Zur in seinen Augen nicht nachvollziehbaren Begründung des italienischen Urteils zu Handy und Kopftumor führt Kuddel vom IZgegenMF folgendes an, ich zitiere vom 30. 10.2012:
"Ebenfalls ist die Begründung bemerkenswert, warum er das Mobiltelefon ausschließlich mit der linken Hand gehalten hat (Tumor war linksseitig):
Hier im Gerichtsurteil (PDF) nachzulesen.
...da er Rechtshänder sei, habe er das jeweilige Gerät immer an sein linkes Ohr gehalten, um mit der rechten Hand das auf dem Schreibtisch stehende Festnetz-Telefon abheben oder Notizen aufschreiben zu können ..
K"
Bei der Flugsicherung zwischen 1963 und 1977 war das so:
Telefonanalage war links an der oberen Ecke des Arbeitsplatzes eingebaut. Die beiden Buchsen für den Hörer waren links unten am schrägen Ende (etwas Unterbau) des Arbeitsplatzes angebracht. Weiters Buchsen unten rechts, nötig bei Training.
Telefoniert wurde ausschließlich links. Mit der rechten Hand wurden die Flugdaten der vorherigen Kontrollstelle aufgenommen. Während bereits die nächste Kontrollstelle mit einem Tastendruck kontaktiert wurde, wurden nebenbei schon die Flugzeiten ausgerechnet bis zur Übergabeposition des Fliegers und niedergeschrieben (vorausgesetzt es handelte es sich um ein gängiges Flugzeug und es lagen keine extremen Höhenwinde vor). Während die Übergabedaten durchtelefoniert wurden, wurde der ganze Vorgang fertig bearbeitet, also normalerweise mit Rechts geschrieben. Da Kontrollzentralen ein sehr großes Gebiet zu überwachen haben - die Leute sehen ja immer nur den Tower - war die Arbeitslast oft nicht unerheblich. Die äußerst seltenen Linkshänder hatten es bei der angeordneten Technik etwas schwerer.
Viel änderte sich als der Rechner kam und ein Teil der Koordination wegfiel, wobei die Kontrollstellen Zürich und Padua lange nicht angeschlossen waren und, mit normalerweise Links, telefoniert werden musste.
Hier hat Kuddel eine seltsame Argumentation. Mir völlig unverständlich, dass ein Rechtshänder sein Telefon rechts halten sollte oder ist er so gut, dass er sich alles merken kann, bzw. dass er sich die oft erforderliche Arbeitsweise anderer Menschen gar nicht vorstellen kann
.
Weiter Kuddel vom 30.10.12 Zitat:
"Ich welchsle bei längeren Telefonaten automatisch zwischen links und rechts, auch mit Festnetztelefon, weil mir das Ohr nach einer Weile zu warm wird oder weh tut."
Selbst bei extremstem Telefonieren mit einem Schnurtelefon kam keiner auf die Idee, das Ohr zu wechseln, weil es unangenehm warm geworden wäre oder gar weh tat.
Das Ohr wurde nämlich nicht so warm, dass es wegen Wärme irgendwann weh getan hätte!!
Da könnte dann ja auch niemand im Winter eine warme Mütze vertragen, weil ihm alsbald beide Ohren weh täten.
Es ist schlicht und einfach Funk, der sich auswirkt und die Leute dazu zwingt, die Telefonseite immer wieder zu wechseln. Ausnahme könnte sein, dass der Arm weh tut vom Halten des Hörers.
Die Menschen werden schon noch darauf kommen, was ihnen schadet. Gesagt wird es ihnen ja nicht aus wirtschaftlichen Gründen!
Eva Weber
Normalerweise ist das Telefon am linken Ohr
Epdemiologische Studie zu Krebs
Neueste epidemiologische Studie zu Krebs.
http://www.emf-portal.de/viewer.php?l=g&aid=19536
Eva Weber
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Eva Weber
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Wuff
Die Händigkeit beim Telefonieren kann sich im Laufe der Zeit grundsätzlich ändern. Circa 1990 waren die Mobiltelefone grosse, schwere "Knochen", so dass sie vielleicht eher mit der stärkeren Hand gehalten wurden, die bei den meisten die rechte ist. Im Laufe der Zeit wurde das Gewicht vernachlässigbar klein, so dass es neue Gründe dafür wurden, das Gerät mit einer ganz bestimmten Hand zu halten. Auf mehrere Jahre zurück sind die Angaben zur Händigkeit nicht verlässlich.Eva Weber hat geschrieben: ...da er Rechtshänder sei, habe er das jeweilige Gerät immer an sein linkes Ohr gehalten, um mit der rechten Hand das auf dem Schreibtisch stehende Festnetz-Telefon abheben oder Notizen aufschreiben zu können
Viele Rechtshänder klemmen sich das Telefon, speziell wenn es nicht zu schwer ist, beim Schreiben und bei anderen Verrichtungen zwischen rechte Schulter und rechte Wange.
Entsprechend den Unsicherheiten zur Händigkeit ist ihre Verbindung mit der Lateralität der Gliome - im Einzelfall und in der Statistik - unsicher und zufällig. Ob mitteleuropäische Gerichte unter diesen Voraussetzungen eine Kausalität im Einzelfall bejahen würden ist fraglich.
Mit den Telefonen der des früheren C-Netzes war es eher wahrscheinlich, dass das Ohr sich unangenehm erwärmte. Zum Einen war damals die erlaubte Leistung wahrscheinlich noch höher, und zum Anderen haben sich damals möglicherweise die Akkus noch beim Gebrauch erwärmt. Da das heute nicht mehr das Problem ist, und da für die Vergangenheit meiner Meinung nach die Lateralität unsicher ist, nehme ich mir nun nicht die Mühe, in die Technologiegeschichte einzusteigen, um meine Vermutungen zu verifizieren.Eva Weber hat geschrieben: Weiter Kuddel vom 30.10.12 Zitat:
"Ich welchsle bei längeren Telefonaten automatisch zwischen links und rechts, auch mit Festnetztelefon, weil mir das Ohr nach einer Weile zu warm wird oder weh tut."
Hierzu erlaube ich mir zu sagen, dass es sich dann nicht um einen Vieltelefonierer handeln kann, denn diese Arbeitsweise ist nicht sehr effektiv, und zudem holt sich der so Telefonierende, mit ziemlicher Sicherheit starke Nacken- und Schulterschmerzen. Vorausgesetzt es handelt sich wirklich um einen Vieltelefonierer.Wuff hat geschrieben:Viele Rechtshänder klemmen sich das Telefon, speziell wenn es nicht zu schwer ist, beim Schreiben und bei anderen Verrichtungen zwischen rechte Schulter und rechte Wange.
Aber unbestritten in Krimis sieht das Telefon-Einklemmen immer sehr wichtig aus.
Jedenfalls telefoniere ich zeitlebens links. Dies zu beweisen wäre sehr schwer, außer an meinem ehemaligen Arbeitsplatz, den ich 33 Jahre inne hatte. Ansonsten steht ja nicht immer jemand dabei, der darüber Buch führt, also kann man grundsätzlich alles in Zweifel ziehen. Jeder Lehrling in einem Büro lernt schon am ersten Tag, dass das Telefon mit der Linken zu halten ist, damit die Rechte frei zum Schreiben ist. Aber ich nehme schon an, dass das Urteil in Deutschland anders ausgefallen wäre, außer der Kläger hätte für die Zeit aller
seiner Telefonate einen Zeugen beibringen können, der ein genaues Buch darüber geführt hat, wann wie lange auf welchem Ohr telefoniert wurde.
Eva Weber