Liechtenstein

Der andere Gast

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Beitrag von Der andere Gast » 6. September 2008 19:27

"Kein Empfang in den Bergen
Wegen eines Investitionsstopps der Swisscom wird es ab Frühling 2009 voraussichtlich nicht mehr möglich sein, im Liechtensteiner Berggebiet mit dem Handy zu telefonieren. Auch Orange überdenkt das Engagement im Liechtensteiner Markt.

Steg/Malbun. – Das Schreiben der Swisscom an Regierungsrat Martin Meyer hat es in sich: Aufgrund der vom Landtag beschlossenen Senkung der Grenzwerte für Mobilfunk «sind unsere Investitionen in Liechtenstein nicht mehr geschützt, weshalb wir einen totalen Investitionsstopp verhängt haben», heisst es darin. Konkret bedeutet das: Die Swisscom wird in Liechtenstein keine neuen Mobilfunkanlagen mehr erstellen bzw. ersetzen und hat bei der Regierung deshalb eine Abänderung ihrer Versorgungspflicht beantragt."

Was bedeutet das nun?
Kann man dort zukünftig wirklich Ferien machen, ohne hinter jedem Berghang bestrahlt zu werden?
Ist das nur ein leeres Versprechen der Mobilfunker bzw. ein rein taktisches Manöver?
Ich denke, die Mobilfunkindustrie hat Angst, etwas zu realisieren, das vielleicht nicht so viel Profit verspricht aber weniger Risiken birgt. Würde man nun auf die Anliegen der Liechtensteiner eingehen, hätte das zur Konsequenz, dass andere Länder ebenfalls auf diesen Zug aufspringen würden, was nun gar nicht im Interesse der Betreiber wäre…….
Ich wünsche mir, dass Lichtenstein an den neuen Grenzwerten festhält und auch andere Länder diesem Beispiel folgen.

Gruss

Elisabeth Buchs
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Registriert: 27. Januar 2007 21:48

Re: Liechtenstein

Beitrag von Elisabeth Buchs » 6. September 2008 22:22

Der andere Gast hat geschrieben:"Kein Empfang in den Bergen
Wegen eines Investitionsstopps der Swisscom wird es ab Frühling 2009 voraussichtlich nicht mehr möglich sein, im Liechtensteiner Berggebiet mit dem Handy zu telefonieren. Auch Orange überdenkt das Engagement im Liechtensteiner Markt.

Steg/Malbun. – Das Schreiben der Swisscom an Regierungsrat Martin Meyer hat es in sich: Aufgrund der vom Landtag beschlossenen Senkung der Grenzwerte für Mobilfunk «sind unsere Investitionen in Liechtenstein nicht mehr geschützt, weshalb wir einen totalen Investitionsstopp verhängt haben», heisst es darin. Konkret bedeutet das: Die Swisscom wird in Liechtenstein keine neuen Mobilfunkanlagen mehr erstellen bzw. ersetzen und hat bei der Regierung deshalb eine Abänderung ihrer Versorgungspflicht beantragt."

Was bedeutet das nun?
Kann man dort zukünftig wirklich Ferien machen, ohne hinter jedem Berghang bestrahlt zu werden?
Ist das nur ein leeres Versprechen der Mobilfunker bzw. ein rein taktisches Manöver?
Ich denke, die Mobilfunkindustrie hat Angst, etwas zu realisieren, das vielleicht nicht so viel Profit verspricht aber weniger Risiken birgt. Würde man nun auf die Anliegen der Liechtensteiner eingehen, hätte das zur Konsequenz, dass andere Länder ebenfalls auf diesen Zug aufspringen würden, was nun gar nicht im Interesse der Betreiber wäre…….
Ich wünsche mir, dass Lichtenstein an den neuen Grenzwerten festhält und auch andere Länder diesem Beispiel folgen.

