Prof. Lerchls Vorsorgeplan (Der Stoff vom Prof.)

Sunset
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Prof. Lerchls Vorsorgeplan (Der Stoff vom Prof.)

Beitrag von Sunset » 17. September 2008 09:47

Prof. A. Lerchl behauptet bekanntlich gestützt auf das Deutsche Mobilfunk Forschungsprorgramm (Abk. DMF), dass "Elektrosensibilität" nicht existiere, auch nicht Schlafstörungen, die durch EMF-verursachten Melatoninmangel verursacht sein könnten.

Er hat zu diesem Forschungsprogramm Melatoninstudien an Hamstern beigetragen, zu finden in: http://www.emf-forschungsprogramm.de/fo ... B_korr.pdf (als hätten amputierte Hamster-Zirbeldrüsen in der Petrischale für die Reaktion des Menschen auf Strahlung irgend eine Spur von Beweiskraft!)

Zwerenz hat auf einen schwunghaften Handel von Prof. Lerchl mit dem Schlafhormon Melatonin hingewiesen, das in Europa nicht offiziell verkauft werden darf, www.bioclocks-laboratories.de . Wie überall beim Handel mit nicht zugelassenen Stoffen düften auch hier erhebliche Margen zu erzielen sein, die der finanziellen Vorsorge des Professors dienen.

Wenn nun die Strahlung entgegen der Behauptung von Prof. Lerchl die natürliche Produktion des Schlafhormons Melatonin dennoch unterdrückt, dann tritt Prof. Lerchls Vorsorgeplan für die Strahlegeplagten in Kraft: Man kauft sich den Stoff beim Prof.

Sunset
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Interessenkonflikt von Prof. Lerchl

Beitrag von Sunset » 19. September 2008 17:38

Prof. Lerchl sollte zu jeder Studie, die er im Zusammenhang mit elektromagnetischer Strahlung durchführt, die Angabe machen müssen, dass er am Ergebnis finanziell interessiert sein könnte, weil er im Melatoninhandel involviert ist. Dieses gilt gleichermassen für Studien, mit welchen er die direkten Effekte von EMF auf die natürliche Melatoninproduktion durch die Pineal- bzw. Zirbeldrüse untersucht, wie für Studien, mit welchen er indirekte Effekte von EMF auf hormonelle Körpervorgänge untersucht.

Wenn Prof. Lerchl einen Zusammenhang zwischen EMF und einer Absenkung der natürlichen Melatoninproduktion echt oder falsch (falsch = er bejaht einen Zusammenhang, der nicht wirklich besteht) feststellt, dann wird er so lange wie die EMFs weiter abgestrahlt werden, am Verkauf künstlichen Melatonins bei denjenigen Patienten verdienen, welchen er den Zusammenhang bestätigt.

Wenn Prof. Lerchl aufgrund seiner Studie einen solchen Zusammenhang echt verneint, dann hat das keinen Einfluss auf seinen Melatoninhandel. Wenn er den Zusammenhang falsch verneint (d.h. er verneint den Zusammenhang, obwohl er in Wirklichkeit besteht), dann wird er am Handel mit künstichem Melatonin noch länger verdienen als wenn er ihn falsch bejaht, denn dann wird noch länger nichts gegen die elektromagnetischen Felder unternommen.

Franziska

Beitrag von Franziska » 22. September 2008 18:51

Ganz so ist es nicht: Prof. Lerchl bzw. Bioclocks Laboratories verkauft kein Melatonin, sondern Melatonin Test-Kits.

"Wir können, mit modernsten Methoden, Ihren Melatonin-Rhythmus bestimmen und so helfen, einen Melatonin-Mangel aufzudecken. Sollte ein Melatonin-Mangel diagnostiziert werden, kann der Hausarzt ein neues Melatoninpräparat verschreiben, das in den USA hergestellt wird und den natürlichen Melatonin-Rhythmus ausgezeichnet wiederherstellt."

Franziska

Sunset
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Nebengeschäfte offen legen.

Beitrag von Sunset » 23. September 2008 09:05

Franziska hat geschrieben:Ganz so ist es nicht: Prof. Lerchl bzw. Bioclocks Laboratories verkauft kein Melatonin, sondern Melatonin Test-Kits.

"Wir können, mit modernsten Methoden, Ihren Melatonin-Rhythmus bestimmen und so helfen, einen Melatonin-Mangel aufzudecken.
Bei älteren Menschen wird wohl immer ein Melatoninmangel zu diagnostizieren sein. Zitat aus Lerchls http://www.bioclocks.com/melatonin.html : "Gerade bei älteren, aber bisweilen auch bei jüngeren Personen kommt es vor, dass die Melatoninwerte zu gering sind, um die innere Uhr zu justieren. Diese "endogen" geringen Melatoninwerte sind durch das Alter oder auch genetisch bedingt und können nicht wieder auf die ursprünglichen hohen Werte gebracht werden. Daher muss Melatonin von aussen zugeführt (substituiert) werden."
Franziska hat geschrieben: Sollte ein Melatonin-Mangel diagnostiziert werden, kann der Hausarzt ein neues Melatoninpräparat verschreiben, das in den USA hergestellt wird und den natürlichen Melatonin-Rhythmus ausgezeichnet wiederherstellt."
Lerchl bezeichnet das von ihm beworbene Produkt als Medikament. "Mit dieser Empfehlung wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, der das Medikament verschreibt. Anschließend können Sie das Medikament per Internet-Apotheke bestellen. " ( http://www.bioclocks.com/waskoennen.html )

In den USA gibt es seriöse Quellen für direkte Bestellung von Melatonin, die das dort als Nahrungsergänzungsmittel frei verkäuliche Hormon zu sehr günstigen Preisen über Internet verkaufen.

Lerchl vermittelt wohl ähnliches, aber wohl eher zu "Apothekerpreisen"

Wenn Prof. Lerchl Melatonin direkt verkaufen würde, dann wäre er in der nächsten Sekunde weg von der Uni. Daher vermittelt er Rezepte, mit denen seine Kunden dort bestellen können, wo er empfiehlt. "Wir bieten auch den Service an, dass ein Arzt ein Rezept für Sie ausstellt." Ob er auch an der Vermittlung an die Internetapotheke etwas verdient ist unklar. Jedenfalls empfiehlt Lerchl nur genau ein einziges Präparat, so dass die Herkunft der Bestellungen für eine Provisionsausrichtung festgestellt werden könnte.
http://www.bioclocks.com/waskoennen.html

Das ist alles weder verboten noch eigentlich schlecht, und Melatonin dürfte in den meisten Fällen völlig harmlos und in vielen Fällen auch hilfreich sein. Fakt ist jedoch, dass Melatonin eines der Geschäfte von Prof. Lerchl ist, die er von seiner Bremer Privatuni aus betreibt, die Adresse von Bioclocks: "Bioclocks - Labor Prof. Lerchl, International University Bremen, Campus Ring 6, 28759 Bremen, 0421-200 4844, bioclocks@iu-bremen.de . Dieses geschäftliche Interesse an Melatoninstudien sollte er jeweils bei jeder dieser Studien offen legen.

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