LENZBURG
Erster Handy-Störsender in Strafanstalt
http://www.szonline.ch/pages/index.cfm? ... 722&nrub=0
Die Strafanstalt Lenzburg AG nimmt Ende August als erstes Gefängnis einen ständigen Handy-Störsender in Betrieb. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) erteilte die Konzession für den Betrieb der 300 000 Franken teuren Anlage.
Die Anlage werde derzeit montiert, sagte Strafanstaltsdirektor Marcel Ruf auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Wenn die Erfahrungen positiv seien, werde das BAKOM eine Konzession für den definitiven Betrieb erteilen, sagte dessen Sprecher Roberto Rivola. Die Strafanstalt verfüge seit April über die Konzession für einen Versuchsbetrieb.
Die Stranfanstalt Lenzburg ist die erste geschlossene Vollzugsanstalt der Schweiz, die einen festen Handy-Störsender installiert. Die Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH verzichtete im vergangenen Oktober darauf, ein Konzessionsgesuch einzureichen.
Ein Pilotbetrieb hatte ergeben, dass wegen des modernen Baus ein Sender mit starker Leistung notwendig gewesen wäre. Damit wäre die Verordnung über den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV) verletzt worden. Die sternförmige Strafanstalt Lenzburg war 1864 eröffnet worden.
Die Anlage wird laut Direktor Ruf nicht während 24 Stunden Störsignale senden. Sie messe, ob innerhalb der Anstalt eine Handy-Verbindung aufgebaut werde. Dann sende sie zehn Sekunden lang Signale. Ausserhalb der Gefägnismauern dürften die Handy-Netze nicht gestört werden.
Die Anlage soll verhindern, dass die Gefangenen trotz des absoluten Handy-Verbots ihre Flucht oder Drogengeschäfte organisieren können. Im Januar war einem Gefangenen in Lenzburg die Flucht gelungen, die er von seiner Zelle aus mit einem Handy koordiniert hatte.
In der Strafanstalt Lenzburg ist den 170 Insassen einzig erlaubt, in speziellen Kabinen über das Festnetz zu telefonieren. Die Kontakte zur Telefonvermittelung werden bis zur Entlassung der Gefangenen gespeichert. (sda)
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BfS bewertet Risiko des Mobilfunks
Experten erörtern die Ergebnisse des nationalen Mobilfunk Forschungsprogramms
Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) tritt in eine entscheidende Phase: Von Sommer 2006 bis Ende 2007 werden die Ergebnisse des größten deutschen und vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) koordinierten Forschungsprogramms zum Mobilfunk zusammengefasst und in Zusammenarbeit mit international renommierten Experten bewertet. "Mit dem Abschluss des DMF werden wir einen entscheidenden Beitrag zur Beantwortung noch offener Fragen leisten, ob und welche Auswirkungen der Mobilfunk auf Mensch und Umwelt hat", sagte der Präsident des BfS, Wolfram König, heute in Salzgitter.
Die Ergebnisse von insgesamt mehr als 50 seit 2002 durchgeführten Forschungsprojekten werden in fünf themen-spezifischen wissenschaftlichen Fachgesprächen der internationalen Fachöffentlichkeit vorgestellt und mit Vertretern verschiedener nationaler Forschungsprogramme diskutiert. Wesentliches Ziel dieser Fachgespräche ist neben der Diskussion der Studien die Einordnung der Ergebnisse in das wissenschaftliche Gesamtbild.
Den Auftakt bildet im Juli 2006 ein Fachgespräch zu Forschungsprojekten mit dem Schwerpunkt Dosimetrie, also Untersuchungen, bei denen die Belastungen durch elektromagnetische Felder quantitativ erfasst wurden. Im Oktober 2006 folgt ein Fachgespräch zu den Forschungsprojekten der so genannten Risikokommunikation, bei dem vor allem gesellschaftliche Aspekte erörtert werden. Ein drittes Fachgespräch im Dezember 2006 wird die Ergebnisse aller Projekte, die sich mit möglichen akuten gesundheitlichen Wirkungen des Mobilfunks befassen, vorstellen. Im Jahr 2007 werden dann noch je ein Fachgespräch zu den biologischen Schwerpunkten "Wirkmechanismen" und "chronische Effekte" stattfinden.