Gruss
Auf was anderes als die "geheiligten" ICNIRP-Werte reagiert die Mobilfunkindustrie gleich mit trotzigen Drohgebährden und versucht das Sicherheitsempfinden der am Tropf hängenden Handyaner anzusprechen. Dabei reichen meiner Ansicht nach 0,6 V/m Grenzwert für eine Grundversorgung für Handytelefonieanwendungen aus, Bildchenkram und Internet müssten dann allerdings kabelgebunden genutzt werden und evt. könnte man nur noch im zweiten und nicht mehr im dritten UG mobil telefonieren, so ein Pech aber auch. Ich freue mich jedenfalls auch über den Erfolg der Liechtensteiner und hoffe auf Nachahmer, denn das Mass ist voll, auch wenn dort leider die Ueberstrahler vermutlich weiterhin für Verstrahlung sorgen werden.

Elisabeth Buchs
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.

Hans-U. Jakob
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Re: Liechtenstein

Beitrag von Hans-U. Jakob » 7. September 2008 11:01

Der andere Gast hat geschrieben:"Kein Empfang in den Bergen
Wegen eines Investitionsstopps der Swisscom wird es ab Frühling 2009 voraussichtlich nicht mehr möglich sein, im Liechtensteiner Berggebiet mit dem Handy zu telefonieren. Auch Orange überdenkt das Engagement im Liechtensteiner Markt.

Steg/Malbun. – Das Schreiben der Swisscom an Regierungsrat Martin Meyer hat es in sich: Aufgrund der vom Landtag beschlossenen Senkung der Grenzwerte für Mobilfunk «sind unsere Investitionen in Liechtenstein nicht mehr geschützt, weshalb wir einen totalen Investitionsstopp verhängt haben», heisst es darin. Konkret bedeutet das: Die Swisscom wird in Liechtenstein keine neuen Mobilfunkanlagen mehr erstellen bzw. ersetzen und hat bei der Regierung deshalb eine Abänderung ihrer Versorgungspflicht beantragt."

Was bedeutet das nun?
Kann man dort zukünftig wirklich Ferien machen, ohne hinter jedem Berghang bestrahlt zu werden?
Ist das nur ein leeres Versprechen der Mobilfunker bzw. ein rein taktisches Manöver?
Ich denke, die Mobilfunkindustrie hat Angst, etwas zu realisieren, das vielleicht nicht so viel Profit verspricht aber weniger Risiken birgt. Würde man nun auf die Anliegen der Liechtensteiner eingehen, hätte das zur Konsequenz, dass andere Länder ebenfalls auf diesen Zug aufspringen würden, was nun gar nicht im Interesse der Betreiber wäre…….
Ich wünsche mir, dass Lichtenstein an den neuen Grenzwerten festhält und auch andere Länder diesem Beispiel folgen.
Gruss
Liechtenstein benötigt überhaupt keine eigenen Mobilfunknetze. Das kleine Land ist so schmal, dass es von der Schweiz aus mehr als genügend bestrahlt wird. Selbst wenn in Liechtenstein sämtliche Mobilfunkbetreiber ausziehen würden, wäre Mobilfunkempfang im ganzen Land einwandfrei möglich.
Ausgenommen im Malbun oben (Berggebiet) müsste noch eine einzige Antenne stehen. Aber nicht dort, wo diese heute steht. Denn diese strahlt in den Nachbarhäusern äusserst knapp am heutigen Grenzwert von 5V/m
Liechtenstein hat mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Die Handys der Grenzgänger bleiben wegen der Kleinräumigkeit des Landes grösstenteils auf ihren Heimatsendern eingeloggt.
Mobilfunk in Liechtenstein war deshalb von je her ein Verlustgeschäft für die Mobilfunkbetreiber. Der neue Grenzwert von 0.6V/m kommt diesen Lügenbolden jetzt hochwillkommen, als faule Ausrede, um dieses Verlustgeschäft einzustellen. Das heisst vorerst einmal keine weitere Investitionen mehr zu tätigen. Was das noch für Investitionen in einem ohnehin bereits heute komplett verstrahlten Land noch sein sollen, wird von Swisscom nicht erklärt. Die hätten hier ohnehin nichts mehr investiert. Wozu auch?
Hans-U. Jakob

mips als

Jetzt versuchts swisscom mit Erpressung

Beitrag von mips als » 10. September 2008 19:40

Als Antwort auf den Erpressungsversuch durch swisscom rate ich Liechtenstein die Mobilfunkkonsession swisscom wegen Nichterfüllung der Konssesion vorzeitig zu kündigen und international neu auszuschreiben.
Ich bin überzeugt, dass sich ein Mobilfunkberreiber finden lässt, der die neuen Grenzwerte von Anfang an akzeptieren wird. Auf diese Weise hilft swisscom, dass noch vor 2012 die tieferen Grenzwerte in Liechtenstein Realität werden.

