«Gesundheit ist höher einzustufen»/Münchenbuchsee: Gestörte

The Future's black

«Gesundheit ist höher einzustufen»/Münchenbuchsee: Gestörte

Beitrag von The Future's black » 25. Juli 2005 12:32

© Neue Luzerner Zeitung; 25.07.2005; Seite 29

Luzerner Zeitung Forum

«Gesundheit ist höher einzustufen»

«Trittst im Sonnenrain daher, seh ich dich im Strahlenmeer ...» Gerade so ist es eben nicht. Denn die elektromagnetischen Strahlen, um die es hier geht, sieht man überhaupt nicht. Dafür sind sie gesundheitsschädigend. Sunrise plant auf dem Dach eines Wohnhauses (!) mitten in einem Wohnquartier der Stadt Luzern ­ natürlich mit Zustimmung des betreffenden Grundeigentümers ­ den Bau einer Mobilfunk-Antenne. Nun ist hinlänglich bekannt, dass der Gesundheitszustand sensibler Quartierbewohner durch die Strahlenbelastung empfindlich gestört werden kann (Schlafstörung usw.). Sunrise wird behaupten, die Strahlenbelastung bewege sich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Aber wer weiss schon, ob diese Vorschriften alle subjektiven Befindlichkeiten der Bewohner abzudecken

vermögen. Über die Baubewilligung entscheiden muss der Stadtrat. Wird er gesundheitliche Probleme seiner Bürger in Kauf nehmen? Eigentlich sollte der Entscheid einfach sein: Das Rechtsgut Gesundheit ist gegenüber dem Anspruch, an jedem Punkt telefonische Verbindungen anbieten zu können, höher einzustufen.

Karl Hegglin, Luzern
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© Berner Zeitung; 25.07.2005; Seite 21

BZ-Region Emme BZ-Region Bern

Münchenbuchsee

Gestörte Handypläne

Der Mobilfunkbetreiber Sunrise will am Ulmenweg 11 in Münchenbuchsee eine Antenne bauen. Die Pläne sind allerdings umstritten. Laut Bauverwalter Urs Nessier sind bereits zehn Einsprachen eingegangen. «Bis zum Ablauf der Frist am 8. August sind wohl noch weitere zu erwarten», ahnt Nessier. Zu den Kritikern gehört auch die Grüne Freie Liste, die ihre Bedenken mit einem Flugblatt publik gemacht hat. Die GFL erwähnt unter anderem gesundheitliche Risiken, glaubt, dass die benachbarten Liegenschaften an Wert verlieren, und fordert den Gemeinderat auf, andere Standorte abzuklären. pst
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© St. Galler Tagblatt; 25.07.2005

Piazza

Rheintaler

Keine Antenne Cholenrüti

Swisscom und Orange zogen Baugesuche zurück

Rehetobel. Im Gebiet der Cholenrüti auf Gemeinde gebiet von Rehetobel wird kein Sendemast für Mobil-funkantennen gebaut. Swisscom und Orange haben ihr gemeinsames Baugesuch Ende Juni zurückgezogen.

Gegen den geplanten 35 Meter hohen Sendemast, an dem zehn neue Mobilfunkantennen montiert worden wären, hatte sich die Einsprechergemeinschaft Cholenrüti gewehrt. Das Baugesuch sei von Swisscom und Orange ohne Begründung zurückgezogen worden, erklärte Bausekretär Joachim Düring auf Anfrage.

Baugesuch vor Jahresfrist

Im letzten August hatten Oran- ge und Swisscom bei der Gemein- de Rehetobel ein Baugesuch gestellt für den 35 Meter hohen Sen- demast in der Cholenrüti. Die Anlage sollte vor allem Trogen und die Verkehrsachse vom Kaien bis Speicherschwendi versorgen sowie die Region mit der umstrittenen UMTS-Technologie be- dienen.

Die Strahlenbelastung wäre nach Meinung der Einsprechergemeinschaft auch im mehr als einen Kilometer entfernten Dorfkern von Rehetobel auf einen Schlag auf ein Mehrfaches gestiegen.

Anwohner wehrten sich

An einer gut besuchten Informationsveranstaltung der Anwohner wurde beschlossen, sich mit allen rechtlichen und politischen Mitteln gegen die Antennen zu wehren. Ein mit der Materie bestens vertrauter Anwalt formulierte die Einsprache. Das klare und geschlossene Auftreten der Anwohner, die sich fast lückenlos gegen die Antenne aussprachen, löste über die Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus ein Echo aus. Nach einer weiteren Veranstaltung im Gemeindezentrum Rehetobel wurde die Einsprache mit den Unterschriften von 129 Einspracheberechtigten eingereicht. Unterstützt wurde sie zudem von einer Petition mit 220 Unterschriften. Dazu kamen noch drei Einzeleinsprachen.

