Das kommt uns doch sehr bekannt vor

Marcel B.

Das kommt uns doch sehr bekannt vor

Beitrag von Marcel B. » 8. August 2006 21:05

Unter diesem Titel findet sich bei "Neue Beiträge" der Link auf die Webseite der MCS-Betroffenen.

Bei den MCS-Symptomen ist Folgendes zu lesen:

Erste Anzeichen von "Multiple Chemical Sensitivity"
MCS-Betroffene leiden in aller Regel an vielfältigen körperlichen Beschwerden. Erste Anzeichen der Erkrankung sind häufig Probleme mit den Augen und Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Als häufigste Symptome werden genannt

- Übelkeit mit Brechreiz
- Kopfschmerzen mit Schwindelanfällen, Augenbrennen, Nasenlaufen,
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Husten
- Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen
- Schmerzen im Bewegungsapparat, Muskelschmerzen
- Atemnot
- Schlafstörungen

Nun frage ich mich, wo da die Abgrenzung zur Elektrosensibilität ist? Oder anders gefragt: Wie weiss der Elektrosensible, welcher fest davon überzeugt ist dass seine Beschwerden von einer Mobilfunkantenne oder vom DECT des Nachbarn kommen, dass er nicht auf das Chlor im Wasser oder auf das Ethylengas künstlich gereifter Früchte reagiert?

Marcel

mips

Belastung analysieren

Beitrag von mips » 8. August 2006 21:55

Das kann er vieleicht mit dem Ausschlussverfahren herausfinden - ob, an in einer anderen Umgebung, in der man gewisse Komponenten ausschliessen kann, immernoch die selben Beschwerden auiftreten oder nicht. Die örtlichen Belastung kann von einem serösen baubiologischen Messtechniker (der nach den VDB- Richtlinien arbeitet) gut beurteilt werden.

Elisabeth Buchs

Re: Belastung analysieren

Beitrag von Elisabeth Buchs » 8. August 2006 23:29

Hallo Marcel

Wenn man das DECT weggebracht hat und alle andern Faktoren sind noch da und die Beschwerden verschwinden, wird es wohl eher am DECT gelegen haben. Klar jetzt kann dann gleich das Argument kommen, es handle sich um den Placebo-Effekt, der übrigens bei allen Menschen eine Rolle spielen kann, nicht nur bei den ES. Obwohl der Placebo-Effekt sich wohl vor allem kurzfristig auswirkt, bzw. bei einem unechten Medikament verschwinden die Beschwerden vorerst, kommen aber dann zurück.

Als nächstes kann der Satz kommen, wir sollen unsere Elektrosensibilität beweisen. Bei Wikipedia habe ich gelesen, dass ein Beweis in den Naturwissenschaften nur sehr selten vorkomme. Haben Sie sich schon gefragt, weshalb z.B. bei der Nemesis-Studie die Befeldung von Mitternacht bis 4 Uhr morgens stattgefunden hat? Ich schon. Seit ich bei meinen andern Nachbarn erwirken konnte, dass ihr Elektrozaun als Kaninchenschutz gegen den Fuchs per Schaltuhr nur von etwa 2 bis 5 Uhr läuft, könnte ich mir einen Grund denken. Wenn man nämlich schon schläft, erwacht man von der Befeldung viel weniger als wenn die Befeldung während der Zeit des Einschlafens stattfindet.

Haben Sie sich schon gefragt, weshalb bei Provokationsstudien oft mehrere Versuche hintereinander mit Befeldungszeiten unter einer Stunde stattfinden? Ich schon. Diesen Effekt des meistens (Ausnahme bei Autobahnfahrten) nicht sofort negativ auf die Befeldung reagierens nutze ich nämlich, um mich für kurze Zeit (fast) überall aufhalten zu können. Auf der Fahrt nach Italien habe ich mit dem Endotronic getestet, ob das "Nädeln" zeitgleich bei hohen Feldern auftritt und stellte eine Zeitverschobenheit von einigen Minuten fest.

Von uns wird ein schon an und für sich sehr schwierig zu erreichender Beweis verlangt, die von Elektrosensiblen gemachten Beobachtungen werden in der Forschung kaum berücksichtigt, bzw. eher im Gegenteil dazu genutzt, um zu zeigen, dass es keine ES gibt. Für eigene Tests fehlen uns die Finanzen für die Wissenschaftler. Es entsteht der Verdacht, dass weder der Staat, der Lizenzen versteigert noch die Industrie ein Interesse hat an der Existenz von Elektrosensibilität. Schon aufgrund der Hinweise hätten wir Betroffenen ein Recht auf Schutz. Schon nur die besorgten Menschen, die nicht immer noch mehr Antennen wollen, sollten ein Recht haben auf Schutz. Unsere Regierung unterstützt einseitig die Wireless-Befürworter.

Das DECT der Nachbarn, das bei uns in der Küche, nicht aber im Schlafzimmer reinkam, habe ich zwei Wochen nach Inbetriebnahme gemerkt. Seit ich bei meinen Nachbarn direkt an der Fassade hinter dem DECT eine 2 1/2 x 2 1/2 Meter grosse Abschirmung anbringen konnte, hatte ich die damaligen Beschwerden wie Kopfschmerzen und bleierne Müdigkeit nicht mehr.

Elisabeth Buchs

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