Elisabeth Buchs
Beiträge: 1639
Registriert: 27. Januar 2007 21:48

Beitrag von Elisabeth Buchs » 10. September 2008 22:26

In 10 vor 10 ist ein Beitrag zu dieser Grenzwertsenkung in Liechtenstein gekommen. Der Arzt und Initiant Pepo Frick sagte klar: er habe mehrfach einen räumlichen und/oder zeitlichen Zusammenhang zwischen Mobilfunkantennen und gesundheitlichen Beschwerden festgestellt und es gebe Studien, welche schwerwiegende Auswirkungen auf unser biologisches System festgestellt haben.

Interessant: Der CEO von Swisscom Carsten Schloter soll sich per Briefen an die Schweizer Regierung gewendet habe, aus Angst, solche Grenzwerte könnten in der Folge auch in der Schweiz eingeführt werden. Wer hat hier nun Angst und Antizipation? Drahtlos-Bildchenkram und ständiges Aufrüsten ade, ade. Deshalb wird auch nichts unversucht gelassen sogar mittels Forschungsprojekten, uns Elektrosmog-Geschädigte als nicht existent hinzustellen und tendenziöse Beiträge in Foren zu setzen. Doch ewig werden sie diese Schäden nicht leugnen können. Schon jetzt wollen die wenigsten Menschen neben Hochspannungsleitungen oder Mobilfunkantennen wohnen.

Elisabeth Buchs
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.

Gesuana als Gast

Beitrag von Gesuana als Gast » 10. September 2008 23:21

Das mit Lichtenstein ist HOECHST erfreulich. Allgemein beobachte ich , dass sich die Sache aufzuweichen beginnt. Leute sind ansprechbarer auf das Thema, Produkte werden mit "strahlungsarm" beschriftet, das neue Orchid ist endlich erhältlich... Es wird noch eine Weile Durchhaltevermögen brauchen, die Wahrheit wird sich aber durchsetzen.
Es ist das Verdienst derer, die am Ball des GUTEN bleiben. In der Vergangenheit und in der Zukunft.
gesuana

Hans

Beitrag von Hans » 11. September 2008 01:05

Elisabeth Buchs hat geschrieben:......Interessant: Der CEO von Swisscom Carsten Schloter soll sich per Briefen an die Schweizer Regierung gewendet habe, aus Angst, solche Grenzwerte könnten in der Folge auch in der Schweiz eingeführt werden.......
Also, ran an den Speck. Was in der Monarchie FL möglich ist sollte in der Demokratie CH auch machbar sein.
Gruss Hans

Der andere Gast

Beitrag von Der andere Gast » 11. September 2008 13:20

Hallo Hans

Genau, ran an den Speck!

An dem Verhalten gegenüber Liechtenstein wird nur im Ansatz ersichtlich, welche Macht hinter dieser Branche steht. Einem Land in einer solchen Art drohen zu könnne und sich hinter dem Argument 'Investitionsschutz' verstecken zu können, braucht schon was......

Der Wert der Grundstücke in unmittelbarer Nähe einer Mobilfunkanlage fällt auch ins Bodenlose, wenn es Ausweichmöglichkeiten für Mieter und/oder Investoren gibt. Die Investitionen der Grundeigentümer, die mit solchen Anlagen 'beglückt' werden sind schliesslich bisher auch nicht geschützt.

Gruss

Pegasus
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Wohnort: CH

Monarchie?

Beitrag von Pegasus » 11. September 2008 15:43

Hallo Hans,

soviel ich weiss, ist Liechtenstein eine demokratische Monarchie, somit wäre die Schweiz eher eine monarchische Demokratie. Doch ist es nochmals anders hier: die Schweiz hat die Diktatur des Geldes, ermöglicht durch den Filz quer durch alle Aemter und öffentlichen Forschungsanstalten!

