Internetsurfen über WLAN-Funk könnte Herz beeinflussen
9. Dezember 2008 | 16:00 | | (SN).
FH Salzburg: Untersuchung zum Einfluss der Strahlung auf den Menschen in Vorbereitung
Albert Schempp mit einem W-Lan-access-point (Basisstation). Bild: SN/HÖ
Thomas Hödlmoser (SN). WLAN, das drahtlose Surfen im Internet über Funk, könnte sich auf die Herzfrequenz auswirken. Zu diesem Schluss kam nun ein Forscher der Fachhochschule Salzburg.
„WLAN wirkt sich möglicherweise auf die Pausen zwischen den Herzschlägen aus. Die Pausen werden kürzer“, sagt Albert Schempp. Der Salzburger hat in seiner Diplomarbeit im Studiengang Informationstechnik & Systemmanagement drei Probanden/-innen der Funktechnologie ausgesetzt und das EKG gemessen. Über eine spezielle Software rechnete er dann die EKG-Messdaten in Herzfrequenzdaten um.
Die Probanden/-innen seien „in einer Ruheposition“ gesessen und hätten bei entspannender Hintergrundmusik „ins Grüne geschaut“, sagt Schempp. „Sie durften nichts lesen und auch sonst nichts tun.“ Die Untersuchung verlief in drei Abschnitten zu je zehn Minuten: In den ersten zehn Minuten war das Funksystem ausgeschaltet, dann wurde WLAN für zehn Minuten aktiviert, dann wieder ausgeschaltet. Keiner der Probanden hat gewusst, wann es aktiviert war und wann nicht. Trotzdem habe man über die EKG-Auswertung Veränderungen feststellen können, sagt Schempp. „Ab dem Zeitpunkt, ab dem WLAN aktiviert war, sah man bei zwei deutliche Veränderungen, in einem Fall eine leichte Veränderung. Der Körper reagiert also offenbar mit einer Stressreaktion. Das Herz schlägt plötzlich etwas schneller, ohne dass es der Betroffene merkt oder beeinflussen könnte.“
Selbst als es wieder abgeschaltet war, wirkte das Funksystem nach. „Es dauerte einige Minuten, bis der Stress, der während des aktiven WLAN erzeugt worden war, abgebaut war.“
Zum Einsatz kommt WLAN in Büros, Hotels, Konferenzzentren, in Kaffeehäusern und Schulen, aber auch in Spitälern. Der Vorteil ist, dass mit dem Funksystem das kabellose Surfen im Internet möglich ist.
Bei der Installation wird in der Regel ein „access point“ eingesetzt, der als Basisstation ständig Hochfrequenzstrahlung abgibt. Deshalb hat der Einsatz von WLAN an Salzburger Volksschulen in den vergangenen Jahren immer wieder für Kritik von Eltern und Mobilfunkskeptikern gesorgt. Auch auf der Homepage des Landes Salzburg wird vom Gebrauch abgeraten.
Schempp wollte herausfinden, ob eine Wirkung auf den Menschen festzustellen ist und unter welchen räumlichen Bedingungen eine groß angelegte Untersuchung möglich ist. Dass mit drei Probanden keine wissenschaftlichen Aussagen möglich sind, ist auch den Forschern an der Fachhochschule bewusst.
Um zu aussagekräftigen Resultaten zu gelangen, ist jetzt eine Studie mit 45 Probanden in Vorbereitung. „Wenn sich da herausstellt, dass sich WLAN tatsächlich signifikant auf die Herzratenvariabilität auswirken sollte, wäre das eine massive gesundheitliche Beeinflussung“, sagt Karl Entacher von der FH Salzburg.
Quelle: http://www.salzburg.com/nwas/index.php? ... tyle&sort=none
Kommentar: Jetzt kommen dann im andern Forum wohl gleich die Kommentare, das betreffe nur die eigene Funktechnik, wenn so ein Nachbar den W-Lan dauerstrahlen lasse, sei das nicht das selbe, sondern das gesündeste überhaupt, sanft wie der Mondschein, wer was anderes behaupte, sei ein Panikmacher und solle mal Fakten geben oder so eine Veränderung des Herzschlages sei zwar ein Effekt, aber es sei nicht sicher, ob es gesundheitlich relevant sei. Erstaunlich, dass diese Effekte schon nach zehn Minuten mit Nachwirken und bei Unbetroffenen (nix mit wechseljahrs- und altersbeschwerten, immungeschwächten Frauen) aufgetreten sind. Auf W-Lan reagieren oft auch vorher nicht Elektrosensible negativ. Massive gesundheitliche Beeinflussung: hat denn wer gedacht, die Betroffenen würden nur so zum Spass die Verursacher beknien, abschirmen, umziehen usw. Bevor ich verschwinde, möchte ich noch erleben, wie gewisse Leute schreiben würden, wenn es sie selber treffen würde, das wäre auch gaaanz was anderes. Wie konnten die Regierungsverantwortlichen nur zulassen, dass die Industrie nach den dauerstrahlenden DECT nun ebenso dauerstrahlende W-Lan herstellt, die überall in die Wohnungen gestellt werden, statt dass diese nach Gebrauch abschalten. Was mich hier interessieren würde, wäre bei welchen Feldstärken diese Beeinflussung des Herzens festgestellt wurde, nur durch den Access-Point, auf welche Distanz (diejenige auf dem Bild, also sehr nahe?) oder auch durch den W-Lan im Notebook.
Elisabeth Buchs
Internetsurfen über W-Lan könnte Herz beeinflussen
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Elisabeth Buchs
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Internetsurfen über W-Lan könnte Herz beeinflussen
Mein grösster Wunsch: bis an mein Lebensende an einem Ort wohnen können ohne Beschwerden wegen Elektrosmog.