«Der grosse Einsatz hat sich gelohnt», stellt die Einsprechergemeinschaft Cholenrüti in ihrer Stellungnahme fest. Viele der Betroffenen trauten aber dem Frieden nur halb.

Die Mitglieder der Einsprechergemeinschaft werden auf jeden Fall im Laufe der nächsten Wochen eingeladen, um zu feiern und gemeinsam in die Zukunft zu denken. (apz/pd)
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© Mittelland Zeitung; 23.07.2005

Baden Tabloid

Swisscom bekommt Recht

Gebenstorf Wie erwartet: Der Regierungsrat heisst die Beschwerde gut.

Im Dezember 2003 hatte die Swisscom Mobile AG in Gebenstorf das Baugesuch für den Neubau einer Kommunikationsanlage GSM/UMTS auf dem Grundstück der Baubedarf AG im Schächli eingereicht. Gegen das Gesuch wurden 314 gültige Einsprachen eingereicht. Der Gemeinderat hat daraufhin - trotz Bewilligung durch das kantonale Baudepartement - das Baugesuch abgewiesen und die Einsprachen gutgeheissen. Dagegen führte die Swisscom Mobile AG beim Regierungsrat Beschwerde. An seiner Sitzung vom 6. Juli hat nun der Regierungsrat diese gutgeheissen und den Beschluss des Gemeinderates aufgehoben.

In den Begründungen dazu wird ausgeführt, dass der Gemeinderat keine neuen Erkenntnisse vorbringe und sich auf die bereits in der Bundesgerichtspraxis behandelten Untersuchungen und Überprüfungen auf die Verfassungs- und Gesetzmässigkeit der NISV und ihrer Grenzwerte beziehe. Ferner habe die Bauherrschaft Anspruch auf die Baubewilligung, wenn keine raumplanerischen, bau- und umweltrechtlichen Vorschriften entgegenstünden. Da sich das Projekt für die Mobilfunkanlage als zonenkonform erwiesen habe und insbesondere keine Interessen des Umweltschutzes und des Ortsbildschutzes verletzt würden, habe der Gemeinderat ungeachtet infrage kommender Standorte ausserhalb der Bauzonen die Baubewilligung zu erteilen. Wie der Gemeinderat mitteilt, wird er nun prüfen, ob er gegen den Entscheid beim kantonalen Verwaltungsgericht Beschwerde führen will. (az)
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© Le Matin; 23.07.2005; page 6

Le Matin Suisse

OPPOSITION Une a nten ne contestée ... en vain

« ON EST AU MILIEU DE LA GUERRE DES ONDES »

PULLY (VD) Plus de 200 habitants se démènent pour qu ' u ne station de téléphonie mobi le ne s ' installe pas au centre de la commune

« Il y a déjà des antennes dans la commune. Pourquoi en installer d ' autres ?», se demande Nadia Gironi-Privet, commerçante à Pully. Comme plus de 200 habitants de la ville, elle a signé une opposition à la construction d ' unestation de téléphonie mobile de Sunrise au centre de la localité. Une opposition levée par la Municipalité au début du mois.

Les risques pour la santé constituent la principale crainte des opposants. « Pour l ' instant, c ' est l ' inconnu quant aux maladies que les ondes peuvent déclencher, note Philippe Weber. Comment, dans ces conditions, installer une antenne dans une zone avec une telle
concentration d habitants, un EMS et une école toute proche ?» Même réaction de la part de Verena Kuonen, conseillère communale résidant près du centre commercial sur lequel l ' antenne sera installée. « Je me demande aussi

pourquoi les opérateurs ne s ' entendent pas pour partager leurs antennes et en construisent chacun de leur côté, souligne-t-elle. De son côté Nadia Gironi-Privet estime que « nous sommes au milieu d ' une guerre des ondes ».

Comment donc expliquer cette prolifération d ' antennes ? « Le Conseil fédéral a fait un choix politique clair en demandant à chaque opérateur de mettre en place son réseau, explique Mathieu Janin, porte-parole de Sunrise. Cela implique davantage d ' antennes qu ' avec un réseau unique. » Sans compter l ' arrivée de nouvelles technologies, comme l ' UMTS, qui participe à cette multiplication.

Selon Sunrise, l ' implantation de cette station dans le centre de

Pully est indispensable. « Vu le coût d ' une telle opération, nous ne mettons pas des antennes pour mettre des antennes. Si nous le faisons,

c ' est qu ' il y a une raison. Ici, c ' est un lieu de fort

passage, ce qui peut provoquer de la saturation. » Quant aux risques pour la santé, Mathieu Janin les écarte:

« Aucun risque dû au rayonnement n ' a été trouvé actuellement. Et les normes suisses sont les plus sévères d ' Europe. »

S é bast i e n Jost
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