Möge es den Liechtensteinern gelingen, den ganzen Mobilfunkwahn aus dem Lande zu verbannen! Die Leute würden's überleben und das hektische Leben dürfte sich beruhigen. :D

Pegasus
Die Hoffnung auf bessere Zeiten - ohne Funk - stirbt zuletzt!

Gustav

Falsches Zitat

Beitrag von Gustav » 11. September 2008 18:47

Elisabeth Buchs hat geschrieben:In 10 vor 10 ist ein Beitrag zu dieser Grenzwertsenkung in Liechtenstein gekommen. Der Arzt und Initiant Pepo Frick sagte klar: er habe mehrfach einen räumlichen und/oder zeitlichen Zusammenhang zwischen Mobilfunkantennen und gesundheitlichen Beschwerden festgestellt und es gebe Studien, welche schwerwiegende Auswirkungen auf unser biologisches System festgestellt haben.
Elisabeth Buchs

Das stimmt so nicht: Nicht Pepo Frick, sondern seine Patienten sehen einen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zwischen Mobilfunkantennen und gesundheitlichen Beschwerden.
Und es gibt nach seiner Aussage Studien, welche die Befürchtung aussprechen, das Mobilfunkstrahlung schwerwiegende Auswirkung auf biologische Systeme haben kann.

Das ist etwas anderes als "Pepo Frick hat einen Zusammenhang festgestellt" und "Studien zeigen schwerwiegende Auswirkungen".

Hier der Beitrag zum ansehen und anhören:
http://www.sf.tv/videoplayer/embed/6747 ... live=false


Gustav

BLUE SKY
Beiträge: 697
Registriert: 30. Januar 2007 17:47

Das letzte Bild

Beitrag von BLUE SKY » 13. September 2008 09:42

Gustav hat geschrieben:

Das stimmt so nicht: Nicht Pepo Frick, sondern seine Patienten sehen einen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zwischen Mobilfunkantennen und gesundheitlichen Beschwerden.
Und es gibt nach seiner Aussage Studien, welche die Befürchtung aussprechen, das Mobilfunkstrahlung schwerwiegende Auswirkung auf biologische Systeme haben kann.

Das ist etwas anderes als "Pepo Frick hat einen Zusammenhang festgestellt" und "Studien zeigen schwerwiegende Auswirkungen".

Hier der Beitrag zum ansehen und anhören:
http://www.sf.tv/videoplayer/embed/6747 ... live=false


Gustav
Das letzte Bild im Video zeigt einen räumlich-zeitlichen Zusammenhang zwischen Mobilfunknutzung und einem auf biologische Effekte hinweisenden Verhalten.

noch ein Gast ;-)

Nachrichtensperre

Beitrag von noch ein Gast ;-) » 24. September 2008 11:24

Alohall
Ich finde die Grenzwertsenkung der Liechtensteiner toll. Was mich wundert ist, dass es in der Presse und im Internet praktisch tot geschwiegen wird.
Kann mir jemand einen Link oder so geben zur offiziellen Verlautbarung.. ? oder sonstigen Infos..?
Nichtmal auf http://www.telefonie.li/ findet man nen Hinweis.

Merci & GrUrs

Hans-U. Jakob
Beiträge: 1325
Registriert: 10. Februar 2007 15:37

Re: Nachrichtensperre

Beitrag von Hans-U. Jakob » 24. September 2008 14:03

noch ein Gast ;-) hat geschrieben:Alohall
Ich finde die Grenzwertsenkung der Liechtensteiner toll. Was mich wundert ist, dass es in der Presse und im Internet praktisch tot geschwiegen wird.
Kann mir jemand einen Link oder so geben zur offiziellen Verlautbarung.. ? oder sonstigen Infos..?
Nichtmal auf http://www.telefonie.li/ findet man nen Hinweis.

Merci & GrUrs
Tja, die Grenzwertsenkung in Liechtenstein ist gar nicht so toll, wie das auf den ersten Blick aussieht. Da sind noch zu viele Fragen offen.
Weshalb darüber unsere Fachleute nicht in Jubel ausbrechen, sehen Sie auf http://www.gigaherz.ch/1379 Swisscom erpresst Regierung von Liechtenstein.
Hans-U. Jakob

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