KASSENSTURZ: Energiesparlampen im Test

Dino

KASSENSTURZ: Energiesparlampen im Test

Beitrag von Dino » 29. Oktober 2007 15:23

In der im Teletext ist zu lesen, dass der KASSENSTURZ diesmal (wohl ein weiteres Mal) ein Loblied auf diese Lampen singen wird. Es werden diverse davon getestet. Ob da zur Abwechslung auch mal auf die Nachteile hingewiesen wird?

Auf der Redaktionsseite steht bisher nichts; jedoch wird ja diese Sendung so oder so diverse Male wiederholt und die Beiträge sind dann auf der Website auch nochmal abrufbar.


http://www.sf.tv/sf1/kassensturz/index.php

Marc

Beitrag von Marc » 30. Oktober 2007 23:14

Wenigstens ist nun ein :idea: aufgegangen das Energiesparlampen Elektrosmog produzieren, doch dieser harmlos ist. Und die ganz Sensiblen sollten nie zu Nahe ran gehen. Gilt auch für andere Elektrogeräte.
Das nicht ganz zum Verzicht von Elektrik geraten wurde grenzt an ein Wunder.

paul
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Beitrag von paul » 31. Oktober 2007 07:52

Marc hat geschrieben:Wenigstens ist nun ein :idea: aufgegangen das Energiesparlampen Elektrosmog produzieren, doch dieser harmlos ist. Und die ganz Sensiblen sollten nie zu Nahe ran gehen. Gilt auch für andere Elektrogeräte.
Das nicht ganz zum Verzicht von Elektrik geraten wurde grenzt an ein Wunder.
Ich finde nicht, dass das Problem Elektrosmog angemessen betont wurde, im gegenteil.
Die verniedlichende Bemerkung von Stefan Gasser, Elektroingenieur (Schweizerische Agentur für Energieeffizienz):

"Ich persönlich finde den Test der ETH-Zürich am überzeugendsten. Dieser hatte gezeigt, dass Glühlampen und Sparlampen etwa gleichviel (!) Elektrosmog abgeben....blah...TCO ist für Bildschirme...blah...Elektrosensible sollen sich von ALLEN Geräten fernhalten"

Das ist natürlich völliger Unsinn. Falls so einen Test wirklich gibt, wäre das ein Armutszeugnis für die Kompetenz der ETH. Da werden Mücken und Elefanten von angeblichen Fachleuten gleichgesetzt..

Jeder, der es nicht glaubt, soll mal einen Langwellenempfänger in die Nähe der beiden unterschiedlichen Lampentypen bringen, und vergleichen..

http://www.sf.tv/sf1/kassensturz/

Sunset
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Lüge durch Auslassen.

Beitrag von Sunset » 31. Oktober 2007 12:43

paul hat geschrieben:Das ist natürlich völliger Unsinn. Falls so einen Test wirklich gibt, wäre das ein Armutszeugnis für die Kompetenz der ETH. Da werden Mücken und Elefanten von angeblichen Fachleuten gleichgesetzt..

Jeder, der es nicht glaubt, soll mal einen Langwellenempfänger in die Nähe der beiden unterschiedlichen Lampentypen bringen, und vergleichen..
Die Forschungsstiftung Mobilkommunikation hat einmal solche Lampen gemessen.

http://www.electricity-research.ch/page ... report.pdf

Darauf gestützt wurde ein Merkblatt veröffentlicht.

http://www.mobile-research.ethz.ch/var/ ... latt_d.pdf

In der Zusammenfassung steht:

Die Felder von Energiesparlampen und von normalen Glühlampen
unterscheiden sich nicht wesentlich. Lampen „belasten“ die Umgebung auch
nicht mehr als andere Geräte in Haushalt und Büro.
�� Die Magnetfelder (50Hz) von Energiesparlampen sind etwa gleich gross wie
die Felder von vergleichbaren Glühlampen.
�� Die elektrischen Felder (50Hz) von Energiesparlampen sind nur unwesentlich
stärker als die Felder von Glühlampen.
�� Die hochfrequenten Felder der Betriebsfrequenzen (30-60kHz) liegen deutlich
unterhalb aller Grenzwerte und Grenzwertempfehlungen.


