Linz u. Graz: Handyverbot in Bus und Bahn

Störende Telefonitis

Linz u. Graz: Handyverbot in Bus und Bahn

Beitrag von Störende Telefonitis » 10. April 2008 16:47

Kommt das Handyverbot in Bus und Bahn?

Das Telefonieren in Bus und Bahn könnte schon bald der Vergangenheit angehören: Die Städte Linz und Graz preschen vor und erwägen die Einführung eines Handyverbots in öffentlichen Verkehrsmitteln. Neben der Lärmbelästigung spiele auch die Strahlenbelastung eine Rolle, so die Linz AG. Wenn es nach dem Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl geht, dann soll das Telefonieren künftig nur mehr in Notsituationen möglich sein. Infobox Bist du für ein Handyverbot in Bus und Bahn?Nagl zufolge müssten 90 Prozent der in öffentlichen Verkehrsmitteln geführten Gespräche nicht sein. Er macht sich daher für ein Handyverbot in Bus und Bahn stark. Ausnahme: Notsituationen. Das Vorhaben des Bürgermeisters stößt bei den Grazer Stadtwerken allerdings auf wenig Verständnis. Vorstandsdirektor Wolfgang Messner befürchtet, mit dem Verbot vor allem junge Menschen und jene, die ihr Handy beruflich nutzen, abzuschrecken. Anstatt mit Verboten zu arbeiten, solle man bei den Fahrgästen mehr Rücksicht einfordern, so Messner.

Auch in Linz zieht man ein Handyverbot in Betracht. Die Linz AG zeigt sich durchaus aufgeschlossen, will aber keinen Alleingang versuchen, wie Vorstandsdirektor Walter Rathberger betonte. Stattdessen wolle man das Thema im Mai bei einer Tagung des Fachverbands für Schienenverkehr auf die Tagesordnung setzen. Aus der Stadtpolitik habe er allerdings bereits negative Signale erhalten.

Ausmaß der Lärmbelästigung "nicht mehr angenehm"
Sollten alle Landeshauptstädte gemeinsam ein Handyverbot erlassen, wäre Linz dabei, so Rathberger. Allerdings müssten vorher noch rechtliche Fragen und die Art der Kontrolle geklärt werden. Beschwerden von Fahrgästen gebe es. Sie würden sich in erster Linie auf die Lärmbelästigung beziehen, die "sicher ein Ausmaß angenommen hat, wo es nicht mehr angenehm ist". Man wolle sich aber auch wissenschaftlich mit dem Thema Strahlung auseinandersetzen, erklärte Rathberger.

Sollte kein Handyverbot zustande kommen, überlegt die Linz AG andere Maßnahmen, um die mobile Telefonitis in den Straßenbahnen einzudämmen. Rathberger kann sich eine Plakatkampagne vorstellen oder Durchsagen, in denen man die Fahrgäste ersucht, vom Telefonieren Abstand zu nehmen.

unwichtig
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Graz verbannt Handy-Lärm aus öffentlichen Verkehrsmitteln

Beitrag von unwichtig » 20. April 2008 16:05

News-Meldung vom 16.04.2008 17:42

Graz verbannt Handy-Lärm aus öffentlichen Verkehrsmitteln

In der österreichischen Stadt Graz tritt am morgigen Donnerstag ein "prinzipielles Telefonierverbot" in Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs in Kraft. Alle Busse und Straßenbahnen der Grazer Verkehrsbetriebe (GVB) wurden dazu mit sogenannten "Lautlos"-Aufklebern versehen. Die Hinweise sollen Fahrgäste daran erinnern, dass das Telefonieren mit dem Handy in öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Graz nicht erwünscht ist. In den neuen Beförderungsrichtlinien wurde zudem verankert, dass Passagiere den Klingelton ihres Handys ausschalten, bevor sie die Fahrzeuge betreten. Sonstige Mobiltelefonfunktionen (SMS, Internet, Kalender oder Spiele) sollen nur im Lautlos-Modus genutzt werden.

Strafen soll es nicht geben, in besonderen Fällen könnten unbelehrbare Passagiere aber "aus Bus und Bim verwiesen werden", heißt es bei den Verkehrsbetrieben. Fahrscheinkontrolleure und Fahrer der GVB-Verkehrsmittel sind angehalten, auf die Einhaltung des Handy-Gebots zu achten. Beschwerden von Fahrgästen soll der Fahrer gegebenenfalls verfolgen. Der Bürgermeister von Graz, Siegfried Nagl (ÖVP), wollte zuvor sogar ein "richtiges" Handy-Verbot in Bussen und Bahnen durchsetzen, einigte sich mit den Verkehrsbetrieben und Fahrgast-Vertretern dann aber auf eine "freiwillige" Nutzungseinschränkung. Die GVB befürchten aber dennoch, dass zahlreiche Kunden künftig auf die Nutzung von Bussen und Bahnen verzichten könnten, weil sie dort de facto nicht mehr telefonieren dürfen.

Quelle:http://www.heise.de/mobil/Graz-verbannt ... ung/106586

Jede Menge schneidige Kommentare zur Meldung im bliebten Heise Forum.

Wie dieser, natürlich rot eingefärbt von der Handy süchtigen Heise Meute...:shock:

"Endlich.
Bald hoffentlich auch in Deutschland:
- keine dummen Trullas mehr die ständig telefonanieren (Schatz die
Bahn hat 3,75 Minuten Verspätung, wollte ich nur sagen)
- keine türkischen Pseudogangster mit MP3 Belästigung der Fahrgäste"

Insgesamt eine eher halbherzige Aktion, werden dann wohl SMS geschickt das die Bahnen nur so glühen, aber immerhin ein Anfang. Die Belastung durch das Senden beim Einbuchen in die nächste Zelle bleibt auch, wenn die Geräte nur stumm geschaltet werden müssen. Insgesamt dürfte aber die Belastung der Fahrgäste und vor allem des Fahrers/Fahrerin deutlich sinken. Als Betroffener halte ich immer Abstand zu öffentlichen Verkehrsmitteln, da strahlt es immer satt raus. Benutzen würde ich Sie aus diesem Grund sowieso nicht.
„Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“
Prof. Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker, Nobelpreisträger der Physik

Ostschweiz

Handy&Co im öffentlichen Verkehr

Beitrag von Ostschweiz » 20. April 2008 17:46

Ein wunderbarer Schritt in die Richtige Richtung, auch wenn die Strahlenbelastung damit wohl kaum gänzlich wegzubekommen sein wird.

Ich drücke den Verantwortlichen die Daumen, dass die damit durchkommen werden und hoffe, dass man das auch in der Schweiz zur Kenntnis nehmen wird.

Aktuell will zumindest die SBB davon nichts wissen. Ganz im Gegenteil versteht man es bei der SBB (und selbst in Spitälern in der Ostschweiz)als 'Service am Kunden' wenn man überall schnurlos plappern und strahlen kann.

Kennt jeman einen Weg, wie man sich Zugang zum gesunden Menschenverstand verschaffen kann?

Gruss

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