Im Blick vom 20. Juni steht auf Seite 25 ein Interview mit Ständeratspräsident Bruno Frick.
Ständeratspräsident Bruno Frick telefoniert, faxt und mailt mit dem Nokia Communicator.
Blick: Nervt Sie das tägliche Kommunizieren mit dem Handy?
B. Frick: Nein, überhaupt nicht. Ich brauche mein Handy sehr viel, es ist mein ständiger Begleiter.
Blick: Und brauchen Sie auch alle möglichen Funktionen?
B. Frick: Ich telefoniere damit natürlich, sende SMS, Fax, E-Mail, Agenda und eher selten nutze ich das Internet. Die Verbindung ist zu langsam.
Blick: Keine Sorgen damit?
Doch, obwohl es noch fast neu ist, ist das Gerät nicht netzwerktauglich. Das ist ein Skandal!
Blick: Kaufen Sie jetzt ein neues Gerät?
Wenn Nokia mir eines gratis zur Verfügung stellt, nehme ich es gerne. Sonst kaufe ich ein anderes.
Blick: Haben Sie also schon ein Reklamationsschreiben aufgesetzt?
NEIN, ICH TRAF LETZTHIN DEN NOKIA-CHEF. Dabei habe ich ihm meine Reklamationen persönlich mitgeteilt.
Blick: Haben Sie mehrere Computer?
Einen Laptop zu Hause, den ich mit W-Lan benutze und im Büro natürlich eine ganze PC-Anlage.
Kommentar: Für Herrn Frick ist es ein Skandal, dass sein Gerät nicht netzwerktauglich ist. Für Elektrosensible ist es ein Skandal, wie sie behandelt werden, wie teilweise sogar immer noch abgeleugnet wird, dass unsere Beschwerden vom Elektrosmog kommen können. Wie wir kaum Unterstützung von der Regierung und den Bundesämtern erhalten. Dass Herr Frick den Nokia-Boss kennt, ist interessant, manch braver Bürger käme wohl auf die Welt, wüsste er, was sich zwischen gewissen Politikern und den Herren in den Teppichetagen der Industrie abspielt.
Ein empörter Betroffenen hat nach der Möglichkeit von Schadenersatz gefragt, er muss aufgrund gesundheitlicher Beschwerden wegen nahen Antennen wohl seine Eigentumswohnung verkaufen, evt. noch mit Wertverminderung. Viel zu lange haben Betroffene still alles ertragen, haben abgeschirmt, Aerzte aufgesucht, sind umgezogen und haben sich geschämt, dass sie nicht robuster sind.
Es gärt im Volk, in Bern-Bümpliz, wo gegen die eine Antenne 1200, gegen die andere sogar 1600 Unterschriften gesammelt wurden, sagte ein empörter Mann, (ich weiss nicht, ob ich das hier so offen schreiben darf): Ich könnte all die Sieben mit Genickschuss erledigen, wir zahlen Steuern, der Staat macht nichts für uns und schützt uns nicht, Herr Couchepin will nicht mal mehr unseren Hustensirup zahlen.
Elisabeth Buchs