Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

unwichtig

Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von unwichtig » 16. Januar 2007 19:26

Hallo!

Nun bin ich in einem weiteren Versuch, trotz eines kostenlos von mir zur Verfügung gestellten CT1+ Gerätes, bei einem DECT Dauersender definitiv gescheitert. Anscheinend ist es von einer gewissen Verblödung an unmöglich die Idioten von ihrem DECT Schrott zu trennen...

Also heißt es nun mit geeigneten Maßnahmen das gepulste Gift dorthin zurück zuwerfen wo es herkommt! Da ist es jetzt vorbei mit meiner Gutmütigkeit.

Da ich nicht beabsichtige hier ewig zu wohnen, denke ich an effektive Maßnahmen die nicht zu teuer sind. Dazu scheint sich nach ersten Tests Alufolie und Fliegendraht gut zu eignen.

Beim Fliegendraht stehlt sich die Frage welche Maschenweite benötigt wird? Kann man alles nehmen unter sagen wir 2 mm, muss der Draht aus Aluminium sein oder geht auch ein anderes Metall?

Oder muss es 1mm Maschenweite sein? Ich denke das hat mit der Frequenz die man abschirmen möchte (DECT) bzw. dessen Wellenlänge zu tun.

Womit verklebt man preiswert und sauber Alufolie auf verschiedenen Untergründen?

Ich bin mir nicht sicher ob man eine Erdung benötigt? Oft heißt es Sie wäre nur zur NF Abführung nötig? HF wird ja einfach reflektiert. Da werden oft spezielle Erdspieße angeboten, ob man damit vermeiden will, dass sich die Frequenzen verbreiten wenn man einfach eine Heizung oder die Erde des Stromnetzes verwendet?

Gruß

mips

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von mips » 16. Januar 2007 20:58

Das Gitter sollte eine max. Maschenweite von 2mm aufweisen und elektrisch gut leitend sein. Das bedeutet, dass nebst Metallen auch Kohlefasern möglich sind. Von Materialien die magnetierbar sind ist abzuraten.
Alufolien stellen eine Dampfsperre dar, was zu feuchten Zonen und Schimmelpilzen führen kann.

unwichtig

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von unwichtig » 16. Januar 2007 21:42

Hallo mips,

Alufolie ist sicher nur für wenige Einsatzgebiete brauchbar. Kann man ein an die Wand "getackertes" Fliegengitter ohne Verluste der Dämpfung überstreichen? Kohlefaser klingt auch nicht schlecht und wirkt vielleicht optisch gar nicht so schlecht? Muss ich mal nach suchen.

Die momentanen Werte (<1 uW(/m^2 wo ich mich meist aufhalte) sind zwar so schlecht nicht, aber weniger wäre OK. Vor allem habe ich keine Lust mehr verstrahlt zu werden von Irgendeinem in der der Nähe, der grad sein Handy ans Ohr presst...

Was ich dagegen schon an anderen Orten gemessen habe kann man fast von einem Glücksfall bei mir reden.


Gruß

mips

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von mips » 17. Januar 2007 00:15

Kohlefasergewebe ist aber sehr teuer ;-)

Es gibt auch Abschimfarbe, der Graphit beigemischt ist. Egal welche Abschirmvariante, es empfiehlt sich grossflächige Abschirmungen ca. alle 4m mit dem Gebäudepotenzialausgleich (Erde) zu verbinden, so dass eingekoppelte Spannungen abgeleitet werden. Dazu eignet sich eine min. 4mm2 Litze. Aus baubiologischer Sicht sollte der potenzialausgleich des Gebäudes eine max. Spannungsdifferenz von 1V zur natürlichen Erde (Erdreich) aufweisen.
Ein professioneller Baubiologe überprüft zwar nicht die Spannungsdifferenz, sondern den Erdübergangswiderstand, der sollte max 1 Ohm betragen (kann nicht mit einem Multimeter gemessen werden).

unwichtig

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von unwichtig » 17. Januar 2007 13:24

Hallo mips,

das sehe ich auch so mit dem Kohlefasergewebe.;(

Was ich bisher an Abschirm Farbe gesehen habe fand ich auch ein wenig "überteuert". Wenn Graphit alles ist was man in der Farbe braucht zur effektiven Abschirmung, könnte man auch versuchen Graphitpulver in normale Wandfarbe einzurühren und damit zu streichen?