Das ist ein dermassen vereinfachter Strahlungsvergleich mit den Glühbirnen, dass er einer Lüge gleichkommt. Nur die Stromsparlampen strahlen elektromagnetisch ab, und zwar so happig, dass viele Menschen davon Beschwerden kriegen, und noch mehr die Nähe dieser Lampen meiden. So etwas wurde meines Wissens von Glühbirnen noch nie mitgeteilt.

sparsam

Re: Lüge durch Auslassen.

Beitrag von sparsam » 31. Oktober 2007 13:53

Das ist ein dermassen vereinfachter Strahlungsvergleich mit den Glühbirnen, dass er einer Lüge gleichkommt. Nur die Stromsparlampen strahlen elektromagnetisch ab, und zwar so happig, dass viele Menschen davon Beschwerden kriegen, und noch mehr die Nähe dieser Lampen meiden. So etwas wurde meines Wissens von Glühbirnen noch nie mitgeteilt.
Nur allein mit normativen Äusserungen lässt sich das Problem, glaube ich, nicht lösen.
Wie müsste denn, Ihrer Meinung nach, ein seriöser Vergleich aussehen, der nicht allzu vereinfacht ist?
Es würde mich interessieren. Kennen Sie zufällig eine Studie, die die Schädlichkeit von Stromsparlampen beweist?

Elisabeth Buchs
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Beitrag von Elisabeth Buchs » 31. Oktober 2007 15:07

Wer einen strahlungsarmen Computer-Bildschirm hat (TCO-Kleber auf dem Bildschirmrahmen), der macht alles wieder zunichte, wenn er am Arbeitsplatz eine Sparlampe einschraubt. Denn das hochfrequente elektrische Feld einer Sparlampe überschreitet den TCO-Grenzwert von 1 Volt pro Meter massiv, nämlich um das rund 10- bis 40-fache – je nach Lampentyp.

Sparlampen sind nichts anderes als kompakte Fluoreszenzröhren. Sie haben ein Hochfrequenz-Vorschaltgerät. Dieses erzeugt im Frequenzbereich (je nach Lampentyp) ab etwa 27 bis 52 Kilohertz ein starkes elektrisches Wechselfeld. Dieses Wechselfeld ist ausserdem mit 100 Hertz gepulst – ähnlich wie ein DECT-Schnurlostelefon, das ebenfalls eine 100 Hertz-Pulsung hat. In Wirklichkeit ist jede Sparlampe ein kleiner Langwellen-Radiosender. Sie sendet einen 100 Hertz- Ton in die Runde, wenn sie brennt.

Die im Auftrag von K-Tipp und Kassensturz im September 2007 durchgeführten Messungen haben nun ergeben, dass die Sparlampen den TCO-Richtwert von 1 Volt pro Meter für das elektrische Feld im Frequenzbereich von 2 bis 400 Kilohertz massiv überschreiten. Die Messungen wurden mit dem von der TCO dafür vorgeschriebenen Messinstrument durchgeführt.

Anders als die Sparlampen erzeugen herkömmliche Glühlampen keine hochfrequenten Felder.