Die Gesamtbewertung der Forschungsprojekte des DMF soll Ende 2007 stattfinden. Unter internationaler Beteiligung sollen dann die Erkenntnisse der fünf Fachgespräche bewertet werden. König: "Dabei werden wir auch die Ergebnisse aus anderen nationalen und internationalen Forschungsprogrammen zusammenführen und so eine Risikobewertung auf dem internationalen Stand der Wissenschaft vornehmen". Die Ergebnisse der Abschlusstagung werden im Internet veröffentlicht und in einem nationalen Abschlussfachgespräch des DMF der Öffentlichkeit vorgestellt.
Ausführliche Informationen zum DMF, zu den Forschungsprojekten und Zusammenfassungen bisheriger Ergebnisse sind im Internet unter http://www.emf-forschungsprogramm.de veröffentlicht. Weiterführende Informationen zum Mobilfunk und anderen Arten von Strahlung gibt es unter http://www.bfs.de.
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Erster Handy-Störsender in Strafanstalt/BfS bewertet Risiko
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Helmut Breunig
Re: BfS bewertet Risiko des Mobilfunks
Zweiter Bericht der [Deutschen] Bundesregierung über die Forschungsergebnisse in Bezug auf die Emissionsminderungsmöglichkeiten der gesamten Mobilfunktechnologie und in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen
( http://dip.bundestag.de/btd/16/017/1601791.pdf )
Dort heisst es zum Deutschen Mobilfunkforschungsprogamm (DMF) bei
II. Vorhaben [sic!] des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
auf S.8 unter Punkt
3. Auswirkung auf die geltende Gesetzeslage u.a. :
„Aus den bisher vorliegenden vorläufigen Ergebnissen des DMF ist ein Handlungsbedarf in Bezug auf die geltenden Grenzwerte der 26. BImSchV derzeit nicht erkennbar.“
( http://dip.bundestag.de/btd/16/017/1601791.pdf )
Dort heisst es zum Deutschen Mobilfunkforschungsprogamm (DMF) bei
II. Vorhaben [sic!] des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
auf S.8 unter Punkt
3. Auswirkung auf die geltende Gesetzeslage u.a. :
„Aus den bisher vorliegenden vorläufigen Ergebnissen des DMF ist ein Handlungsbedarf in Bezug auf die geltenden Grenzwerte der 26. BImSchV derzeit nicht erkennbar.“
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Evi
Re:Störsender in der Strafanstalt Lenzburg
Zum Störsender in der Strafanstalt Lenzburg:
Wahrscheinlich wäre es viel billiger gewesen, einen Sensor in der Strafanstalt zu installieren, der ein Signal gibt, wenn ein Handy in Betrieb ist. Ein Wiener Physiklehrer hat einen solchen sehr preiswert konstruiert. Mit seiner Hilfe lassen sich Mogeleien per Handy verhindern. Zwei Wiener Gymnasien haben diesen Sensor schon nachgebaut und niemand konnte bei der Matura mogeln, bzw. es wurde erst gar nicht versucht, nachdem die Konstruktion den Schülern vorgeführt worden war.
Evi
Wahrscheinlich wäre es viel billiger gewesen, einen Sensor in der Strafanstalt zu installieren, der ein Signal gibt, wenn ein Handy in Betrieb ist. Ein Wiener Physiklehrer hat einen solchen sehr preiswert konstruiert. Mit seiner Hilfe lassen sich Mogeleien per Handy verhindern. Zwei Wiener Gymnasien haben diesen Sensor schon nachgebaut und niemand konnte bei der Matura mogeln, bzw. es wurde erst gar nicht versucht, nachdem die Konstruktion den Schülern vorgeführt worden war.
Evi
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Carlo
Re:Störsender in der Strafanstalt Lenzburg
Das wäre doch endlich mal eine sinnvolle Anwendung der Handy-Ueberwachungstechnologie (statt sie nur gegen unbescholtene Bürger einzusetzen): Mit Sensoren das Handy im Knast lokalisieren und gleich auchnoch schauen, mit wem da "draussen" telefoniert wird, den auch gleich lokalisieren und festnehmen... Dann dürfte es den Knastis sehr bald vergehen, Handys reinzuschmuggeln und zu verwenden...