Gruß

unwichtig

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von unwichtig » 17. Januar 2007 15:39

Graphit ist zwar recht günstig, bringt aber nicht so viel (bei 0,5-3 GHz) Abschirmung :

- Graphit kaum 10dB Abschirmung (30-50 dB bis 450 MHz andere Quelle)
- Kupfer knapp 30db (>75db bei >1 GHz andere Quelle)
- Aluminium >50db Abschirmung
- Nickel (60-65 dB bei 5-1800 MHz)
- Silber >75db (bis 10 GHz)

Insgesamt variieren die Angaben recht stark, es werden auch Abschirmfarben auf Kohlenstoffbasis angeboten. Leider gibt es keine genaueren Angaben der Inhaltsstoffe und vor allem deren Konzentration in fertigen Abschirmfarben.

Wenn ich nicht noch bessere Angaben finde, werde ich wohl mal von den diversen Materialien ein wenig besorgen und unter Beachtung der elektrochemischen Spannungsreihe ein paar Proben mit handelsüblicher Wandfarbe anrühren. Damit kann man dann einige Kombinationen auf ihre Effektivität testen.

Wobei sich zumindest bei Nickel, trotz guter Abschirmwerte die Frage der grundsätzlichen Gesundheitsverträglichkeit stellt?

Gruß

mips

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von mips » 17. Januar 2007 20:11

Dann versuchen Sie es doch mal mit Mischen und bestreichen damit ein Holzbrett.Mit gewöhnlichem Ohmmeter könne sie nach dem Trocknen über den elektrischen Widersten die Leitfähigkeit des Anstriches überprüfen. Der Widerstand zwischen den Prüfspitzen, die min. 10cm voneinander den Anstrich berühren, muss dann deutlich kleiner einem Ohm sein. Wenn Sie das Ziel erreichen dürfen Sie dann gere eine Abschirmfarbe auf den Markt bringen, die deutlich preiswerter ist, als die heute im Handel erhältlichen.

Mit Spannung erwarte ich Ihre Resultate ;-)

unwichtig

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von unwichtig » 17. Januar 2007 20:49

Ops, da muss also doch eine ganze Menge leitfähiges Material rein.

Trotzdem denke ich die meisten Materialien sind für deutlich unter 100 Euro pro kg zu haben. Ob man die Pampe dann noch verstreichen kann ist eine andere Frage...;-)

Nicht nur das man sich vor der Verstrahlung schützen muss, man soll auch noch ein Schweinegeld dafür ausgeben...Wobei mir Fliegendraht so schlecht auch nicht gefällt. ;-)

Gruß

mips

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von mips » 17. Januar 2007 23:04

Die Materialkosten für Abschirmfarbe übersteigen wohl kaum 30.- bis 50.- Euro, da gebe ich Ihnen recht.

Es ist zu bedenken, das Abschirmfarbe, mit Ausnahme von Industrieprodukten, Produkte für einen Nieschenmarkt darstellen. Die Kosten für die Entwicklung (Farbe muss auf allen üblichen Untergrunden haften und überstreichbar sein - leider kenne ich keine Abschirmfarbe, die mit Silikatfarben überstrichen werden kann) und den Vertrieb, inklusive Werbung, muss auf eine relativ geringe Menge abgewälzt werden. Eine "Golde Nase" verdient damit niemand, im Gegensatz zu den Anbietern von nutzlosen Schutzprodukten, wie Chips, Figuren, Decken usw.

unwichtig

Re: Fliegendraht, Alufolie - Schutz vor DECT?

Beitrag von unwichtig » 18. Januar 2007 23:13

@mips

Sorry, habe ich übersehen den Beitrag. Darauf läuft es wohl hinaus, die nutzlosen Produkte sehe ich auch öfter.;(

Ich bin mir auch nicht mehr so sicher ob ich mir so ein Gefängnis für die nächsten zehn Jahre aufbauen will. Siehe auch meinen Beitrag zum Thema Auswandern.

Gibt es noch andere Länder außer den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo ein Menschenleben mehr zählt als kurzfristiger wirtschaftlicher Aufschwung durch völlige Verstrahlung?

Gruß

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