zeitung; 11.08.2004; Seite 22

Luzerner Zeitung Kanton

Trafostationen im Kanton Luzern

Offensive gegen Elektrostrahlen

Im Kanton Luzern müssen 200 bis 300 CKW-Trafostationen saniert werden. Grund: Die Strahlenwerte liegen über den Richtlinien.

von Mirjam Gast
Von den rund 3000 Trafostationen im Kanton Luzern muss rund ein Zehntel saniert werden, weil bei diesen Strahlungen mit zu hohen Werten entstehen. Massgebend für die Grenzwerte ist die im Jahr 2000 in Kraft getretene Nicht-ionisierende Strahlenverordnung (NISV). Gemäss Peter Donatsch, CKW-Leiter der Region Luzern, ist sie eine der strengsten Verordnungen weltweit: «Der Grenzwert für die Trafostationen liegt bei einem Mikrotesla, derweil der Suva-Grenzwert 400 Mikrotesla beträgt», erzählt er, «zudem ist die Strahlung eines einzigen Handys sicher gleich stark, wenn nicht sogar stärker als die Emissionen der Trafostationen in unmittelbarer Nähe.»

Die Sanierungskosten auf Grund der Vorgaben der NISV belaufen sich bei den CKW auf 5 bis 7 Millionen Franken. «Unter den Stationen, die wir sanieren müssen, sind jedoch keine, die im Betrieb gefährliche Auswirkungen haben», betont Donatsch. «Eine Schwierigkeit beim Sanieren ist aber, dass in der NISV nicht festgehalten wird, wie genau wir messen müssen.»

Letzte Erkenntnisse fehlen noch

Vor einem weitaus grösseren Problem steht die Forschung: Besonders was die gesundheitlichen Folgen dieser Strahlen betrifft, «tappt sie nämlich noch im Dunkeln», wie Jürg Baumann, Sektionschef Nicht-ionisierende Strahlung des Buwal erklärt. Zwar ist bekannt, dass bei sehr starken Strahlenwerten beispielsweise die Nerven beeinflusst werden, was im schlimmsten Fall zu einem Herzstillstand führen kann, «bei schwacher Strahlung hingegen weiss man noch wenig Verlässliches», warnt er. «So kann insbesondere ein erhöhtes Krebsrisiko nicht ausgeschlossen werden.» Es scheine zudem besonders sensible Menschen zu geben, die bereits auf tiefe Werte mit Kopfschmerzen oder Schlafstörungen reagieren. Ein Phänomen, «das nach gängigem wissenschaftlichem Verständnis eigentlich nicht passieren dürfte», so Baumann.

Angst vor «Elektrosmog»?

Momentan wird im Auftrag des Buwal eine Umfrage durchgeführt, die zeigen soll, wie viele Schweizer sich vor dem «Elektrosmog» fürchten. Bei einer ähnlichen Umfrage in Deutschland war diese Furcht bei einem Drittel der Befragten vorhanden.

Der absichtlich sehr tief festgelegte Grenzwert ist als Vorsorge gedacht: «Man geht von der Annahme aus, dass der Wert auch zukünftig nicht weiter heruntergeschraubt werden muss», weiss Dario Marty vom Eidgenössischen Starkstrominspektorat, welches für die Einhaltung des Grenzwertes zuständig ist. «Eventuell kann man ihn irgendwann sogar wieder etwas erhöhen.»


«Elektrosmog»

Trafo-Sanierungen in Wohngebieten

Die CKW müssen bis 2007 sämtliche Trafostationen sanieren, die sich unmittelbar neben Häusern befinden, in denen sich ständig Menschen aufhalten. Die Trafostationen sind kleine Gebäude, in denen die Umwandlung von Hoch- in Niederspannung erfolgt. Es handelt sich dabei also nicht um die viel kleineren «Elektrokästen». Im grössten Teil der Fälle werden die Trafostationen saniert, indem die darin enthaltenen elektrischen Anlagen ersetzt werden. Die neuen Anlagen entsprechen den Bestimmungen der NISV und sind viel kompakter gebaut, wodurch weniger Emissionen entstehen. Genügt das nicht, so wird der Trafo durch spezielle Blechplatten abgeschirmt. Im schlimmsten Fall müssen die Trafostationen verlegt werden.

mig

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