Orange muss die Strahlung seiner Antenne in Bolligen mit einem zertifizierten System messen. Die Gegner der Mobilfunkanlage an der Worblenstrasse in Bolligen haben nach einem sechsjährigen Rechtsstreit einen kleinen Erfolg errungen. Das Bundesgericht hat im Gegensatz zum Verwaltungsgericht die Forderung der Anwohner gutgeheissen, wonach die Strahlung der Antenne mit einem zertifizierten Messsystem kontrolliert werden muss. Das Verwaltungsgericht, an welches die Sache vom Bundesgericht zurückgewiesen wurde, hat nun die Bewilligung erteilt, aber mit der Auflage, das Messsystem einzurichten. Die Beschwerdeführer haben lediglich die Hälfte der Prozesskosten zu tragen. Orange hatte im Dezember 2000 ein Baugesuch für eine Antenne an der Worblenstrasse 161 eingereicht. Gegen das Vorhaben waren Einsprachen von Anwohnern eingegangen. Sie rügten, es fehle ein Messsystem und die Zustimmung des Grundeigentümers. Zudem sei das Gesuch unklar formuliert und Anzahl und Höhe der Antennen nicht klar ersichtlich gewesen. Lediglich die Rüge wegen des fehlenden Messsystems wurde vom Bundesgericht und vom Verwaltungsgericht gestützt. Die Messanlage ist von Orange inzwischen installiert worden.
Berner Zeitung
12.06.07