>Toggenburger Tagblatt
3 März 2008
Mobilfunk – es braucht den Einsatz der Politik
Von aussen könnte der Eindruck entstehen, dass ich das Thema Mobilfunk und der Umgang damit zu meiner Lebensaufgabe gemacht habe, …kann sein. Wenn pro Woche zwei Anfragen aus verschiedenen Toggenburger Gemeinden bei mir eintreffen, finde ich das viel. Die Leute, die sich bei mir melden, sind verschiedenen Jahrgangs, von jungen Familien bis Pensionären von Immobilienbesitzern über Landwirte bis ganz gewöhnlichen Menschen wie du und ich. Die Fragen, die immer wieder gleich lauten in Bezug auf die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlungen und wie man dagegen vorgehen könne, sind vielfältig. Die Vermittlung von Fachpersonen und Adressen zu diesem Thema sind oft mit Emotionen der Anfragenden verbunden. In der Nacht schreiende Kinder mit Ohrenpfeifen, Schlaflosigkeit, Gemütsschwankungen bis hin zu Depressionen, Nervosität, erhöhte Rate von Totgeburten, Missbildungen beim Vieh und vieles mehr. Die Beweissituation bleibt an den Betroffenen hängen und führt meist in eine Sackgasse! Die rechtlichen Situationen sind unterschiedlich – das Thema ist und bleibt schwierig durch die Bestimmungen und Konzessionen, die aus Bundesbern erteilt worden sind. Um längerfristig akzeptable Lösungen zu erzielen, braucht es den ganzen Einsatz der Politik, das Zusammenspiel der kommunalen, der kantonalen wie auch der nationalen Ebene ist darum enorm wichtig. Wenn wir Interessenvertreter in den Kantonsrat wählen, die sich für dieses schwierige Thema einsetzten, dann erreichen wir Resultate, die schlussendlich längerfristig für die Bevölkerung und nicht nur für die wirtschaftlichen Interessen der Mobilfunkindustrie entscheidend sind. Ich bin nicht gegen den Einsatz von Mobiltelefonen, aber gegen den Ausbau von sinnlosen UMTS und weiteren Technologien, die unsere Gesundheit belasten und uns auch in Bezug auf die EM keine Freude machen – denn wer schaut sich schon gerne ein Fussballspiel an und kann den Ball dabei nicht sehen?
Ich setze mich seit vielen Jahren unbürokratisch für und mit Betroffenen ein und werde das auch weiterhin tun.
Daniela Vetsch Böhi
IG- MFASW
Co-Präsidentin Grüne Toggenburg
Kantonsratskandidatin, 9630 Wattwil
Forum Admin: Da es sich wahrscheinlich nicht um Peter Br. handelt, sollte zur Vermeidung von Missverständnissen beispielsweise der Anfangsbuchstaben des Nachnamens angefügt werden.