Quelle und mehr: http://www.buergerwelle-schweiz.org/Str ... .html#2566

Kommentar: Eine Studie zu gesundheitlichen Auswirkungen von Energiesparlampen, es gibt ja nicht einmal eine zu DECT, ausserdem soll und darf es Elektrosensible wegen EMF nicht geben. Vergessen Sies. Ich bin am Anlegen meiner zweiten Schachtel Glühbirnen, die für mein restliches Leben reichen sollen. Es reicht schon, was wohl durch die Sparlampen der andern übers Netz verschleppt wird. Bei Greenpeace habe ich gelesen "Ohne den sinnlosen Standby-Verbrauch könnte ein Atomkraftwerk von der Grösse Mühlebergs abgeschaltet werden." Ich verzichte seit mindestens 10 Jahren auf Standby-Geräte und mal schauen, wie es die Stromsparübertreiber mit den Weihnachtsbeleuchtungen halten. Ausserdem ist ein Leben mit der Sonne ohnehin das sinnvollste, so benötigt man auch nicht dauernd Licht.

Elisabeth Buchs

sparsam

Beitrag von sparsam » 31. Oktober 2007 16:20

Das ist eben das Problem, da gibt es die Studie der Eth, die nachweisen konnte, dass das elektromagnetische Feld einer Sparlampe gleich gross ist, wie das einer Glühbirne. Es müsste also eine Studie(n) gemacht werden, die die besagte Studie widerlegt. Einfach nur zu behaupten, dass die Studie der Eth nicht die Realität widerspiegle, bringt nichts, wenn man nicht auch den Gegenbeweis vorbringen kann.

Stromsparübertreiber gibt es in der Schweiz keine, denn sonst hätte der Stromverbrauch in den letzten Jahren nicht so stark zugenommen und wir müssten gar nicht über den Einsatz von Sparlampen diskutieren. Wenn sich mit andern Mitteln genug Strom sparen lässt, kann man die Glühlampen ruhig auf dem Markt belassen.
Ein Verbot bzw. ein ganz niedriger Wert von Standbystrom bei allen Geräten, die neu auf den Markt kommen, könnte ein Ansatz sein. Natürlich könnte man auch die strengsten TOC- Richtlinien für Sparlampen vorschreiben.

Sunset
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Registriert: 1. Februar 2007 10:39

Beitrag von Sunset » 31. Oktober 2007 18:24

sparsam hat geschrieben:Das ist eben das Problem, da gibt es die Studie der Eth,
Die Studie war nicht von der ETH, sondern von der Forschungsstiftung Mobilkommunikation, siehe Link in meinen letzten Beitrag.

sparsam hat geschrieben: die nachweisen konnte, dass das elektromagnetische Feld
In der Studie steht nichts von elektromagnetischem Feld, sondern von magnetischem und elektrischem Feld. Das elektrische und das magnetische Feld beginnen sich bei circa 30 kHz zum elektromagnetischen Feld zu koppeln.
sparsam hat geschrieben: einer Sparlampe gleich gross ist, wie das einer Glühbirne. Es müsste also eine Studie(n) gemacht werden, die die besagte Studie widerlegt. Einfach nur zu behaupten, dass die Studie der Eth nicht die Realität widerspiegle, bringt nichts, wenn man nicht auch den Gegenbeweis vorbringen kann.
Die Reihe ist an Ihnen, eine Studie zum elektromagnetischen Feld der Glühbirne anzufertigen.
sparsam hat geschrieben: Stromsparübertreiber gibt es in der Schweiz keine, denn sonst hätte der Stromverbrauch in den letzten Jahren nicht so stark zugenommen und wir müssten gar nicht über den Einsatz von Sparlampen diskutieren. Wenn sich mit andern Mitteln genug Strom sparen lässt, kann man die Glühlampen ruhig auf dem Markt belassen.
Kalt duschen spart ganz schön Strom des Boilers. Da liegt eine Glühbirne für die Beleuchtung der Dusche noch drin.
sparsam hat geschrieben:Ein Verbot bzw. ein ganz niedriger Wert von Standbystrom bei allen Geräten, die neu auf den Markt kommen, könnte ein Ansatz sein. Natürlich könnte man auch die strengsten TOC- Richtlinien für Sparlampen vorschreiben.
Mit welchen technischen Massnahmen diese einzuhalten wären, könnten Sie hier vorschlagen. Man einer wäre dafür dankbar.

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